Franziska Storz und Tilmann Schoeberl freuen sich auf eine lebhafte und kontroverse Diskussion mit allen Bürgerinnen und Bürgern. Foto: BR Fernsehen
Franziska Storz und Tilmann Schoeberl freuen sich auf eine lebhafte und kontroverse Diskussion mit allen Bürgerinnen und Bürgern. Foto: BR Fernsehen

BR in Schweinfurt: „Jetzt red i“ über Angst vor Altersarmut

Ein Leben lang gearbeitet, immer in die Sozialkassen eingezahlt und trotzdem reicht es im Alter kaum zum Leben. Diese Sorge treibt immer mehr Menschen um – trotz niedriger Arbeitslosigkeit und jahrelangem Wirtschaftswachstum. Besonders häufig trifft es Geringverdiener und Alleinerziehende. Laut einer aktuellen Studie fürchtet sich mehr als die Hälfte der Deutschen vor Altersarmut – Tendenz stark steigend.

Auch im reichen Bayern treibt die Bürger diese Sorge um, so z.B. in Unterfranken: Jeder fünfte der über 65-Jährigen ist hier armutsgefährdet, auch weil die Lebenshaltungskosten – besonders die Mieten – immer weiter steigen. Die BR-Sendung „Jetzt red i“ hat diese Gedanken zum Thema und möchte am 16. Januar mit allen interessierten Schweinfurtern und Studiogästen darüber diskutieren

Rentenpaket ab 1. Januar in Kraft getreten

„Nach einem Leben voller Arbeit soll man eine ordentliche Altersabsicherung haben. Das muss immer die Grundlage unserer Rentenpolitik sein“, fordert Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD). Deshalb hat die Große Koalition ihr Rentenpaket beschlossen, das zum 1. Januar in Kraft trat. Das sieht Verbesserungen bei der Mütter- und Erwerbsminderungsrente vor, außerdem wird das Rentenniveau bei 48 % bis 2025 stabilisiert.

Wenig Geld. Symbolbild: Pascal Höfig

Wenig Geld. Symbolbild: Pascal Höfig

Den Sozialverbänden, Gewerkschaften und der Linkspartei geht das nicht weit genug. Sie fordern ein Rentenniveau von 50 % und einen deutlich höheren Mindestlohn. Nur so ließe sich zunehmende Altersarmut in Zukunft verhindern. Wirtschaftsverbände und die FDP fordern dagegen eine generelle Kurskorrektur. Das Rentenpaket sei ein milliardenteures Wahlkampfgeschenk für die Alten – auf Kosten der Jungen. Sie wollen stattdessen ein flexibles Renteneintrittsalter und fordern steuerliche Anreize für die Altersvorsorge durch Immobilien- und Aktienbesitz.

Bürgerdiskussion: Angst vor Armut

Was muss die Politik jetzt tun, um zu garantieren, dass jemand, der sein Leben lang gearbeitet hat, im Alter genug Geld zum Leben hat? Reichen die Beschlüsse des aktuellen Rentenpakets aus? Oder brauchen wir einen Systemwechsel bei der Altersvorsorge? Wie lässt sich Altersarmut in Zukunft verhindern? Bei „jetzt red i“ diskutieren Bürgerinnen und Bürger u.a. mit Uli Grötsch, Generalsekretär der BayernSPD und SPD-Bundestagsabgeordneter.

Am Mittwoch, den 16. Januar 2019, findet in der Stadthalle Schweinfurt, Friedrich-Ebert-Straße 20 die Bürgerdiskussion „jetzt red i“ statt. Einlass ist um 19:15 Uhr, Sendungsbeginn um 20:15 Uhr. Kostenlose Karten kann man via E-Mail an jetztredi@br.de oder unter 089/5900-25299 von Montag – Freitag von 9:00 bis 17:00 Uhr reservieren.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Bayerischen Fernsehens.

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