Das Motto der Stadt Schweinfurt: "Wir sind die LGS" Foto: Stadt Schweinfurt
Das Motto der Stadt Schweinfurt für die Landesgartenschau 2026: "Wir sind die LGS" Foto: Stadt Schweinfurt

Landesgartenschau 2026: Eine Chance für Schweinfurt

Anfang August hat Schweinfurt den Zuschlag für die Ausrichtung der Landesgartenschau (LGS) 2026 bekommen. Eine große Chance für unsere Stadt, denn damit eröffnet sich ein vielfältiges Entwicklungspotential auf unterschiedlichen Ebenen. Zahlreiche Projekte können realisiert werden, die sonst so nicht möglich gewesen wären. Nicht zuletzt, weil mit der Ausrichtung einer Landesgartenschau ein Vorrang bei der Berücksichtigung von Fördergeldern besteht. Durch das feststehende Eröffnungsdatum werden viele Projekte zielgerichtet angegangen und umgesetzt. Insgesamt überwiegen klar die Vorteile, die die LGS den Schweinfurtern bringt.

Die Bürger profitieren

Die Landesgartenschau schafft bleibende Werte. Ein neuer Bürgerpark im Westen der Stadt wird über Generationen für alle Menschen in Schweinfurt zur Verfügung stehen. Neue Grünflächen im Konversionsgebiet Kessler Field bilden den Rahmen für individuelles und experimentelles Wohnen. Ruhezonen und Treffpunkte, Spielplätze und Sportanlagen werden dauerhaft neu geschaffen. Die LGS löst drängende Aufgaben in der Neunutzung der militärischen Konversionsflächen, die ohnehin auf die Stadt Schweinfurt zukommen. Zudem können Fördergelder genutzt werden, die ohne eine LGS nicht erschließbar wären. Die Erfahrungen aus bisher 30 durchgeführten Landesgartenschauen zeigen, dass die Bürger anschließend nicht mehr auf die neu geschaffenen Grünanlagen verzichten möchten.

Konzept zur langfristigen Nutzung des Geländes. Grafik: Stadt Schweinfurt

Konzept zur langfristigen Nutzung des Geländes. Grafik: Stadt Schweinfurt

„Wir sind Landesgartenschau“

Die Landesgartenschau wird das Image der Stadt aufwerten, die Lebensqualität erhöhen und Touristen nach Schweinfurt locken. Kritiker übersehen, dass auch sie diejenigen sind, die profitieren. „Wir sind Landesgartenschau“, ist das Motto der Stadt Schweinfurt. „Wir“, das sind die Bürger der Stadt, Hoteliers, Einzelhändler, Gastronomen, Vereine und Verkehrsbetriebe. Sie alle sind Nutznießer der Ausstellung und der Zeit danach  – und das langfristig. Als gute Gastgeber werden die Schweinfurterinnen und Schweinfurter das Ausstellungsjahr nutzen, um die Stadt, den Landkreis und die Region in den Fokus zu stellen, Menschen zusammenbringen und begeistern. Ehrenamtliche und Vereine werden vielfältige Möglichkeiten erhalten, sich in die LGS 2026 einzubringen.

Aufwertung der Innenstadt

Während des LGS-Jahres wird die Innenstadt belebt durch kulturelle Angebote und Veranstaltungen. Schweinfurter Gastronomen und Gewerbetreibende haben im Ausstellungsjahr die Möglichkeit, sich und ihre Leistungen einem größeren Kundenkreis zu präsentieren. Das Ausstellungsjahr gibt außerdem Anlass, alternative Mobilitätskonzepte wie Elektroräder oder -Busse einzuführen, die den Bürgern auch nach der LGS zu Verfügung stehen. Für die Aufwertung der Mainlände und der Gutermannpromenade können außerdem Zuschüsse beantragt werden, die vor allem aufgrund der Landesgartenschau genehmigt werden. Darüber hinaus wird die Innenstadt über sogenannte Trittsteine mit dem Ausstellungsgelände verbunden.

Was kostet die LGS?

