Fawaz Al Ibrahim, Motaz Alibrahim und Tolga Karabal mit Minsterpräsident Söder. Foto: Bayerische Staatskanzlei/Rolf Poss
Fawaz Al Ibrahim, Motaz Alibrahim und Tolga Karabal mit Minsterpräsident Söder. Foto: Bayerische Staatskanzlei/Rolf Poss

Ministerpräsident Söder ehrt Bayerns Helden

Am gestrigen Mittwoch wurden in München im Rahmen einer Feierstunde wieder die Bayerische Rettungsmedaille an 45 Lebensretter aus ganz Bayern verliehen. Außerdem überreichte Ministerpräsident Markus Söder an 54 Personen die Christophorus-Medaille.

Söder: „Bayern dankt seinen Retterinnen und Rettern für ihren selbstlosen Einsatz in größter Not. Es gehört viel dazu, trotz höchster Gefahr Mitmenschen aus einem reißenden Fluss oder einem verunfallten Auto zu bergen, in einer brennenden Wohnung nach Menschen zu suchen oder sich einem Angreifer entgegen zu stellen. Mit ihrem Mut und ihrer Mitmenschlichkeit sind unsere Lebensretterinnen und Lebensretter ein Vorbild für uns alle. Das gilt besonders für die Kinder und Jugendlichen, deren Einsatz für andere mich besonders beeindruckt.“

Ministerpräsident Markus Söder bei der Feierstunde. Foto: Rolf Poss (Bayerische Staatskanzlei).

Ministerpräsident Markus Söder bei der Feierstunde. Foto: Rolf Poss (Bayerische Staatskanzlei).

Auszeichnungen für Unterfranken

Auch für Unterfranken bzw. Bürger die zum Zeitpunkt ihrer Tat in Unterfranken unterwegs waren, gab es gleich mehrere Auszeichnungen.

Würzburg:

Josef Kuhn bemerkte Rauch in der Nachbarwohnung in Würzburg, trat die Wohnungstür ein, kroch den bereits rauchgefüllten Flur entlang, fand die bewusstlose 82-jährige Bewohnerin und zog sie aus der Wohnung.

Aschaffenburg:

Fawaz Al Ibrahim und Motaz Alibrahim sprangen in Aschaffenburg in den Main und zogen einen um sich schlagenden Verunglückten zu einer Leiter an der Ufermauer. Tolga Karabal wurde angehalten, eilte hinzu und verhinderte ein Abtreiben der Herren, bis ein Taucher der Feuerwehr diese aus dem Wasser ziehen konnte. Er erhält daher eine öffentliche Belobigung und die Christophorus-Medaille.

Fawaz Al Ibrahim, Motaz Alibrahim und Tolga Karabal mit Minsterpräsident Söder. Foto: Bayerische Staatskanzlei/Rolf Poss

Fawaz Al Ibrahim, Motaz Alibrahim und Tolga Karabal mit Minsterpräsident Söder. Foto: Bayerische Staatskanzlei/Rolf Poss

Dirk Rauchmann und Martin Straub aus Bessenbach, Aschaffenburg (Landkreis): Ein zufällig vorbeifahrender Mann bemerkte nachts, wie Rauchschwaden aus einem Wohnhaus in Straßbessenbach aufstiegen, und sah eine ältere Bewohnerin am Fenster des Obergeschosses stehen. Herr Rauchmann und Herr Straub stiegen auf Leitern hinauf und wurden, während sie die Frau nach unten brachten, selbst von den Flammen erfasst und zu Fall gebracht.

Dirk Rauchmann und Martin Straub aus Bessenbach, Aschaffenburg (Landkreis). Foto: Bayerische Staatskanzlei/Rolf Poss

Dirk Rauchmann und Martin Straub aus Bessenbach, Aschaffenburg (Landkreis). Foto: Bayerische Staatskanzlei/Rolf Poss

Schweinfurt:

Timur Dizlek sah an einer Bushaltestelle in Schweinfurt, dass ein Mann mit einem Messer auf eine Frau einstach, eilte hinzu und schrie den Täter an, der daraufhin von seinem Opfer abließ und flüchtete. Der Täter konnte von der Polizei gestellt werden.

Timur Dizlek bei der Verleihung. Foto: Bayerische Staatskanzlei/Rolf Poss

Timur Dizlek bei der Verleihung. Foto: Bayerische Staatskanzlei/Rolf Poss

Udo Gernert befreite eine 19-Jährige, die zwischen Herlheim und Oberspiesheim die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren hatte, aus ihrem PKW. Das Fahrzeug, das kurz darauf Feuer fing und vollständig ausbrannte, hatte sich überschlagen und war auf dem Dach liegengeblieben. Stefanie Gallet und Nicole Peppel hatten zuvor schon vergeblich versucht, Türe und Gurt zu öffnen. Beide erhalten dafür eine öffentliche Belobigung und die Christophorus-Medaille.

Foto: Bayerische Staatskanzlei/Rolf Poss

Nicole Peppel und Udo Gernert bei der Verleihung. Foto: Bayerische Staatskanzlei/Rolf Poss

Herr Ahlborn bemerkte am Mainufer in Schweinfurt eine ältere Frau, die in Richtung Flussmitte davon trieb. Herr
Ahlborn sprang sofort in das eiskalte Wasser mit gefährlicher Strömung und zog die Frau ans Ufer.

Vorschläge möglich

Die „Bayerische Rettungsmedaille„, die seit 1. November 1952 verliehen wird, erhält, wer zur Abwendung von Lebensgefahr für Menschen oder zur Rettung eines Menschen aus Lebensgefahr sein eigenes Leben einsetzt.

Seit 1. Januar 1984 wird die „Christophorus-Medaille“ für Rettungstaten, die ohne unmittelbare Lebensgefahr aber unter besonders schwierigen Umständen für den Retter ausgeführt worden sind, verliehen. Entsprechende Auszeichnungsvorschläge können bei jeder Bezirksregierung, in deren Bereich die Rettungstat stattgefunden hat, formlos eingereicht werden.

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