Symbolfoto Arzt. Foto: Pascal Höfig
Symbolfoto Arzt. Foto: Pascal Höfig

Engpässe bei Grippeimpfstoffen in Unterfranken

Die aktuell frostigen Temperaturen in Schweinfurt und der Region sorgen nicht nur für kalte Füße, sondern auch für ein geschwächtes Immunsystem. Gefühlt wie ein Lauffeuer verbreiten sich Erkältungen und Grippen. Wer sich jetzt noch gegen Grippe impfen lassen möchte, wird es jedoch schwer haben, denn in fast ganz Unterfranken wird der Impfstoff für die Grippeschutzimpfung knapp, das geht aus einem Bericht des Bayerischen Rundfunk hervor.

Besonders Würzburg und der Landkreis Kitzingen hätten kaum Vorräte dieses Impfstoffes. In und um Aschaffenburg gebe es dieses Problem noch nicht. In einem Interview mit dem BR berichtet Christiane Müller, Mitglied des Apothekerverbandes in Bayern, dass deutschlandweit keine einzige Apotheke mehr diesen Impfstoff bestellen und kein Großhändler noch liefern könne.

Ebenfalls Engpässe bei Tetra-Impfstoffe

Laut BR sei 2018 das erste Jahr, dass gesetzliche Krankenkassen Tetra-Impfungen übernehmen. Die Vierfache Grippeimpfung sei aber jetzt schon nicht mehr verfügbar. Von den weniger umfangreichen Bi- und Tri-Impfungen sei noch ausreichend vorhanden. Das Paul-Ehrlich-Institut, deutsches Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel behauptet gegenüber dem BR, dass man bereits von einer Impfstoffknappheit sprechen könne. Angeblich seien dieses Jahr eine Millionen Dosen Impfstoff zusätzlich hergestellt worden. Somit wären knapp 16 Millionen Grippeimpfung verfügbar.

Die Sprecherin des Paul-Ehrlich-Institut sei der Meinung, dass die aktuelle Knappheit eine Verteilungsfrage sei. Genug Impfstoffe wären vorhanden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn habe deswegen ein entsprechendes Gesetz gelockert, das es nun zulasse, dass Apotheken untereinander Impfstoffe austauschen dürfen, so der BR. Gleichzeitig werde Spahn sich dem Paragraphen 79.5 des Arzneimittelgesetzes bedienen, dass einen Austausch von Impfstoff EU-Intern zulasse.

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