Der Roßmarkt in Schweinfurt. Foto: Dominik Ziegler
Der Roßmarkt in Schweinfurt. Foto: Dominik Ziegler

Schweinfurter gegen Ladenöffnung an Heiligabend

Da der 24. Dezember in diesem Jahr auf einen Sonntag fällt, wird aktuell heftig über das Thema Ladenöffnung an Heiligabend diskutiert. Auch in Bayern dürfen Blumenläden, Weihnachtsbaum-Verkaufsstellen und Supermärkte für drei Stunden, von 11 bis 14 Uhr, öffnen. Eine Öffnung der Geschäfte ist natürlich keine Pflicht und bleibt den Geschäften selbst überlassen. Und Schweinfurt hat hierzu eine klare Meinung: Auf unser Posting hin zeigte sich, dass die Schweinfurter fast ausschließlich gegen eine Ladenöffnung an Heiligabend sind.

Großteil der Schweinfurter dagegen

Die meisten begründen ihre Abneigung gegenüber einer Ladenöffnung damit, dass man es durchaus schaffen kann, sich bis einschließlich 23. Dezember mit Lebensmitteln und Geschenken einzudecken.

Neben dem Aspekt, dass die Feiertage nicht überraschend kommen und genug Zeit ist, seine Einkäufe zu erledigen, sollten die Menschen an diesem Tag laut vieler Kommentare natürlich bei ihren Familien verbringen.

Zum Teil wird in Schweinfurt sogar zum Boykott aufgerufen. Manu schreibt beispielsweise: „Ist doch ganz einfach: Sollten die Läden wirklich öffnen, das Ganze einfach boykottieren und nicht in die Läden gehen“.

Vereinzelt für Ladenöffnung

Ganz vereinzelt kamen auch Kommentare, die eine Ladenöffnung prinzipiell befürworten und mit den Öffnungszeiten in anderen Ländern vergleichen.

Verzicht angekündigt

Viele Lebensmittelläden in Schweinfurt werden trotz der dreistündigen Erlaubnis von 11 bis 14 Uhr auf eine Öffnung verzichten. Die Ketten Aldi, Rewe und Penny erklärten laut Medienberichten bereits, dass sie am 24. Dezember nicht öffnen werden. Auch die Mangolds Frühstücksmeisterei erklärte direkt unter dem Posting, dass diese an Heiligabend geschlossen und erntete dafür prompt Lob. Die Gewerkschaft Verdi sieht eine Ladenöffnung ebenso als überflüssig und ruft sogar zum Einkaufsverzicht bei den Verbrauchern auf.

Kirche dagegen, Werbegemeinschaft dafür

Das Bistum Würzburg, das den Raum Unterfranken umfasst, stellt sich klar gegen eine Öffnung an Heiligabend und bedankt sich bei den Einzelhändlern, die ihre Geschäfte in diesem Jahr am 24. Dezember geschlossen halten. Die Werbegemeinschaft Schweinfurt erleben e.V. vertritt wiederum generell die Position, dass die betreffenden Geschäfte an diesem Tag für die maximal drei Stunden geöffnet bleiben sollen.

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