Das Investitionsvolumen beträgt laut der vom Stadtrat beschlossen Bewerbung rund 12 Millionen Euro. Der Zuschuss des Freistaates Bayern hierzu beträgt 5 Mio. Euro. Für die Ausrichtung im Jahr 2026 beträgt das Gesamtvolumen ebenfalls  rund 12 Millionen Euro. Die Schau selbst wird vor allem über die Eintrittspreise, Sponsoring und Lizenzen finanziert. Fünf Millionen Euro würde die sowieso bisher geplante und vom Stadtrat beschlossene Entwicklung des Ledward-Geländes mit eine Parkanlage kosten. Dem gegenüber stehen deutliche Vorteile, die ohne eine LGS nicht zu erreichen wären – vielfältige Möglichkeiten der nachhaltigen Stadtentwicklung, zusätzliche Fördergelder und eine großartige Veranstaltung.

Lageplan der LGS 2026. Grafik: Stadt Schweinfurt

Lageplan der LGS 2026. Grafik: Stadt Schweinfurt

So nachhaltig ist die LGS

Die Landesgartenschau mag nur einen Sommer dauern, die Schweinfurter aber, können den neu entstehenden Bürgerpark auch darüber hinaus nutzen. Als Treffpunkt für alle wird er zum grünen Erscheinungsbild der Stadt beitragen. Das Parkgelände bietet einen Entspannungsort für Studenten vom nahe gelegenen Campus, Spielplätze für Kinder und Ruhezonen sowie Rückzugsräume für alle.Für die Gestaltung des Parks wird über einen Planungswettbewerb die bestmögliche Lösung gesucht. Sie könnte ähnlich der, von den Bürgern sehr gut angenommenen, Wehranlagen südlich des Mains aussehen. Die bereits bestehenden großen Bäume werden in den neuen Park integriert. Gemeinsam mit der Carus-Allee, die als nationales Projekt des Städtebaus bereits in Planung ist, wird der Park eine Strahlkraft entwickeln, die sich auf die gesamte Stadt und ihre Bürgerinnen, Bürger und Gäste auswirken wird.

Verbesserung des Stadtklimas

Ziel der Landesgartenschau ist es, städtische Räume zukunftsfähig und ökologisch nachhaltig zu gestalten. Im Vergleich zu einem Wald erfüllen Parkanlagen die gleichen Bedingungen zu Wasser- und Bodenschutz, bieten aber zusätzlich mehr Tierarten Lebensraum. Durch den Wechsel offener und bepflanzter Flächen, Hecken und Wiesen entsteht ein vielfältiges Ökosystem.

Fläche zu klein für einen Wald

Die Fläche des Geländes beträgt rund neuneinhalb Hektar. Ein Wald braucht jedoch Waldrandstreifen, die ebenso wie Stromleitungstrassen von der Gesamtfläche abgezogen werden müssen. Damit verbleibt eine vergleichsweise sehr geringe Nutzungsfläche Fläche von sieben Hektar – andere Stadtwälder bedecken eine Fläche von mehreren hundert Hektar. Durch einen isolierten Wald würde der Baumbestand außerdem eher eine Barrierewirkung erzielen, denn als verbindendes Element innerhalb der Stadt wirken und kaum bis gar nicht als Rückzugsort für Tiere dienen können. Gerade die Vielfalt von offenen und bepflanzten Flächen in einem Park mit unterschiedlich verteilten Bäumen erzeugt die größte Wirkung für das Wohlbefinden der Menschen. Den eigentlichen Stadtwald für Schweinfurt gibt es schon. Direkt im Anschluss an den Wildpark laden 180 Hektar Wald zum Spazierengehen, Joggen und Radfahren ein.

Bürgerbeteiligung

Für die konkrete Planung auf dem Ausstellungsgelände wird ein landschaftsplanerischer Architektenwettbewerb ausgelobt. Bürgerforen und Bürgerwerkstätten werden im Vorfeld dieses Wettbewerbs stattfinden, um die Landesgartenschau 2026 gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern zu planen und abzustimmen. So können die Stadtbewohner selbst dafür sorgen, dass die LGS 2026 zur individuellen Landesgartenschau für Schweinfurt wird.

Bürgerversammlungen zum Thema

Am 2. Oktober im Rathaus und am 4. Oktober in der Kerschensteiner Schule können alle interessierten Bürger auf Bürgerversammlungen ihre Fragen zum Thema LGS stellen, Wünsche äußern und Feedback geben. Die Stadt Schweinfurt ist außerdem auf der Unterfrankenschau (Ufra) in Halle 1 am Stand 105 zu finden. Weitere Infos zur Landesgartenschau 2026 gibt es auch auf der Webseite der Stadt.

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