Holger Laschka, Pressesprecher der Grünen-Landtagsfraktion. Foto: Lena Motzer
Holger Laschka, Pressesprecher der Grünen-Landtagsfraktion. Foto: Lena Motzer

Holger Laschka von den Grünen will OB werden

Im nächsten Jahr ist es soweit, die bayerischen Kommunalwahlen stehen an und somit auch eine Oberbürgermeisterwahl in Schweinfurt. Am 15. März 2020 wählt Schweinfurt einen neuen Oberbürgermeister oder eine Oberbürgermeisterin. Aktuelles Stadtoberhaupt Sebastian Remelé (CSU) hat sein erneutes Antreten noch nicht offiziell bekannt gegeben, seine Kandidatur aber auch nicht dementiert. Im Mai soll eine öffentliche Erklärung Klarheit bringen. Doch was bereits fest steht: Es gibt einen  Herausforderer: Holger Laschka von den Grünen bewirbt sich um das Amt des Stadtoberhaupts.

Überraschungskandidat

Eine echte Überraschung – selbst für die Mitglieder der eigenen Partei. Der 52-jährige Laschka ist derzeit Pressesprecher der Grünen-Landtagsfraktion in München und in Schweinfurt kein Unbekannter. Holger Laschka ist in Schweinfurt aufgewachsen und hat 45 Jahre hier gelebt und gearbeitet, u.a. als Print- und Fernsehjournalist. 2012 wechselte er dann nach München in den Landtag. Und jetzt soll es wieder zurück in die Heimat gehen – als Oberbürgermeister.

„Selbst Politik gestalten“

Auf die Frage hin, was der ausschlaggebende Punkt für ihn war, sich als OB-Kandidat für Schweinfurt aufstellen zu lassen – neben der Tatsache, dass die Grünen die zweitstärkste Kraft in Bayern stellen, antwortete Laschka: „Ich bin Herzensschweinfurter und meiner Heimatstadt sehr verbunden. Ich bin Grüner und setze mich für aktuelle Grüne Themen ein. Das mache ich beruflich seit Jahren in München für die Landtagsfraktion. Aber selbst Politik gestalten – das geht für mich nur in Schweinfurt.“

Transparenz in der Politik

Für ein Wahlprogramm sei es für ihn noch zu früh, denn das müsse auch in enger Zusammenarbeit mit den Grünen vor Ort entwickelt werden. Doch Themen sind für ihn aktuell Mobilität, Umwelt- und Artenschutz, Klimaschutz vor Ort. Und ganz wichtig: Transparenz bei politischen Entscheidungen und Verwaltungshandeln. „Politik muss nachvollziehbar sein, erklärt werden, um Mythenbildung und Politikverdrossenheit am besten gar nicht erst aufkommen zu lassen. Und wer sich schon abgewendet hat von „der Politik“, den will ich zurückholen und überzeugen.“

Kampf für politischen Wechsel

Auch hat Holger Laschka schon eine Vorstellung davon, was er in Schweinfurt verändern möchte, wenn er zum Oberbürgermeister gewählt werden sollte, frische Ideen müssten her und ein politischer Wechsel: „Schweinfurt ist eine wunderbare Stadt und hat unter Gudrun Grieser eine schwere industrielle und strukturelle Krise erfolgreich überwunden. Sie wurde jetzt aber auch schon sehr lang maßgeblich von der CSU regiert und solche Phasen führen zwangsläufig dazu, dass aus „gestalten“ letztlich „verwalten“ wird. Da fehlen dann einfach die frischen Ideen. Deshalb kämpfe ich für einen politischen Wechsel, der neue Impulse und frischen Wind gibt und auch neue Köpfe ins Spiel bringt.“

Diese könnten helfen, zum Beispiel noch bessere Nutzungskonzepte für die Innenstadt zu entwickeln, Verkehrsthemen anzugehen, die bis heute nicht zufriedenstellend gelöst seien. Außerdem möchte Laschka Leute einbinden, die bislang ihre Ideen und ihre Kreativität nicht einbringen konnten, „weil die Immergleichen schon vor ihnen da waren und andere gar nicht erst gefragt wurden“.

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