So könnten die Leerstände im Stadtgebiet bald aussehen. Foto: Dirk Flieger/Fotomontage: Dominik Ziegler
So könnten die Leerstände im Stadtgebiet bald aussehen. Foto: Dirk Flieger/Fotomontage: Dominik Ziegler

Konzept „Lebendige Innenstadt“ soll mit Sofortmaßnahmen Schweinfurt beleben

Update: Bei diesem Artikel vom 1. April 2019 handelt es sich um einen Aprilscherz! Danke für den Humor und die witzigen Kommentare!

Seitdem Schweinfurt Ende letzten Jahres einen neuen Citymanager bekommen hat, geht es auch augenscheinlich mit der Attraktivität der Stadt voran. Citymanager Thomas Herrmann betonte oftmals, er habe viele Ideen für die Belebung der Innenstadt. In einer aktuellen Bekanntmachung der Stadt sorge er heute für einen Paukenschlag: Mit einem Konzept „Lebendige Innenstadt“ soll der im Dornröschenschlaf liegenden Schweinfurter Innenstadt durch mehrere Sofortmaßnahmen neues Leben eingehaucht werden.

Maßnahmenkatalog im Eilverfahren genehmigt

Von den Schweinfurt City Fans als „Geisterstadt“, „totenleer“ oder „kahl“ bezeichnet, wird nun durchgegriffen. Thomas Herrmann, Citymanager der Stadt Schweinfurt: „Schweinfurt braucht Leben! Besonders die Leerstände sind verschenkter Platz. Und wir sollten den Wünschen der Schweinfurter, was die Einkaufsstruktur der Stadt betrifft, nachkommen.“ Demnach seien in dem Maßnahmenkatalog, der im Eilverfahren vom Stadtrat durchgewunken wurde, u.a. folgende Punkte aufgeführt, die ab dem 1. April in die Umsetzung gehen:

Diversität der Innenstadt soll angekurbelt werden

Auf einer Fläche von 25.000 Quadratmetern darf es in Zukunft nur noch maximal drei Dönerläden, Optiker und „Billigläden“ geben – in einem Losverfahren soll bestimmt werden, welche Läden bei ihrem ursprünglichen „Handwerk“ bleiben dürfen; alle weiteren werden angehalten, sich eine neue Geschäftsbasis zuzulegen. Die Bürger Schweinfurts werden darüber hinaus aufgerufen, Vorschläge für Lokale und Läden per Mail einzureichen. Diese werden von einer Sachkommission geprüft und eine Auswahl wird verpflichtend umgesetzt, um die Diversität der Innenstadt anzukurbeln. Vorrang bei der Vergabe der Lokale und Läden haben diejenigen Betreiber, die im Losverfahren im oben genannten Punkt den Kürzeren gezogen haben.

Statt Leerstände Wohnungen und Grün

Eine weitere Maßnahme soll sowohl den Leerständen als auch dem Wohnungsmangel den Garaus machen. Die aktuellen Leerstände der Innenstadt werden in den nächsten Wochen saniert und ca. 50 % der Objekte mit Milchglasfenstern versehen werden. Diese Räume werden dann in Appartements umgewandelt und aufgrund der Größe bevorzugt an Studenten und Singles vermietet. Die dadurch frei werdenden Kapazitäten sollen wiederum Familien und Älteren zu Gute kommen. In Schweinfurt liegt der durchschnittliche Mietpreis für Neubauwohnungen laut Studie bei 9,73 € pro Quadratmeter. Durch diese Maßnahme sollen die Preise stabil gehalten bzw. sogar gesenkt werden. Von der Stadt gibt’s für diejenigen, die sich als Mieter des Sofort-Wohnraumprogramms bewerben sogar noch ein Zuckerl oben drauf: sie werden mit 1.000 Euro für die repräsentative Möblierung der Leerstände unterstützt.

Im Hinblick auf eine grünere Innenstadt, soll außerdem jetzt schon an die von allen Bürgern sehnlichst erwartete Landesgartenschau gedacht werden: Der andere Teil der aktuellen Leerstände soll laut Stadt in wunderbare grüne Oasen verwandelt werden. So schlägt man auch in diesem Punkt zwei Fliegen mit einer Klappe: Der Leerstandsproblematik geht es an den Kragen und die LGS rückt jetzt schon in das Bewusstsein der Innenstadtbesucher – ein Marketingcoup erster Klasse, wie OB Remelé bestätigt.

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