Die Krippe auf dem Schweinfurter Marktplatz. Foto: Dirk Flie
Die Krippe auf dem Schweinfurter Marktplatz. Foto: Dirk Flie

Wie feiert Schweinfurt und die Welt den Dreikönigstag?

Der Feiertag ist den meisten Christen ein Begriff. In Bayern, Baden-Württemberg und in Sachsen-Anhalt gilt er als gesetzlicher Feiertag. Aber wisst ihr auch, was genau gefeiert wird? Epiphanias ist einer der ältesten christlichen Festtage. Er wurde bereits im 2. Jahrhundert zelebriert. Anlass ist eine bekannte Erzählung aus der Bibel. Die Heiligen drei Könige – auch Sterndeuter oder Weisen aus dem Morgenland genannt – folgten demnach dem Stern von Bethlehem. Der Stern führte die Drei in den Stall, indem Jesus geboren wurde. Auch in Schweinfurt feiert man jedes Jahr am 6. Januar.

So feiert man in Deutschland

Drei kirchliche Segnungen stehen im Mittelpunkt: Die Wasserweihe, die Segnung des Weihrauchs und die Ausräucherung der Häuser. In Süddeutschland war es Brauch, am Vorabend des Dreikönigtages – also die letzte Rauhnacht – Stall und Haus mit Weihrauch auszuräuchern. Sogar heute noch besprengt man Räume mit dem geweihten Wasser. Mit der geweihten Kreide werden dann an die Türen die Buchstaben C+M+B geschrieben.

Die Buchstaben sind aber keine Abkürzung der Könige Caspar, Melchior und Balthasar. Gemeint ist der lateinische Segensspruch: “Christus Mansionem Benedicat”. Übersetzt heißt dies: “Christus segne dieses Haus”. Am 6. Januar ziehen Sternsinger von Haus zu Haus, singen, beten und erbitten den Segen für das Haus und die Bewohner. Landesweit sammeln sie Spenden für caritative Zwecke.

Das ist in Schweinfurt los

Neben zahlreichen Gottesdiensten in den Kirchen, finden in Schweinfurt auch zwei Highlights am Dreikönigstag statt. Sennfeld lädt zum “Benefizkonzert Swing und Lovesongs im Big Band – Sound” ein. Ab 17 Uhr kann man den Klängen der Big Band “ Pfeffer,Salz & Sahne” in der evangelischen Dreieinigkeitskirche lauschen. Der Eintritt ist frei aber über Spenden freut sich die Bürgerstiftung in Sennfeld. Oder man besucht das Schweinfurter Winterdorf. Bis 7. Januar kann man nämlich auf dem oberen Marktplatz noch leckeren Glühwein trinken und regionale Spezialitäten schlemmen.

So feiert man in anderen Ländern

In Russland feiert man Weihnachten in der Nacht auf den 7. Januar. Dort wird nach dem Julianischen Kalender gerechnet und anstatt des Weihnachtsmannes kommt das Väterchen Frost vorbei. Auch in Spanien feiert man Weihnachten am 6. Januar. Die Kinder füllen am 5. Januar ihre Schuhe mit Stroh und Getreide, Futter für die Pferde der Könige. Am nächsten Tag sind diese mit kleinen Geschenken gefüllt.

In Italien kommt an diesem Tag die gute Hexe “La Befana” vorbei. Wie in Spanien auch, befüllt sie die Schuhe der artigen Kinder mit Geschenken. In Frankreich wird der 6. Januar als “Jour des Rois” begangen. Es finden Feste für Kinder und Erwachsene statt. In vielen Ländern wie Portugal,Schweiz, Österreich, Argentinien und Mexiko isst man einen Dreikönigskuchen.

Egal wie und wo gefeiert wird, Traditionen und vor allem Feiertage, sind doch was Schönes. Nur schade, dass der 6. Januar dieses Jahr auf einen Samstag fällt.

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