In der Haftzelle beschmierte der Beschuldigte mit seiner starkblutenden Hand die ganzen Wände. Foto: Polizei Unterfranken
In der Haftzelle beschmierte der Beschuldigte mit seiner starkblutenden Hand die ganzen Wände. Foto: Polizei Unterfranken

Polizisten verletzt und beleidigt: Mann beschmiert Haftzelle mit Blut

Bei einer privaten Feier in Nüdlingen (Lkr. Bad Kissingen) tauchte plötzlich der ehemalige Partner einer jungen Frau auf und versuchte in die Wohnung zu gelangen. Da ihm dies aber verwehrt wurde, schlug er aus lauter Frust den Glaseinsatz der Türe ein. Dabei zog er sich Schnittverletzungen an der Hand zu. Da der Mann seine Ex-Partnerin auf übelste Art beleidigte, flüchtete diese in das Nachbaranwesen.

Die eintreffenden Beamten erteilten zuerst einen Platzverweis und ein Gewahrsam wurde angedroht.

Körperverletzung gegen Ex

Nachdem es einige Zeit später zu einer erneuten Körperverletzung gegen seine Ex kam, sollte der Beschuldigten zur Verhinderung weiterer Straftaten in den Polizeigewahrsam genommen und zur Polizeidienststelle verbracht werden. Der Beschuldigte war zwischenzeitlich in Richtung seiner Wohnung gegangen konnte dort aber nicht angetroffen werden.

Im Bettkasten aufgefunden

Weitere Fahndungsansätze ergab nun, dass sich der Beschuldigten in der Nachbarwohnung aufhalten würde. Dort wurde er im Bettkasten aufgefunden und in Gewahrsam genommen.

Beamte als „Hurensöhne“ beleidigt

Bei der Festnahme leistete er enormen Widerstand indem er sich sperrte und sich gegen die Fesselung wehrte. Auf dem Weg zum Fahrzeug trat er unvermittelt einen vor ihm laufenden Beamten so stark an das Knie, dass dieser sich hierbei eine erhebliche Verletzung zu zog. Auch im Fahrzeug kam es gegenüber dem gleichen Beamten zu einer Handgreiflichkeit, indem er ihn in die Hand biss.

Beleidigungen war der Beamte bis zur Arrestzelle ausgesetzt. Auch in der Dienststelle kam es zu weiteren Entgleisungen. „Hurensöhne“ war seine Wortwahl.

Doch die Nacht hatte noch kein Ende. In der Haftzelle beschmierte der Beschuldigte mit seiner starkblutenden Hand die ganzen Wände. Er versuchte die Beamten zu treten und trat gegen Türen. Nach einer erfolgten Blutentnahme beruhigte sich die Lage.

Auf den Beschuldigten kommt nicht nur eine Anzeige, sondern auch die Kosten der Reinigung für Pkw und Zelle zu.

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