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Die Fähigkeit, Wissen weiterzugeben: Interview mit Udo

Egal, ob direkt oder über Umwege, Hauptsache man geht seinen Weg. Udo Döben ist gelernter Schreiner. Seit 13 Jahren arbeitet er bei dem Hersteller von Fußbodenbelägen „MeisterWerke“. Dort ist er für den Bereich Aus- und Weiterbildung verantwortlich und führt Produkt- und Verkäuferschulungen durch. 2017 hat er den IHK-Lehrgang „Train the Trainer“ mit Bestnote abgeschlossen. Warum er sich für die Weiterbildung bei der IHK Würzburg-Schweinfurt entschieden hat, verrät Udo im Interview.

Warum hat Dich der Lehrgang angesprochen?

Udo: Es war schon länger geplant, dass ich mich als Referent weiterbilde. Seminare halte ich seit rund drei Jahren. Im Rahmen meiner ehrenamtlichen Tätigkeit habe ich vor vielen Jahren schon einmal ein Didaktik-Seminar besucht. Aber das spezifische Rüstzeug, das man braucht, um Wissen weiterzugeben wollte ich mir aneignen.

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Wir haben uns also gezielt auf die Suche gemacht nach einer geeigneten Schulung. Da die Inhalte sehr passend waren, fiel die Wahl relativ schnell auf den „Train the Trainer“-Kurs in Würzburg.

Was hat Dich zu „Train the Trainer“ bewegt?

Udo: Ein generelles Schlüsselerlebnis für eine Weiterbildung war eigentlich die Insolvenz des Fachhändlers, bei dem ich vorher beschäftigt war. Ich habe mich zwar auch dort innerbetrieblich immer weiterentwickelt, hatte verschiedene Positionen inne und war ganz zufrieden. Aber etwas bequem vielleicht. Die Insolvenz hat dann dazu geführt, dass ich zu mir gesagt habe: “Jetzt gib mal richtig Gas!“ Dann habe ich angefangen, Bewerbungen zu schreiben. Nach kurzer Zeit konnte ich bei MeisterWerke in der Anwendungstechnik einsteigen. Der Anstoß zum „Train the Trainer“ kam dann als ich innerbetrieblich zum Seminarwesen gewechselt bin, um hier mein erarbeitetes Wissen an die Seminarteilnehmer weiterzugeben.

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Welche Inhalte waren besonders relevant?

Udo: Da waren eigentlich alle Inhalte relevant. Einiges kannte ich schon, da ging es vor allem noch um das „Feintuning“. Dann zu erfahren, wie man lernt und warum man lernt, war hilfreich – durch das erworbene Wissen habe ich meine Seminare ziemlich umgestellt. Ich achte heute viel mehr darauf, genug Abwechslung reinzubringen, damit die Teilnehmer aktiv dabei bleiben.

Hat der Lehrgang Deine Erwartungen erfüllt?

Udo: Meine Erwartungen haben sich ganz klar zu 100 Prozent erfüllt. Wir führen die Workshops jetzt erstmalig nur noch in Kleingruppen mit maximal zwölf Teilnehmern durch. Das haben wir ganz rigoros umgestellt, um besser auf die Teilnehmer eingehen zu können.

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Unsere Broschüre wurde entsprechend überarbeitet und die Anmeldezahlen sprechen dafür, dass wir den Nerv der Zeit getroffen haben mit unserem neuen Seminarprogramm. Für die nächsten Monate sind wir komplett ausgebucht!

Wie gewinnst Du die Aufmerksamkeit der Schulungsteilnehmer?

Udo: Das ergibt sich eigentlich so. Die Persönlichkeit ist sicher wichtig. Und dass man mit den Teilnehmern auf einer Augenhöhe steht. Vor kurzem hatte ich eine Gruppe Handwerker hier. Wenn ich erzähle, dass ich auch Schreiner gelernt habe, dann merke ich, dass die Akzeptanz sofort da ist und man auf einer Ebene steht. Aber auch, wenn es Auszubildende oder Verkäufer sind, dann versuche ich zu motivieren und erkläre, dass das noch nicht die Endstation sein muss. Ich erzähle, welchen Weg ich gegangen bin und sage „Macht etwas aus euch!“ Ich komme glaube ich ganz authentisch rüber – das ist der Schlüssel.

Wie wirkt sich Digitalisierung auf Deinen Beruf aus?

Udo: Bei meiner Tätigkeit als Seminarreferent ist das Thema Digitalisierung kaum relevant. In den Seminaren steht hier die Persönlichkeit der Teilnehmer im Vordergrund. Aber die  Wissensvermittlung geschieht heute neben Flipchart und Pinnwand natürlich auch mit Unterstützung von modernen Präsentation sowie kurzen und informativen Filmen. Die Anmeldungen zu Seminaren finden fast nur noch online statt. Über Facebook und Co. werden Seminare beworben und auch im Nachgang wird darüber berichtet.

Welche Ratschläge gibst Du?

Udo: Aufmerksam sein, lernen, so viel wie möglich mitnehmen, alle Informationen aufsaugen. Was man gelernt hat, das hat man!

Was ist auf dem heutigen Arbeitsmarkt unverzichtbar?

Udo: Es ist heute unverzichtbar, sich auf neue Sachen einlassen zu können. Die Arbeitswelt verändert sich. Deshalb muss man auch an sich selbst arbeiten und sich stetig weiterentwickeln.

Allround Paket IHK

Es ist also nie zu spät um sich Weiterzubilden! Die IHK Würzburg-Schweinfurt bietet eine große Palette von Weiterbildungsmaßnahmen an. Ob IT, Gastronomie, Marketing, Sprachen, ob für Azubis, Ausbilder oder Führungskräfte – bei dieser Auswahl findet jeder die passende Chance für die berufliche Zukunft. Mehr Infos gibt es auf der Homepage der IHK.

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