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Karrieresprung planen: Interview mit Sebastian

Sebastian hat ursprünglich eine Ausbildung zum Zerspannungsmechaniker gemacht. Danach entschloss er sich für einen zehnmonatigen Vollzeitlehrgang zum Industriemeister Metall bei der IHK. Dafür ist er jeden Tag zwischen Aschaffenburg und Würzburg gependelt – eine Anstrengung, die sich definitiv gelohnt hat. Nach seiner Weiterbildung bei der IHK machte Sebastian einen richtigen Karrieresprung! Heute arbeitet er als Projekt Consultant bei Linde Hydraulics. Im Interview berichtet er von seinen Erfahrungen.

Warst Du als Kind schon technikbegeistert?

Sebastian: Dass ich der typische Junge war, der mit Lego alle möglichen Konstruktionen baut, kann ich nicht bestätigen. Mein technisches Interesse kam später während der Ausbildung.

Warum die Weiterbildung?

Sebastian: Ich war eine Zeit lang in der Serienproduktion tätig. Dort sind die Abläufe doch sehr häufig gleich und wiederholen sich. Auf Dauer hätte mich diese Arbeit nicht ausgelastet. Ich ging abends nach Hause und fühlte mich unausgeglichen und unzufrieden. Letztendlich habe ich mir gedacht: „Da geht doch noch was!“

Was waren Deine Erwartungen? 

Sebastian: Die klare Erwartung war natürlich, durch die Weiterbildung gut vorbereitet zu werden, um die Meisterprüfung bestehen zu können. Beruflich hat sich danach auch viel getan: Direkt nach der Weiterbildung habe ich erstmal als Assembly Manager gearbeitet.

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Weiterbildungsstipendium

Eine Beförderung, die nur durch den Lehrgang möglich war. Besonders profitiert habe ich sicherlich von dem angeeigneten Wissen in Sachen Mitarbeiterführung, denn mir wurde kurz nach Ende der Weiterbildung ein Team von 60 Mitarbeitern unterstellt. Fünf Jahre später folgte dann der nächste Karriereschritt – ich wechselte als Technical Sales Expert in den Vertrieb.

Neue Aufgabenbereiche nach der Weiterbildung?

Sebastian: Die Haupttätigkeit erfolgt im Büro im Back Office, wo ich mich den ganzen Tag um den Kundenkontakt kümmere. Es war ein kompletter Wechsel – vom Fließband in der Produktion zum Schreibtisch im Vertrieb – eine große Umstellung, kann man sagen. Und im Oktober 2017 habe ich wieder gewechselt.

Interview: Absolventin Raphaela

Ich bin jetzt Project Consultant. Da geht es um die Effizienzsteigerung innerhalb der Firma. Es waren Experten gefragt, die sich in mehreren Bereichen auskennen, ein breites Wissen haben, was die Firma angeht und entsprechend Input geben können. Sechs Mitarbeiter wurden von der Geschäftsführung ausgewählt – einer davon bin ich. Unser CEO hat mich sogar gefragt, ob ich bereit wäre, Vollzeit in dem Bereich zu arbeiten. Selbstverständlich habe ich sofort zugesagt!

Wo siehst Du Dich in 10 Jahren?

Sebastian: In zehn Jahren würde ich gerne eine Abteilung leiten – möglichst bei Linde Hydraulics.

Was ist Dein Antrieb? 

Sebastian: Mich persönlich treibt in erster Linie meine Familie an – meine Kinder, meine Frau. Natürlich ist da auch ein beruflicher Ehrgeiz! Ich möchte schauen, wohin mein Weg mich führt und wo meine Grenzen liegen. Mit der Weiterbildung wurde ein wichtiger Grundstein für meine berufliche Weiterentwicklung gelegt. Das merke ich, weil mir immer öfter anspruchsvolle Aufgaben anvertraut werden.

Hast Du Rückschläge erlebt?

Sebastian: In der Ausbildung hatte ich teilweise schwer zu knabbern. Ich hatte einen Chef, der nicht immer zimperlich mit mir war. Aber ich sehe das heute positiv. Die Erfahrung hat mich angespornt. Ich sagte mir damals: „Ich bleibe nicht stehen, sondern entwickel mich weiter!“ Bei Auseinandersetzungen ist es wichtig, Berufliches und Persönliches strikt voneinander zu trennen.

Herausragende Erfahrungen?

Sebastian: Die Erfahrungen im Bereich Mitarbeiterführung haben mich sehr geprägt. Ich war erst 27 Jahre alt als ich ein Team von 60 Mitarbeitern unter mir hatte. Eines Tages kam ein 55-Jähriger zu mir, der einige Schicksalsschläge hinter sich hatte und sehr emotional wurde. Ich hörte ihm einfach nur zu. Zuhause fragte ich mich, ob ich richtig gehandelt hatte – vielleicht hätte ich mehr oder auch weniger auf ihn eingehen sollen? Personalführung ist eine Gratwanderung. Im Nachhinein meinte er es hätte ihm gut getan, mit mir zu reden. Schön, ein solches Feedback zu bekommen. Ich mag es, mit Menschen in Kontakt zu treten, sie kennenzulernen und bin froh, wenn ich ihnen weiterhelfen kann.

Was brauchen Berufsanfänger?

Sebastian: Selbstdisziplin gehört zu den Basics. Berufsanfänger können klar punkten, wenn sie genau wissen, wohin sie möchten und sich selbst einschätzen können. Wichtig ist, dass man ein realistisches Bild von sich hat, das Fremdbild mit dem Eigenbild abgleicht und Feedback einholt. Manche Leute überschätzen sich, andere unterschätzen sich ein wenig. Unaufgefordert gebe ich zwar kein Feedback, aber, wenn mich jemand fragt, gebe ich gerne meine Einschätzung. Ab und an berate ich zudem Kollegen, die sich für höhere Positionen bewerben möchten.

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Welche Fähigkeiten möchtest Du Dir noch aneignen? 

Sebastian: Meine Computer-Kenntnisse möchte ich ausbauen. Im Bereich Excel und Powerpoint würde ich gerne noch fitter werden. Vieles schaue ich mir bei jüngeren Kollegen ab. Bei uns lernt jeder von jedem!

Allround Paket IHK

Die IHK Würzburg-Schweinfurt bietet eine große Palette von Weiterbildungsmaßnahmen an. Ob IT, Gastronomie, Marketing, Sprachen, ob für Azubis, Ausbilder oder Führungskräfte – bei dieser Auswahl findet jeder die passende Chance für die berufliche Zukunft. Also Karrieresprung planen und sich auf der Homepage der IHK informieren!

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