Das Atomkraftwerk in Grafenrheinfeld. Foto: Pascal Höfig
Das Atomkraftwerk in Grafenrheinfeld. Foto: Pascal Höfig

AKW Grafenrheinfeld öffnet für einen Tag

Am Freitag, den 1. Dezember 2017, lädt das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld (KKG) Vertre­ter von Politik, Medien und die Anwohner zu einem Informationstag in das Informations­zentrum des Kraftwerks ein. Unter dem Motto „Rückbau bedeutet zuerst Aufbau“ liegt der Schwerpunkt der Veranstaltung auf dem Nachbetrieb und dem bevorstehenden Rückbau des Kernkraftwerks, heißt es in einer Pressemitteilung der PreussenElektra.

Über aktuellen Stand informieren

Von 14 Uhr bis 18 Uhr steht das Infozentrum allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern offen, am Vormittag sind Vertreter der Medien und Politik eingeladen. Der Kraftwerksleiter Bernd Kaiser wird den Besuchern den aktuellen Stand des Genehmi­gungsverfahrens sowie derzeit laufende Arbeiten im KKG erläutern. Die Vorträge des Kraftwerksleiters finden am Nachmittag um 14.30 Uhr und um 16.30 Uhr statt.

Radioaktivität und Strahlenschutz

Neben den Vorträgen können sich die Besucher im neu gestalteten Informationszentrum über die mit dem Rückbau verbundenen Abläufe informieren oder mit den Mitarbeitern des Kernkraftwerks ins Gespräch kommen. Auch zu den Themen Radioaktivität und Strahlenschutz gibt es viel zu sehen. Die Besucher können mit Hilfe der Nebelkammer Spuren natürlicher Radioaktivität sehen, und sie haben die Möglichkeit, Gegenstände aus dem Alltag mitzubringen, die die Mitarbeiter vom Strahlenschutz messen können.

333 Milliarden Kilowattstunden Strom

Dazu Kraftwerksleiter Bernd Kaiser: „Wir wollen nicht nur einen Überblick zum aktuellen Stand berichten, sondern auch über Themen wie Strahlung und Strahlenschutz aufklä­ren. Hierzu stehen KKG-Kollegen aus den Fachbereichen den Gästen Rede und Antwort. In jedem Fall freuen wir uns über jeden Besucher.“

Das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld hat seine Berechtigung zum Leistungsbetrieb durch die 13. Atomgesetznovelle zum 31. Dezember 2015 verloren. Der Leistungsbetrieb wurde bereits am 27. Juni 2015 aufgrund mangelnder Wirtschaftlichkeit infolge der Kernbrennstoffsteuer eingestellt. Seit seiner Inbe­triebnahme im Jahr 1982 hat das Kraftwerk mehr als 333 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt bei einer durchschnittlichen Verfügbarkeit der Anlage von 88 Prozent. Das Kraftwerk hat eine elektrische Leistung von 1.345 MW brutto. Am Standort sind rund 560 Personen beschäftigt.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der PreussenElektra GmbH. 

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