Foodsharing im REWE Bad Brückenau. Foto: "Facebook-Seite Rewe Markt Hause @rewehauke"
Foodsharing im REWE Bad Brückenau. Foto: "Facebook-Seite Rewe Markt Hause @rewehauke"

Foodsharing erstmals in unterfränkischem Supermarkt

Schon seit einigen Jahren liegt Teilen voll im Trend! Sei es in Form von Carsharing, Shared Offices oder Flatsharing. Wir leben in einer wahren Sharing-Community! Auch das Teilen von Lebensmitteln, kurz „Foodsharing“, ist angesagt. Jetzt hat auch erstmals ein Supermarkt den Schritt gewagt. Als erster in Deutschland bietet der REWE Markt im unterfränkischen Bad Brückenau seit Mitte Januar ein Foodsharing Regal mit kostenlosen Lebensmitteln an.

Foodsharing-Spots

In einigen Universitäten und gemeinnützigen Organisationen kennt man bereits sogenannte Foodsharing-Spots. In Kühlschränke und Regale können Lebensmittel gelegt werden können, die man selbst nicht mehr braucht, die aber noch gut sind. Anschließend kann sich dann jemand anderes kostenlos das mitnehmen, was er möchte.

So wird verhindert, dass Essen oder Trinken unnötig in der Tonne landet. Laut WWF wurden im Jahr rund 18 Millionen Tonnen Lebensmittel in den Müll geworfen. Und das obwohl ein Großteil davon noch gut ist. Denn viel Essen und Trinken ist auch noch lange nach dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) genießbar.

REWE gegen Verschwendung

Deshalb versuchen die REWE Märkte in Deutschland schon seit über 20 Jahren etwas gegen die Verschwendung zu tun und überlassen viele Lebensmittel, die kurz vor dem Erreichen des MHD stehen, kostenlos den 930 Tafeln. Aber auch diese haben oftmals nur begrenzte Platzkapazitäten und kommen teils nur wenige Male in der Woche mit Transportern um das Essen abzuholen. Was nicht mehr in den Wagen passt oder das MHD bereits erreicht hat wanderte dann bisher in die Mülltonnen hinter dem Supermarkt.

REWE in Bad Brückenau

Diese Tatsache wollte Sebastian Hauke nicht mehr länger hinnehmen. Entsprechend hat er in seiner REWE-Filiale in Bad Brückenau ein Foodsharing-Regal aufgebaut. Unter dem Schriftzug „Zu gut für die Tonne!“, können sich die Kunden des Marktes kostenlos an den Lebensmitteln im Regal bedienen.

Und so funktioniert’s

Täglich werden sämtliche Lebensmittel im Markt auf ihr MHD kontrolliert – die Artikel, die einige Tage vor dem Erreichen des MHD stehen, werden entweder reduziert angeboten oder aber direkt in das Regal einsortiert. Auch alles, was die Tafel nicht mitnehmen kann kommt in das brandneue „Food Sharing“-Regal.

Momentan ist dieses Projekt laut Pressestelle des Unternehmens lediglich „eine Einzelaktion eines selbstständigen REWE-Partnerkaufmanns“. Wir finden die Idee aber super und hoffen dass bald noch mehr Supermärkte so etwas anbieten.

Etwas für Schweinfurt?

Wäre so ein Foodsharing-Regal auch was für die Supermärkte in Schweinfurt? Auf jeden Fall wäre es ein weiterer Schritt, um der Lebensmittelverschwendung den Kampf anzusagen. Den Kampf sagt in Schweinfurt der „Lebensmittel-Retten + Fair-Teilen e. V.“ bereits an. Die Mitglieder retten noch gute Lebensmittel aus den Supermärkten vor der Tonne und versuchen die Schweinfurter über die Lebensmittelverschwendung aufzuklären und zum Umdenken zu bringen.

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