Am 22. Februar wurde in Schweinfurt gegen die Klimapolitik gestreikt. Foto: Dirk Flieger.
Am 22. Februar wurde in Schweinfurt gegen die Klimapolitik gestreikt. Foto: Dirk Flieger.

#fridaysforfuture: Ein Statement der Schweinfurter Organisatoren

Seit 30 Wochen bestreikt die Schwedin Greta Thunberg für den Klimawandel in Stockholm die Schule. Weltweit eifern ihr immer mehr Schüler nach. Diesen Freitag wurde an über 2.000 Plätzen in über 100 Ländern gestreikt. Die fridays for future-Bewegung boomt! Auch in Schweinfurt schlossen sich die Schüler der Bewegung an und gingen nun zum zweiten Mal auf die Straße. Circa 250 Schüler nahmen an der Demonstration teil. Da für manche „Schule streiken“ eher ein „Schule schwänzen“ist, ist das Ganze nicht unumstritten. Ein Grund mehr, bei den Schweinfurter Organisatoren genauer nachzufragen.

Gerade nicht zur Schulzeit

Während in anderen Städten zur Schulzeit gestreikt wurde, begann die Klimademo in Schweinfurt gegen 13.30 Uhr, nach der Schule. Die Schüler haben sich bewusst dafür entschieden, wie uns Sophia, eine der Organisatoren erklärt. Das Ziel der Schweinfurter Schüler ist es nicht, dass in der Politik über das Schule schwänzen diskutiert wird, sondern über die Klimapolitik. Darauf soll das Augenmerk gerichtet werden. Außerdem wird so schnell jeder Kritiker entkräftet, der das Klischee anbringt, es werde nur gestreikt, weil man nicht in die Schule will, so Sophia weiter.

Seit Monaten streiken Schüler auf der ganzen Welt gegen die Klimapolitik. Am 22. Februar wurde das erste Mal in Schweinfurt gestreikt. Foto: Dirk Flieger.

Seit Monaten streiken Schüler auf der ganzen Welt gegen die Klimapolitik. Am 22. Februar wurde das erste Mal in Schweinfurt gestreikt. Foto: Dirk Flieger.

„Schweinfurt, Ihr seid großartig!“

Da die Schweinfurter Schüler nicht zur Schulzeit fehlen, haben sie keine schulischen Konsequenzen zu befürchten und bekommen teilweise sogar Unterstützung von ihren Lehrern. Nur die Schüler, die Freitag nachmittags Unterricht haben, können leider nicht freigestellt werden, führt Sophia aus. Sollten sie dennoch streiken, hätten sie Konsequenzen zu befürchten.

Dass die Schweinfurter Schüler nicht die Schule missen und trotzdem an der Fridays for Future-Bewegung teilnehmen, führt dazu, dass die Rückmeldungen aus der Schweinfurter Bevölkerung durchweg „richtig, richtig gut“ sind, erklärt Sophia. Die eigenen Eltern sind meist stolz, dass man sich für die Klimapolitik einsetzt und auch die restliche Bevölkerung nimmt die Streiks sehr gut an.

Weitere Streiks in Planung

Für die Zukunft sollen in Schweinfurt weitere Streiks stattfinden. Am 24. Mai ist wieder ein internationaler Streik geplant. Anlass ist die Europawahl. Hier wollen die Schweinfurter Schüler auf jeden Fall teilnehmen. Auch für die Zwischenzeit sind bereits Streiks in Planung, so Sophia abschließend.

Einladung des OB zum Schülersprecherforum

Als Reaktion auf die Fridays for Future-Bewegung findet das Schülersprecherforum in diesem Jahr unter dem Thema „Klimaschutz im kommunalen Raum“ statt. Das Diskussionsforum dient seit 2013 als Austausch von Diskussionen, Ideen und Wünschen zwischen der Stadtverwaltung und der Schweinfurter Jugend. Der OB sei beeindruckt von dem Engagement der Schüler und möchte nun Anfang Mai persönlich mit ihnen über das Thema ins Gespräch kommen, so die Stadt Schweinfurt in einer Pressemitteilung. Eingeladen sind die Schulleiter der weiterführenden Schulen in Schweinfurt, deren Schülersprecher, sowie die Organisatoren der „Fridays for Future“-Demonstrationen.

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