Kinder- und Jugendtreff "Die Scheibe" am Bergl. Foto: Dirk Flieger
Kinder- und Jugendtreff "Die Scheibe" am Bergl. Foto: Dirk Flieger

Bald kein Kinder- und Jugendtreff mehr am Bergl?

Im Stadtteil Bergl soll der Kindertreff „Die Scheibe“ in der Hermann-Barthel-Straße zum 31.12.2018 einer Erweiterung des Norma-Marktes weichen, so die Stadtratsfraktion der SPD in einer Pressemitteilung. Mit der Schließung würden den Kindern und Jugendlichen die bisherigen Möglichkeiten eines Treffpunktes also nicht mehr zur Verfügung stehen. Deshalb stellt die SPD nun einen Antrag an den Oberbürgermeister, mit dem Inhalt, dass sich die Stadt dringend für einen Ersatz eines Treffpunktes für Kinder und Jugendliche des Stadtteils Bergl einsetzen sollte.

Bis Schulanfang 2019/20 sollte mit der Bereitstellung der neuen Räumlichkeiten zu rechnen sein, so die SPD in ihrem Antrag, im Haushalt 2019 sollten für die Planung und Durchführung 2 Millionen Euro eingestellt werden.

Keine ausgewogene Bevölkerungsstruktur

Der Stadtteil Bergl ist der größte Stadtteil in Schweinfurt, mit Wohnraum für etwa 10.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Von der Bevölkerungszahl vergleichbar mit dem Bergl sind Kleinstädte wie Karlstadt, Haßfurt oder Kitzingen, deren Kernstädte oftmals kleiner sind als dieser Stadtteil.

Gewichtiger Unterschied: Die meisten dieser Kleinstädte verfügen über eine ausgewogene Bevölkerungsstruktur, was man vom Bergl nicht behaupten kann, so die SPD in ihrer Begründung. Die Migrationsquote sei hoch (etwa 45% Doppelstaatler und Ausländer), der Anteil von ALG-2- Empfängern bei den unter 14-Jährigen sei überdurchschnittlich hoch (über 26%), heißt es im Wortlaut.

40 Kinder täglich

Den Kindertreff „Die Scheibe“ besuchen laut SPD bis zu 40 Kinder täglich. Bei den Eltern-Kind-Angeboten „Anne Kaffeekanne“ und dem Kleinkindtreff dienstags platze die Einrichtung mittlerweile aus allen Nähten, was bei der Größe der zur Verfügung stehenden Räume grenzwertig viel sei. Das Café Morrison frequentieren über die Woche verteilt etwa 60 – 70 verschiedene Jugendliche, maximal derzeit etwa 30 – 40 Jugendliche am Tag, so die SPD in ihrer Begründung.

„Es ist wichtig, dass die gute und erfolgreiche Arbeit des Jugendtreffs fortgeführt werden kann. Auf keinen Fall dürfen Einschränkungen wegen fehlender finanzieller Mittel gemacht werden. Da die von der Verwaltung bisher veranschlagten Mittel für einen gut auszustattenden und einzurichtenden Kindertreff sehr knapp kalkuliert sind, beantragen wir eine Erhöhung der im Haushalt einzustellenden Mittel“, so die Stadtratsfraktion der SPD.

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