Symbolfoto: Pascal Höfig
Symbolfoto: Pascal Höfig

In Militärkleidung und bewaffnet ums Haus geschlichen: 33-Jähriger in Bezirkskrankenhaus eingewiesen

Am Sonntag ist die Bewohnerin eines Einfamilienhauses in Grafenrheinfeld (Lkr. Schweinfurt) auf drei Personen in Militärkleidung aufmerksam geworden, welche um ihr Haus geschlichen sind. Bei der Durchsuchung der Personen konnten mehrere Waffen aufgefunden werden. Ein offenbar psychisch belasteter 33-Jähriger aus der Gruppe befindet sich nun in einem Bezirkskrankenhaus.

Verwirrte Antworten

Etwa gegen 07:40 Uhr am Sonntagmorgen wurde die Bewohnerin eines Einfamilienhauses im Röthleiner Weg auf mehrere Personen in Militärkleidung aufmerksam, die um ihr Haus schlichen. Als sie einen 33-Jährigen aus der Gruppe angesprochen hat, gab dieser nur zusammenhanglose Äußerungen von sich und machte einen psychisch belasteten Eindruck. In der Folge verständige die Frau die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken.

Mehrere Waffen aufgefunden

Die Personengruppe konnte durch mehrere Streifen der Polizeiinspektion Schweinfurt unweit des Wohnhauses angetroffen werden. Bei der folgenden Durchsuchung wurden bei dem 33-Jährigen, der dem Eindruck nach deutlich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand, mehrere Waffen sowie gefährliche Gegenstände aufgefunden. So führte der Mann neben einer Machete eine Schreckschusspistole, ein Taschenmesser und zwei Skalpelle mit sich.

Fenster aus dem Rahmen gerissen

Der 33-Jährige wurde daraufhin zunächst zur Dienststelle der Polizeiinspektion Schweinfurt gebracht. Dort ging er auf ein gekipptes Fenster zu und riss dieses aus dem Rahmen. Durch das herabfallende Fenster wurde er leicht am Bein verletzt.

Auf Anordnung durch die Staatsanwaltschaft Schweinfurt kam es in der Folge auch zur Durchsuchung der Wohnung des Mannes. Dort konnten neben geringen Mengen Marihuana und Amphetamin auch mehrere Waffen und gefährliche Gegenstände aufgefunden werden. Auf Grund der psychischen Verfassung des 33-Jährigen erfolgte die Sicherstellung der zum Teil nicht erlaubnispflichtigen Waffen.

In Bezirkskrankenhaus eingewiesen

Nach Abschluss aller Maßnahmen wurde der offenbar psychisch Belastete in ein Bezirkskrankenhaus eingewiesen. Zudem erwartet ihn ein Ermittlungsverfahren nach dem Betäubungsmittelgesetz sowie dem Waffengesetz und Sachbeschädigung.

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