SPD-Kandidatin für die Landtagswahl 2018 - Kathi Petersen. Foto: SPD Schweinfurt
SPD-Kandidatin für die Landtagswahl 2018 - Kathi Petersen. Foto: SPD Schweinfurt

SPD-Kandidatin Kathi Petersen im Interview

Die Landtagswahl steht direkt vor der Tür. Am 14. Oktober ist es soweit! Wer jetzt noch nicht weiß, wo er sein Kreuzchen setzen soll, dem hilft vielleicht folgendes Interview bei der Entscheidungsfindung. Kathi Petersen, die Kandidatin der SPD-Schweinfurt stellte sich fünf kritischen Fragen zur Zukunft des Freistaats Bayern.

Schweinfurt City: Wie möchten Sie unser Bildungssystem ändern und vor allem verbessern?

Kathi Petersen: Um die Qualität unseres Bildungssystems zu verbessern, benötigen wir mehr Lehrkräfte an unseren Schulen, deren Verträge zudem nicht befristet sind. Des Weiteren brauchen wir eine allgemeine Regelschule in der alle Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden. So diskriminieren wir keine Kinder hinsichtlich ihrer Fähigkeiten und geben allen dieselbe Chance, soziale Kontakte zu knüpfen.

Ein weiterer Punkt, der uns am Herzen liegt, ist die finanzielle Unterstützung der Erwachsenenbildung durch den Freistaat. Den ersten wichtigen Schritt habe ich zusammen mit meinen Kolleginnen und Kollegen bereits mit dem Erwachsenenbildungsförderungsgesetz fraktionsübergreifend durchgesetzt.

SC: Das Thema Pflege wird in unserer Gesellschaft viel diskutiert. Welche Maßnahmen wollen Sie durchführen, um die Sorgen der Bürger zu entkräften?

Kathi Petersen: Wir brauchen im Freistaat mehr Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte, um den großen Bedarf zu erfüllen und eine hohe Qualität der gesundheitlichen Betreuung zu gewährleisten. Ein Punkt, auf den ein größerer Fokus gelegt werden muss, ist eine zwischenmenschliche Betreuung. Deshalb wollen wir für menschlichere Krankenhäuser durch bessere Personalschlüssel sorgen, damit genug Zeit ist, auf die Patienten und Menschen einzugehen.

An dem SPD-Entwurf des neuen Krankenhausgesetzes, der neben höheren staatlichen Investitionen und Personalmindestzahlen für Pflegekräfte und Hebammen auch eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen für das Krankenhauspersonal vorsieht, war ich maßgeblich beteiligt.

SC: Wie möchten Sie für eine gerechtere Wirtschaftspolitik sorgen?

Kathi Petersen: Soziale Gerechtigkeit ist auch in Bayern noch keine Realität. Eine gerechtere Wirtschaftspolitik kann durch den Freistaat zum Beispiel dadurch gefördert werden, indem bei der Vergabe öffentlicher Aufträge auf soziale und ökologische Mindeststandards geachtet wird. Durch eine gerechtere Wirtschaftspolitik werden Fluchtursachen bekämpft, indem Menschen eine Lebensperspektive in ihrem Heimatland eröffnet wird. Denn wer die Möglichkeit hat, sich dort eine Existenz aufzubauen, der macht sich nicht auf den lebensgefährlichen Weg nach Europa.

SC: Welche Schritte sind Ihrer Meinung nach am Arbeitsmarkt dringend notwendig?

Kathi Petersen: Wir setzen uns für gute Löhne und Renten sowie einen fairen Mindestlohn ein. Hierbei ist die Tarifbindung wichtig, sodass Menschen für ihre Arbeit gut bezahlt werden. Daher ist ein Tariftreuegesetz notwendig. Ohne gute Löhne kann es naturgemäß keine gute Rente geben und ohne gute Rente steigt die Altersarmut an. Hierzu gehört auch die Einhaltung des Mindestlohns und die konsequente Ahndung gegen Verstöße.

Ganz wichtig für uns ist auch die Bekämpfung der Kinderarmut. Hierfür ist eine Kindergrundsicherung wichtig! Zudem sollten kinderbezogene Leistungen nicht mehr auf Sozialleistungen wie Hartz IV angerechnet werden.

SC: Welcher Punkt liegt Ihnen noch besonders am Herzen, was bei der Zukunftsgestaltung des Freistaats unbedingt beachtet werden sollte?

Kathi Petersen: Mir ist sehr wichtig, dass wir den Rechtsextremismus in ganz Deutschland, aber auch in Bayern, bekämpfen. Wir sind im Jahr 2018 und im Zeitalter der Globalisierung sollte und darf die Herkunft von Menschen kein Grund für Hass und Gewalt sein. Wir sehen noch viel zu häufig, dass Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe oder ihres Ursprungs ausgegrenzt und bedroht werden. Dagegen müssen wir vorgehen!


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