Festnahme. Symbolfoto: Pascal Höfig
Festnahme. Symbolfoto: Pascal Höfig

Festnahme statt Hokuspokus: Wunderheiler in Untersuchungshaft

Sprichwörtlich an die Falsche geraten sind zwei Betrügerinnen am Freitagnachmittag in Bad Neustadt. Als die angeblichen Wunderheilerinnen eine Frau ansprachen, erkannte die 64-Jährige sie von einer vorherigen Tat wieder und verständigte die Polizei. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Würzburg wurden die Beschuldigten dem Ermittlungsrichter vorgeführt und sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft.

Schwester der Zeugin war Opfer der Wunderheiler

Vergangenen September hatten die Täterinnen sich als angebliche Wunderheilerinnen ausgegeben und so die Schwester der 64-Jährigen um mehrere tausend Euro betrogen. Für eine wundersame Geldsegnung hatte die damalige Geschädigte mehrere tausend Euro in Zeitungspapier einwickeln sollen und den Unbekannten dann kurz überlassen. Nach allerlei Hokuspokus der beiden Frauen merkte das Opfer im Anschluss, dass die Ersparnisse aus dem Zeitungspapier fort waren. Die Betrügerinnen hatten die Geldscheine aus dem Zeitungsbündel unbemerkt an sich genommen und waren dann mit ihrer Beute geflüchtet.

Als nun die beiden Betrügerinnen erneut in Bad Neustadt ihre Masche anwenden wollten, drehte die 64-Jährige den Spieß um. Als sie angesprochen wurde, dass sie aussehe, als ob es ihr gesundheitlich nicht gut gehe und man ihr Hilfe anbot, ließ sich die Frau zum Schein auf das Spiel ein. Man vereinbarte einen Treffpunkt am Marktplatz für den Nachmittag, zu dem sie dann eine große Summe Bargeld für die Geldsegnung mitbringen sollte. Die Frau, die die Täterinnen sofort wiedererkannt hatte, lief sofort zur Polizeiinspektion Bad Neustadt und fasste mit den Beamten dort einen Plan, um die Betrügerinnen zu überführen.

Betrügerinnen überführt

Die Zeugin fand sie sich schließlich mit einem in Zeitungspapier gewickelten Bündel Papier zum vereinbarten Treffpunkt ein und täuschte den Betrügerinnen vor, sich auf die Geldsegnung ihrer Gesundheit zu Liebe einlassen zu wollen. Statt Hokuspokus und Zauberei gab es bei dieser Begegnung dann eine Festnahme der beiden 38 und 48 Jahre alten Frauen. Beide sind dringend verdächtig, der 65-jährigen Schwester der Zeugin im September auf betrügerische Weise mehrere tausend Euro abgenommen zu haben.

Die Ermittlungen laufen weiter

Die Tatverdächtigen wurden am Samstag auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg, bei der die Zuständigkeit für Vorführungen von weiblichen Beschuldigten liegt, dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Der erließ Haftbefehl wegen Betruges gegen das Duo. Während die beiden Frauen bereits in Untersuchungshaft sitzen, laufen die Ermittlungen der Kripo Schweinfurt weiterhin in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Würzburg. Dabei soll auch untersucht werden, ob die beiden Beschuldigen für weitere Betrugsfälle in Frage kommen.

Dieser Beitrag beruht auf einer gemeinsamen Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Würzburg.

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