Visualisierung der Carusallee. Foto: Stadt Schweinfurt
Visualisierung der Carusallee. Foto: Stadt Schweinfurt

Konversionsprojekt „Carusallee“: Das ist geplant

Nationales Städtebauprojekt

Der Stadt Schweinfurt stehen nach Abzug der amerikanischen Streitkräfte im Jahr 2014 zahlreiche innerstädtische Flächen zur Neugestaltung zur Verfügung. Für den Bereich der ehemaligen Ledward Barracks ist eine Dreifachnutzung geplant. Zum einen als Campusbereich mit Hörsälen und Wohnheimplätzen, inklusive einem i-Campus und einer i-Factory.

Konversion Ledward-Areal

Des Weiteren als Bereich für Sport- und Spielmöglichkeiten, sowie als generationsübergreifende Fläche. Das Konversionsprojekt „Carusallee“ auf dem Areal, was der Achse zwischen Theodor-Fischer-Platz und Stadion entspricht, wird als „Nationales Projekt des Städtebaus“ vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) gefördert.

Ideenwettbewerb

Die Stadt hat für das nationale Projekt „Carusallee“ einen zweistufigen Ideen- und Realisierungswettbewerb ausgelobt. Von den teilnehmenden Landschaftsarchitekten wurden in der ersten Stufe nach Auswahl durch eine Fachjury, der auch Vertreter des Stadtrats angehörten, acht Büros zur weiteren Bearbeitung mit einer Realisierungsplanung ausgewählt. Diese Vorschläge wurden jetzt in der zweiten Stufe erneut begutachtet und prämiert.

So soll die Carus-Allee einmal aussehen. Visualisierung: lohrer hochrein landschaftsarchitekten und stadtplaner gmbh (München)

So soll die Carus-Allee einmal aussehen. Visualisierung: lohrer hochrein landschaftsarchitekten und stadtplaner gmbh (München)

Gewinner aus München

Am 20.09.2017 gegen 17 Uhr – nach acht Stunden intensiver Diskussion – stand der Gewinner schließlich fest. Den Zuschlag für das Projekt „Carusallee“ bekam das Büro lohrer.hochrein landschaftsarchitekten und stadtplaner aus München. Entschieden haben neun stimmberechtige Sach- und Fachpreisrichter.

Hainartige Allee

Das neue Quartier soll in Zukunft einer hainartigen Allee gleichen, das heißt, es werden verschiedene „Bauminseln“ aufeinander folgen und den strengen Sinn einer Allee auflockern. Am Ende der Allee im Westen soll ein filigraner wie skulpturaler Treppenturm den Abschluss der Allee bilden und einen spannenden Rund- und Rückblick über das neue Areal geben.

„Carus-Beach“

In die Allee eingelegt findet sich eine Längszisterne zur Aufnahme der Oberflächenwässer der Allee und der umgebenden Dächer. Wasser kann so gesammelt und gefiltert als Grauwasser zur Verfügung gestellt werden. Teile davon sollen zudem über eine solargetriebene Pumpe konstant an die Oberfläche gefördert und in dem zentralen Reflecting-Pool als Blickfang und einfache sommerliche naturnahe Badestelle als Teil des „Carus-Beaches“ inszeniert werden.

Auf dem zentralen Platz wird es einen kleinen Pavillon geben, der als Kiosk zur Versorgung in der Pause, als Wartebereich für den Bus und als Technikraum für kleinere Veranstaltungen auf dem Platz genutzt werden kann.

Lichtkonzept

Auch ein neues Lichtkonzept für das Areal wird es geben. Zwischen den Inseln und Bäumen der Carusallee sollen Masten mit frei einstellbaren Strahlern und unterschiedlichen Lichtpunkthöhen locker verteilt werden. Sie sorgen für eine angemessene Ausleuchtung der Verkehrsbereiche – mit höheren Lichtpunkten und Gleichmäßigkeit im Bereich der Busspur und z.B. für die Skaterbereiche, sowie niedrigere Lichtpunkte und geringerer Beleuchtungsstärke zwischen den Baum- und Aufenthaltsinseln.

Die genaue Beschreibung des geplanten Konzeptes kann hier eingesehen werden.

In der Ausstellungshalle des Alten Rathauses (Erdgeschoss) werden bis zum 04.10.17, täglich von 10 bis 16 Uhr, die Entwürfe der zweiten Wettbewerbsstufe gezeigt.

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