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Die Schweinfurter Innenstadt: Rueckertstraße. Foto: Pascal Höfig
Die Schweinfurter Innenstadt: Rueckertstraße. Foto: Pascal Höfig

Tourismus: Über 200.000 Gästeübernachtungen in Schweinfurt

2018 war erneut ein gutes Jahr für die mainfränkische Tourismusbranche, wie neue Zahlen der amtlichen Statistik belegen: Die Region erreichte mit rund 6,3 Millionen Übernachtungen ein leichtes Plus von 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Vergleicht man die Übernachtungszahlen in den Landkreisen, zeigen sich bei den grundlegenden Strukturen im regionalen Tourismus nur geringfügige Veränderungen, so berichtet die IHK-Würzburg-Schweinfurt.

Boom außerhalb touristischer Zentren

„Positiv fällt insbesondere auf, dass vor allem in Landkreisen mit einer geringeren Bettenauslastung die regional höchsten Zuwächse an Gästeübernachtungen registriert wurden. Man könnte also sagen, dass auch Orte außerhalb der touristischen Zentren am Boom teilhaben“, erläutert Dr. Christian Seynstahl, Referent für Regionalentwicklung bei der IHK Würzburg-Schweinfurt. „Ob man von einem stabilen Trend sprechen kann, muss sich aber erst noch zeigen. Mitverantwortlich könnten dafür auch Verlagerungseffekte durch die Landesgartenschau in Würzburg gewesen sein“, so Seynstahl weiter.

Stärkste Zunahme im LK Schweinfurt

Die meisten Übernachtungen in den mainfränkischen Landkreisen weist die Statistik für das Jahr 2018 erneut für Bad Kissingen aus (2,2 Millionen), danach folgen die Stadt Würzburg (1,0 Millionen) und der Landkreis Rhön-Grabfeld (0,8 Millionen.). Alle Landkreise und kreisfreien Städte verzeichnen eine kräftige Zunahme bei den Übernachtungen. Am stärksten ist sie im Landkreis Schweinfurt (9,9 Prozent).

Eher Tagestouristen in Schweinfurt

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in Mainfranken lag im Jahresdurchschnitt 2018 bei rund 2,5 Tagen. Besonders lange verweilten die Gäste in den Landkreisen Bad Kissingen (5,0 Tage) und Rhön-Grabfeld (3,4 Tage), was auf das Kurwesen und die Gesundheitswirtschaft zurückzuführen ist. In den Städten Schweinfurt (1,9 Tage) und Würzburg (1,6 Tage) ist die Aufenthaltsdauer geringer. Hier profitiert die Tourismuswirtschaft üblicherweise eher von Tages- und Ausflugstouristen als von Übernachtungsgästen.

Stabile Lage und mehr Personal

Für das Jahr 2019 stehen die Zeichen auf Stabilität, acht von zehn Tourismusbetrieben erwarten eine gleichbleibend zufriedenstellende Geschäftslage. Besonders durch Geschäftsreisende und Tagestouristen erwarten die mainfränkischen Tourismusbetriebe steigende Umsätze, zudem rechnen sie mit einer weitestgehend stabilen Auslastung. Zwei Drittel der Touristiker ziehen in den kommenden Monaten Preiserhöhungen in Betracht. Die Investitionspläne bleiben stabil aufwärtsgerichtet, Hauptmotive sind die Ersatzbeschaffung, Produktinnovationen und der Umweltschutz.

Darüber hinaus planen die mainfränkischen Tourismusbetriebe im weiteren Jahresverlauf, mehr Personal einzustellen. Ob sich die Beschäftigungsabsichten verwirklichen lassen, ist allerdings fraglich, denn mehr als zwei Drittel (71 Prozent) sehen im Fachkräftemangel das größte Geschäftsrisiko – vor den Arbeitskosten (56 Prozent) und den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (50 Prozent).

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der IHK Würzburg-Schweinfurt.

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