Geld in Hand. Symbolfoto: Pascal Höfig
Geld in Hand. Symbolfoto: Pascal Höfig

Hartz-IV, drittes Geschlecht, Rente – das kommt 2018 auf uns zu!

Neues Jahr, neues Glück! Mit dem Jahreswechsel ändern sich auch ein paar Dinge für die Verbraucher. Natürlich geht es wieder überwiegend ums Geld. Damit es keine Überraschungen gibt, haben wir die wichtigsten Neuerungen zusammengefasst. Das kommt 2018 auf die Schweinfurter zu.

Gesetzliche Rente sinkt

Jippi – wenigstens die Rentenbeiträge sinken leicht. Die Deutsche Rentenversicherung gibt an, dass 2018 die Beiträge von 18,7 % auf 18,6% sinken sollen. Auch wenn es nur eine kleine Senkung ist, soll der Rentenbeitrag erst 2023 wieder erhöht werden.

Erhöhung der Hartz-IV-Sätze

Auch Hartz-IV-Empfänger können sich freuen. Zum 1. Januar 2018 steigt der monatliche Regelsatz für alleinstehende Hartz-IV-Empfänger von 409 Euro auf 416 Euro. Für Paare steigt der Betrag von 368 Euro auf 374 Euro pro Partner.

Rentenbezüge steigen

Ab dem 1. Juli 2018 sollen die Altersbezüge um rund drei Prozent steigen. Dies trifft jedoch nur ein, wenn die Gehälter und Löhne sich so entwickeln, wie derzeit prognostiziert. Eine endgültige Entscheidung fällt laut Deutscher Rentenversicherung im Frühjahr 2018.

Ciao 500-Euro-Schein

Den „Lieblingsschein der Kriminellen“ will die Europäische Zentralbank (EZB) ab Ende des Jahres 2018 abschaffen. Die endgültige Entscheidung ist zwar noch nicht getroffen, doch der EZB-Rat hat sich bereits darauf verständigt. Jetzt müssen nur noch die technischen Details geklärt werden. Also wer noch die großen Scheine gebunkert hat, sollte sie schnell ausgeben oder sich als Erinnerung einrahmen.

Einführung des dritten Geschlechts

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe gab einer intersexuellen Klägerin recht und führt bis Ende 2018 ein drittes Geschlecht ein. Künftig wird es somit neben männlich und weiblich einen dritten Geschlechtseintrag im Behördenregister geben. Man hat sich noch nicht auf die genaue Bezeichnung geeinigt. Die Begriffe „inter“, „divers“ oder auch „positiv“ als Bezeichnung des Geschlechts stehen zur Debatte.

Änderung der Banken-AGB

Ab dem 13. Januar gelten wegen neuer EU-Richtlinien neue europaweit einheitliche Regelungen zum Zahlungstransfer. So haften Bankkunden beispielsweise bei Missbrauch der Bank- oder Kreditkarte oder des Online-Bankings nur noch bis höchstens 50 Euro.

Arbeitslosengeld an der Supermarktkasse

Kein Bargeld mehr in den Jobcentern und Arbeitsagenturen! Die Bundesagentur für Arbeit fordert stattdessen, dass das Arbeitslosengeld ab sofort an Supermarktkassen und in Drogerien bar ausbezahlt wird. Jedoch ist diese Änderung stark umstritten, denn die Bezieher könnten bloßgestellt werden. Bis Ende 2018 soll eine flächendeckende Entscheidung getroffen werden.

Strompreise können steigen

Stromkunden müssen 2018 vermutlich tiefer in die Tasche greifen. Nirgendwo in Europa (außer in Dänemark) ist Strom für Privatkunden so teuer wie in Deutschland. Wenngleich die Ökostrom-Umlage leicht sinkt, kann es zu einer Strompreiserhöhung kommen. Also am besten nochmal die Stromverträge prüfen, Preise vergleichen und eventuell den Anbieter wechseln.

Alkoholverbot für Bahnfahrer

Fahrgäste der Deutschen Bahn müssen auf einigen Bahnlinien in Norddeutschland ab 2018 ohne Alkohol auskommen. Zunächst gilt das Trinkverbot in S-Bahnen und Regionalzügen in Niedersachsen und Bremen. Zunächst soll es eine Einführungsphase geben, in der Passagiere lediglich auf das Verbot hingewiesen werden. Später soll dann bei Verstößen auch ein Bußgeld verhängt werden können. Das Verbot ist eine Reaktion auf Kundenwünschen. Wäre diese Einführung vielleicht auch für Bayern wünschenswert?

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