Babyfüße. Foto: Nina Maiores
Babyfüße. Foto: Nina Maiores

Standesamt-Statistik 2018: Geburten, Ehen, Sterbefälle

Das Standesamt Schweinfurt veröffentlicht seine Jahresstatistik 2018. Die Zahlen in Klammern stellen die Zahlen der Jahre 2017/2016 dar. Im Standesamt Schweinfurt fanden im Jahr 2018 erneut zahlreiche Beurkundungen statt; auffällig ist insbesondere der starke Anstieg der Kirchenaustritte. Die Zahl der Eheschließungen, der Scheidungen sowie der Sterbefälle ist nur leicht gestiegen, Geburten wurden dagegen weniger als in den Vorjahren beurkundet.

Beliebteste Baby-Namen sind Emma und Ben

Insgesamt wurden im Standesamt Schweinfurt im vergangenen Jahr 2348 (2544/2435) Geburten beurkundet (1197 Jungen, 1151 Mädchen). Dabei wurden 8 Babys zuhause geboren. Nach den hohen Geburtenzahlen der letzten Jahre kamen damit 2018 in Schweinfurt so viele Babys zur Welt wie zuletzt im Jahr 2015. Im vergangenen Jahr wurden dabei 37 Zwillinge, aber keine Drillinge geboren. Fast 70% der Eltern waren miteinander verheiratet und ca.78% waren beide deutsche Staatsangehörige. 528 der in Schweinfurt beurkundeten Babys können auch als neue Einwohner Schweinfurts begrüßt werden. Ca. 69% der Kinder haben einen Vornamen, 28% zwei und fast 3% drei Vornamen erhalten. 3 Babys haben mehr als drei Vornamen bekommen. Als beliebteste Namen wurde für Mädchen mit Abstand Emma, dazu Marie und Anna gewählt, die Jungen haben am häufigsten erneut die Namen Ben, Felix und Leon erhalten.

Sterbefällerate gestiegen

Sterbefälle wurden im Jahr 2018 insgesamt 1665 (1627/1521) beurkundet (852 Männer, 813 Frauen) und die Anzahl hat damit einen neuen Höchststand erreicht. 741 Verstorbene hatten 2018 ihren früheren Wohnsitz in Schweinfurt, 38 Verstorbene waren ausländische Staatsangehörige.

Eheschließung und Scheidungen

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr im Standesamtsbezirk Schweinfurt 408 (394/395) Ehen geschlossen. Davon haben 89 Brautpaare hier geheiratet, obwohl sie keinen Wohnsitz im Standesamtsbezirk Schweinfurt haben, zusätzlich haben 51 Paare aus dem Standesamtsbezirk ein auswärtiges Standesamt für die Eheschließung gewählt. Im Rahmen der Aufgabenübertragung hat das Standesamt Schweinfurt für die Gemeinden 111 Eheschließungen angemeldet, 77 Eheschließungen wurden in den Gemeinden von den Bürgermeistern/ Bürgermeisterinnen geschlossen.

Symbolfoto Hochzeit. Foto: Pascal Höfig

Symbolfoto Hochzeit. Foto: Pascal Höfig

Die an Samstagen angebotenen Trautermine werden gern angenommen und sind oft frühzeitig ausgebucht. Insgesamt wurden in Schweinfurt und in den Gemeinden im vergangenen Jahr an 34 Samstagen 145 Ehen geschlossen. Ca. 80% der Ehepaare wählten den Namen des Mannes, fast 7% den Namen der Frau zum gemeinsamen Ehenamen; insgesamt trägt in 24 Fällen einer der Partner einen Doppelnamen. 54 Paare (gut 13%) haben keinen gemeinsamen Ehenamen bestimmt. Seit 01.10.2017 können auch gleichgeschlechtliche Partner die Ehe schließen. Die Begründung einer Lebenspartnerschaft ist seitdem nicht mehr möglich, bereits bestehende Lebenspartnerschaften können in eine Ehe umgewandelt werden. Im Jahr 2018 wurden im Standesamt Schweinfurt 5 gleichgeschlechtliche Ehen geschlossen, von der Möglichkeit der Umwandlung haben 6 Lebenspartnerschaften Gebrauch gemacht.

Die Zahl der Scheidungen von im Standesamtsbezirk Schweinfurt oder ggf. im Ausland geschlossenen Ehen betrug einschließlich von 2 Lebenspartnerschaften 183 (175/177) und ist damit im Vergleich zu den Vorjahren nur leicht gestiegen. Aus den übernommenen Standesamtsbezirken waren davon 36 Ehen betroffen.

Kirchenaustritte stark gestiegen

Die Zahl der Kirchenaustritte ist im vergangenen Jahr stark angestiegen (ca. 35%). Insgesamt wurden im Standesamt Schweinfurt 506 Erklärungen aufgenommen (373/354), davon 356 Erklärungen von Schweinfurter Bürgern und Bürgerinnen. 188 Personen traten aus der evangelischen, 315 Personen aus der katholischen und 3 Personen aus einer anderen Religionsgemeinschaft aus.

Dem Standesamt Schweinfurt wurden vor einigen Jahren die Standesamtsaufgaben der Gemeinden Dittelbrunn, Geldersheim, Schonungen und Üchtelhausen sowie der Verwaltungsgemeinschaft Schwanfeld übertragen.
Trauungen sind weiterhin in den Gemeinden möglich und werden dort von den Bürgermeistern/Bürgermeisterinnen durchgeführt. Dieses Angebot wird auch von zahlreichen Brautpaaren aus diesen Gemeinden gerne angenommen.

Dieser Beitrag beruht auf einer Pressemitteilung der Stadt Schweinfurt.

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