Laurel oder Yanny? Foto: Dominik Ziegler
Laurel oder Yanny? Foto: Dominik Ziegler

Laurel oder Yanny: Was hörst du?

Jeder hat sie gehört, die Sprachaufnahme eines simplen amerikanischen Vornamens. Der US-Präsident, quasi jeder Influencer in den Sozialen Medien und bestimmt auch Du und viele Schweinfurter. Aber spricht die Stimme nun von Laurel oder Yanny? Prinzipiell von beidem ohne dabei zu tief ins Detail gehen zu wollen.

Siri, sag mal Laurel

Die Stimme stammt aus Sprachsynthese, sprich aus einer Software die versucht die menschliche Stimme künstlich zu erzeugen. Ob am Audiomaterial weitere Veränderungen vorgenommen wurden lässt sich nicht feststellen, was aber zu erkennen ist, es liegen zwei unterschiedliche Aussagen in unterschiedlichen Frequenzen. Dabei ist es wichtig zu wissen in welchen Frequenzbereichen sich Stimmen bewegen, was wir hören und was überhaupt eine Frequenz ist. Unsere Stimmbänder schwingen mit einer gewissen Geschwindigkeit und Anzahl an Wiederholungen pro Sekunden. Der Grundton des Menschen liegt je nach Geschlecht zwischen 150 und 250 Hertz (Hz), also Schwingungen pro Sekunde. Normale Sprache bewegt sich dabei in einem Bereich bis 3.000 Hz, Gesang oft noch weiter „oben“.

Ohren wie ein Luchs

In diesem Ausschnitt hört ihr erst die normale Aufnahme, danach nur die Frequenzen über 2.000 Herz, anschließend nur die darunter. Bei ersterem ist es wahrscheinlicher dass ihr Yanny heraushört, bei letzterem ist Laurel noch klarer zu verstehen.

 

Es gibt also kein richtig oder falsch. Jüngere Menschen hören hohe Frequenzen einfach besser, oft hören sie Töne aus Smartphone-Lautsprechern die tiefere Frequenzen schlechter oder nicht wiedergeben können. Also, raus mit der Sprache, was hörst Du?

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