Airport Würzburg. Foto: Pascal Höfig
Airport Würzburg. Foto: Pascal Höfig

Airport Würzburg schließt

Jetzt ist es tatsächlich soweit: Alle Feierbiester und Discotänzer müssen stark sein, denn das – wahrscheinlich so ziemlich jedem bekannte Airport in Würzburg wird es 2018 in der jetzigen Form tatsächlich nicht mehr geben. Seit dem Sommer schon schweben Gerüchte durch die Clubszene, wie es mit dem Traditionsclub denn weitergehen soll. Würzburg erleben hat über die verlängerte Sommerpause und auch die Hintergründe seinerzeit berichtet – doch jetzt scheint die Zukunft für die Großraumdisco in Würzburg ermstal mehr oder weniger geklärt zu sein.

Letztes Mal Kult-Partys

Doch keine Angst, die Kult-Partys zu Weihnachten und Silvester wird es 2017 noch einmal geben – voraussichtlich aber zum letzten Mal. Neben der Weißen Schlagerweihnacht am 23. Dezember wird es die „Rockpalast Revival-Party – The Final Show“ und „The very last Powerday“ am 25. und die Silvester-Party mit dem bezeichnenden Namen „One last dance“ am 31. Dezember in Würzburg geben – die Traditionsveranstaltungen eben, die es schon seit mehr als 20 Jahren gibt.

Erfolgsgeschichte seit 1983

Bevor das „Air“ also in die Zukunft startet, haben wir nochmal in der Erinnerungskiste gekramt Das Airport gibt es seit dem Jahre 1983 und gehört damit zu den ältesten Diskotheken Deutschlands. Wie der Name schon vermuten lässt, war das Airport damals einem Flughafenterminal nach empfunden. Das DJ-Pult war im Cockpit, die Garderobe war an einen „Check-In“ angelehnt und das Bistro wie ein Flugzeug aufgebaut, sogar von einem echten Bugfahrwerk gestützt. In den 90er-Jahren gehörte der Club zu den ersten deutschlandweit, die Techno auflegten. Im Laufe der Jahre gaben sich Szenegrößen wie Paul van Dyk und Sven Väth die Klinke in die Hand.

Zwischendurch fand das Airport übrigens auch mal ein neues Zuhause – und zwar auf der „Alten Liebe“, einem Fahrgastschiff, das im Jahre 1994 in „Loveboat“ umbenannt wurde. Nach einem halben Jahr zog man aber wieder in die alten Räumlichkeiten, allerdings ohne Flughafen-Deko und im ganz neuen Design.

Umnutzung nötig

Dann im September 2017 die überraschende Nachricht seitens der Clubbetreiber: Die Sommerpause muss verlängert werden, da eine kostspielige Brandmeldeanlage nötig sei und nicht wieder geöffnet werden dürfe, bevor diese fachgemäß installiert sei. Allerdings wurde in der zwingend notwendigen Pause von Inhaber Rudi Schmidt ein Bauantrag bei der Stadt Würzburg eingereicht. Im Antrag hieß es, eine Teilfläche – der Soundpark – der Diskothek solle in einen Cateringbetrieb und eine Sporthalle ohne Besucherplätze umgewandelt werden, nur so könne der Club wieder öffnen, da dann die geforderte Brandmeldeanlage nicht mehr nötig wäre. Die Partys sollten also weiter gehen.

Statt Club: Events & Co.

Das Airport wird also nie wieder den gewohnten Discobetrieb aufnehmen, so der bisherige Betreiber Mischa Steigerwald. Andere Veranstalter seien aber jederzeit willkommen, dort Events stattfinden zu lassen, wo heute das T1 und T2 ist

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