Jungautorin Anika Landsteiner. Foto: Maximilian Heinrich
Jungautorin Anika Landsteiner. Foto: Maximilian Heinrich

Romandebüt von unterfränkischer Jungautorin

Bereits im letzten Jahr haben wir über Anika Landsteiner, gebürtig aus Sulzthal im Landkreis Bad Kissingen, und ihren Reiseblog berichtet. Jetzt hat Anika ihren ersten Roman heraus gebracht und liest daraus am Montag, 8. Oktober in der Schweinfurter Buchhandlung Vogel vor.

Reisen großes Thema

Anika lebt mittlerweile in München und legt mit „Mein italienischer Vater“ jetzt ihren ersten Roman vor. Wie in ihrem Reiseblog anidenkt.de spielt auch hier das Unterwegssein eine zentrale Rolle: „In meinem Buch geht es um die innere und äußere Reise oder anders gesagt: um die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit und um Selbstreflexion“, sagt die reiseerfahrene Autorin. Der raue Winter Süditaliens gibt dem Roman seine besondere Atmosphäre und bildet den Hintergrund, vor dem eine komplizierte Familiengeschichte ihren überraschenden Verlauf nimmt.

Winter in Süditalien

Es ist Winter in Süditalien. Doch das spielt für Laura (29) keine Rolle, als sie nach einer großen persönlichen Enttäuschung und dem plötzlichen Tod ihrer Mutter aufbricht, um in Apulien ihren Vater zu suchen, zu dem sie bisher nur unregelmäßig Kontakt hatte. Nach Urlaub steht ihr ohnehin nicht der Sinn, sie sucht nach einem neuen Ankerpunkt in ihrem Leben. Allerdings hat sich Laura wenige Gedanken darüber gemacht, was nach ihrer Ankunft passieren könnte. Und das stellt sich bald als Problem heraus. Denn ihr Vater Emilio sitzt im Rollstuhl, an seiner Seite Gianna, die ihn immer schon geliebt hat, ihn nun bemuttert und die plötzlich aufgetauchte Tochter als mögliche Konkurrenz sieht. Doch je mehr Laura in den Kosmos des apulischen Dörfchens eintaucht, je mehr sie um das Verhältnis zu ihrem Vater kämpft, desto mehr lernt sie über das Leben und damit letztlich über sich selbst.

Faszination Familiengeschichten

Anika Landsteiner sagt zu ihrem Debütroman: „Ich finde es immer unglaublich spannend, Familiengeschichten unter die Lupe zu nehmen. Treffen unterschiedliche Menschen aufeinander, ergibt sich plötzlich Sinn, wo oberflächlich gesehen zunächst kein Sinn zu erkennen war. Kulturunterschiede machen die Interaktion in Familien noch unvorhersehbarer und damit noch spannender. Der Roman spiegelt meine Faszination für solche Konstellationen wider, die ich auf meinen Reisen immer wieder angetroffen habe.“

Über Anika

Anika Landsteiner, geboren 1987, absolvierte eine Ausbildung zur Schauspielerin mit Bühnenreife, bevor sie sich dem Schreiben zuwandte. Zwei Jahre lang leitete sie die Print- und Onlineredaktion des Magazins MUCBOOK, mittlerweile schreibt sie für verschiedene Zeitschriften, moderiert ihren Podcast „ÜberFrauen“ und führt den mit dem ISARNETZ-Blogaward ausgezeichneten Reiseblog „anidenkt.de“.Ihr erstes Sachbuch „Gehen, um zu bleiben“ erschien 2017.

Lesung am 8. Oktober

Die Lesung am 8. Oktober 2018 findet ab 19 Uhr in der Buchhandlung Vogel am Roßmarkt statt. Tickets gibt es im Vorverkauf für 8 und an der Abendkasse für 10 Euro.

Artikel beruht auf Informationen von DIANA Verlag.

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