Galeria Kaufhof. Foto: Pascal Höfig
Galeria Kaufhof. Foto: Pascal Höfig

Zusammenschluss Galeria Kaufhof und Karstadt – wie geht es weiter?

Die Galeria Kaufhof GmbH und die Karstadt Warenhaus GmbH, zwei traditionsreiche Namen des deutschen Einzelhandels, schließen sich zu einem Unternehmen zusammen. Strategisches Ziel ist es, das Einzelhandelsgeschäft zukunftsfähig zu machen und im digitalen Zeitalter einen der führenden Omnichannel-Anbieter entstehen zu lassen, so die Pressemitteilung zur Fusion. Von effizienteren Prozessen, einem noch breiteren Warenangebot und neuen Formaten im stationären Einzelhandel bis hin zu leistungsfähigen Online-Plattformen biete der Zusammenschluss zahlreiche Chancen.

„Fusion unter Gleichen“

Zum neuen gemeinsamen Unternehmen von SIGNA und HBC gehören die Galeria Kaufhof GmbH, die Karstadt Warenhaus GmbH, das gesamte Einzelhandelsgeschäft von HBC Europe (Saks OFF 5TH, Galeria Inno in Belgien, Hudson‘s Bay in den Niederlanden) sowie auch Karstadt Sports und der gesamte Lebensmittel- und Gastronomiebe- reich beider Unternehmen (Dinea, Galeria Gourmet, Karstadt Feinkost, Le Buffet). Es verfügt über 243 etablierte Standorte in Innenstadtlagen Europas und beschäftigt ins- gesamt 32.000 Mitarbeiter. SIGNA Retail wird 50,01 Prozent der Anteile an der Holdinggesellschaft halten und HBC 49,99 Prozent.  Zudem würden laut Pressemitteilung die E-Commerce-Plattformen der Händler zusammengeführt. Diese kombinierte Online-Präsenz biete eine starke Plattform für zukünftiges Wachstum im E-Commerce-Segment.

Auswirkungen auf Filialen und Mitarbeiter abzuwarten

Laut diversen Medienberichten soll die Fusion Karstadt und Kaufhof im Zeitalter von Amazon & Co. Geld einsparen, beiden hätte der Online-Handel zugesetzt. Die FAZ berichtet von möglichen Filialschließungen an Standorten, wo beide Händler nahe nebeneinander liegende Läden betreiben. Unruhe herrsche laut der Tageszeitung auch in der Belegschaft, da die Auswirkungen auf die Mitarbeiter noch nicht bekannt seien.

Auf Anfrage an Galeria Kaufhof unserer Redaktion in Bezugnahme auf mögliche Auswirkungen am Standort Schweinfurt erhielten wir folgende Antwort: „Wir bitten um Verständnis, dass wir Ihnen über die veröffentlichte Pressemitteilung hinaus derzeit keine weiteren Informationen zukommen lassen können.“

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