Rene und seine Mutter in Barcelona. Foto: Hilfswerk "Rene will Leben".
Rene und seine Mutter in Barcelona. Foto: Hilfswerk "Rene will Leben".

Neue Hoffnung auf ein Spenderherz für Rene (6)

6 Jahre ist Rene erst alt, und doch musste der Junge aus Fuchsstadt schon einiges in seinem Leben durchmachen. Seit seiner Geburt leidet er an einer schweren Herzkrankheit. So schwer, dass die Familie sogar nach Spanien ziehen musste um sein Leben zu retten. All der Aufwand hat sich nun glücklicherweise gelohnt: Rene hat den langersehnten Platz auf der Transplantationsliste bekommen und darf endlich auf ein neues Spenderherz hoffen!

Geboren mit einem schweren Herzfehler

Schon seit seiner Geburt leidet der 6-jährige Fuchsstädter am Hypoplastischen Linksherzsyndrom, einem schweren Herzfehler. Seit den ersten Wochen seines Lebens musste er mehrfach notoperiert werden – bei einer der Herzkatheter – Untersuchungen kam es sogar zu einem Herzstillstand. Seither ist Rene an eine permanente Sauerstoffbehandlung gebunden und sein Zustand verschlechterte sich zunehmend über die Jahre. Über vier Jahre stand er in Deutschland auf der Organspendeliste „Eurotransplant“.

Chance auf Spenderherz in Deutschland gleich Null

Ein Gespräch mit dem zuständigen Transplantologen ergab dann die erschütternde Erkenntnis: Renes Chancen, in Deutschland ein geeignetes Spenderherz zu erhalten, würden aufgrund seiner Blutgruppe und Antikörper gegen Null gehen. Die Familie solle für jedes Vierteljahr, was ihr noch mit Rene bleibe, dankbar sein. Grund für die Eltern, jede letzte Möglichkeit, das Leben ihres Sohnes irgendwie zu retten, in Betracht zu ziehen.

Was man zur Organspende wissen muss

Umzug nach Spanien letzte Hoffnung

So kommt es, dass die Mutter vor dreieinhalb Monaten mit Rene nach Spanien zog. Denn Dank der dort herrschenden Widerspruchsregelung bezüglich Organspenden bietet das Land ein deutlich höheres „Organspenderangebot“ und somit eine weitaus größere Chance für Rene auf ein passendes Spenderherz.

Renes Familie und das Hilfswerk "Rene will Leben" tun alles, um den 6-jährigen Fuchsstädter zu retten. Foto: Hilfswerk "Rene will Leben".

Renes Familie und das Hilfswerk „Rene will Leben“ tun alles, um den 6-jährigen Fuchsstädter zu retten. Foto: Hilfswerk „Rene will Leben“.

Langersehnter Platz auf der Transplantationsliste

Und die unermüdliche Hingabe der Eltern hat sich ausgezahlt: Rene steht seit Ende Februar endlich auf der spanischen Transplantationsliste! Jetzt heißt es warten auf den langersehnten Anruf vom Transplantationsklinikum. Erfolgt dieser, müssen sich Rene und seine Mutter binnen zwei Stunden im Klinikum einfinden. Bis zum jetzigen Zeitpunkt ist jedoch kein zeitlicher Termin absehbar, wann das Spenderherz eintrifft. Stunden, Tage, Wochen oder Monate – wann es soweit ist, kann niemand voraussagen.

Viele Hürden im Ausland

Natürlich forderte die erste Zeit in Barcelona der Familie einiges an Nervenstärke ab. Zur Beantragung des Platzes musste die Familie fast täglich Behördengänge und Arztbesuche über sich ergehen lassen. Einwohnermeldeamt, spanische Krankenkasse, Nationalpolizei, CAP, Klinikum, Kinderarzt – das sind nur einige der vielen Stationen, die Rene und seine Eltern in dem fremden Land passieren mussten. Das alles gelang ihnen nur mithilfe einer Dolmetscherin, die sie bei allen wichtigen Terminen begleitete. Außerdem besuchten die Eltern schon im Vorfeld extra einen Spanischkurs.

Hilfswerk „Rene will Leben“

Ohne Frage – die Geschichte von Rene und seiner Familie, die all das für das Leben ihres Sohnes auf sich nahm, ist zutiefst berührend. Doch natürlich hängen all die Arztbesuche und der Umzug ins Ausland auch mit einer enormen finanziellen und organisatorischen Belastung zusammen.

Deshalb hat es sich das Hilfswerk „Rene will Leben“ zur Aufgabe gemacht, die Familie auf ihrem Weg tatkräftig zu unterstützen. Sei es durch Spendenaktionen, Pressearbeit, Dolmetschertätigkeiten oder den Aufbau eines Kontaktnetzwerks in Spanien – zahlreiche Helfer, Privatpersonen und Institutionen geben das Beste, um Rene und seinen Eltern so gut es geht unter die Arme zu greifen. Die Familie und die fleißigen Helfer freuen sich natürlich über jegliche Unterstützung, weitere Informationen finden sich auf der Facebookseite „Rene will leben“.

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