Baggersee am Schweinfurter Kreuz. Foto: Dirk Flieger
Baggersee am Schweinfurter Kreuz. Foto: Dirk Flieger

Sperrung Baggersee: Präventionsmaßnahme der Stadt

Die Nachricht, dass der Schweinfurter Baggersee auch dieses Jahr im Juli wieder eine Woche gesperrt wird aufgrund Verwüstungen nach Schulabschlussfeiern im Jahr 2000, wurde in der Schweinfurt City-Community rege diskutiert. Die Maßnahme ist teilweise auf Unverständnis gestoßen, da die Vorkommnisse schon einige Jahre zurückliegen.

„Grobe Beleidigung“

„Die pauschale Unterstellung, alle Schüler würden bei ihren Feiern – die sie ja seit geraumer Zeit überhaupt nicht mehr veranstalten – ein einziges Chaos hinterlassen, ist eine m. E. ziemlich grobe Beleidigung und fußt auf nichts anderem als Mutmaßungen gemäß dem Motto „Die Jugend heutzutage“ und Erfahrungen, die vor mehr als einem Jahrzehnt gemacht wurden“, konnte man untere dem Beitrag lesen.

Wir haben daraufhin bei der Stadt Schweinfurt angefragt, warum denn der Baggersee generell jedes Jahr im Juli gesperrt wird, wann die letzten Vorkommnisse in Form von Verwüstungen zu Buche schlagen und wann das letzte Mal Gespräche mit den Schulen statt gefunden haben.

„Hier geht es um Prävention“

Laut einer Sprecherin der Stadt Schweinfurt war das letzte Vorkommnis im Jahr vor der ersten Nachtsperre. „Hier geht es aber nicht darum, nachfolgende Schülergenerationen für frühere Schäden verantwortlich zu machen bzw. darunter leiden zu lassen. Hier geht es um Prävention“, heißt es.

Das Hauptproblem bei solchen Veranstaltungen sei Bruchglas (zersplitterte Bierflaschen, etc.). Glasscherben im Gras müssten per Hand aussortiert werden. Bis zur Kontrolle und Reinigung der Liegewiesen und des Uferbereichs müsste der Baggersee dann aus Sicherheitsgründen komplett gesperrt werden. „Er stünde dann für seinen eigentlichen Zweck nicht mehr zur Verfügung, was der Allgemeinheit kaum zu vermitteln wäre. Heißt also, hier geht es nicht um die Schäden, die in der Vergangenheit eingetreten sind, sondern um die zu befürchtenden Auswirkungen“, heißt es seitens der Stadt.

Schulen nicht interessiert

Es gab auch laut Sprecherin der Stadt immer wieder Gespräche mit den Schulen. Im vergangenen Jahr sei sogar direkt seitens der Stadt Schweinfurt angefragt worden, ob die SMVen der Schweinfurter Schulen eine Veranstaltung organisieren möchten, woran allerdings kein Interesse bestand. „Wäre die Schülerschaft bereit, eine Veranstaltung zu organisieren und als Veranstalter dafür zu sorgen, dass kein Glas zur Verwendung kommt, wäre die Öffnung für eine solche Veranstaltung möglich“, so die Stadt.

20. bis 27. Juli gesperrt

Der See ist von Freitag, 20. Juli bis einschließlich Freitag, 27. Juli, jeweils 21:00 bis 07:00 Uhr für die allgemeine Benutzung gesperrt. Außerhalb dieser Zeiten kann natürlich nach wie vor am Baggersee gebadet werden.

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