Die Zuckermalerin Anita gestaltet ganz besondere Kuchen. Foto: Anita Heilmann
Die Zuckermalerin Anita gestaltet ganz besondere Kuchen. Foto: Anita Heilmann

Tortendeko der ganz besonderen Art: Die Zuckermalerin im Interview

Kunst und Backen, wie lässt sich das verbinden? Vor dieser Frage stand auch die Schweinfurter Zuckermalerin Anita. Schnell kam ihr die Idee, Malerei auf Torten zu bringen und damit leckere Kunstwerke zu gestalten. Damit begeistert sie neben Schleckermäulern auch über 6.500 Fans auf Instagram. Wir durften mit der kreativen Schweinfurterin ein wenig über ihre Inspirationsquellen und ihre Lieblingsorte in Schweinfurt sprechen.

Schweinfurt City (SwC): Vielleicht erzählst du erstmal ein wenig von dir: Wie bist du auf die außergewöhnliche Idee gekommen, Zuckermalerin zu werden und Torten damit zu dekorieren?

Anita (A): Zur Malerei und Verzierung von Torten brachte mich mein kleiner Sohn. Wie jede Mama wollte ich zum ersten Geburtstag eine ganz besondere Torte für ihn herstellen. Stundenlang bin ich durch Supermärkte gerannt auf der Suche nach der Dekoration, die mir schon vorher ewig im Kopf herum schwebte. Gefunden habe ich sie nicht und so beschloss ich, eine individuelle Deko herzustellen. So fing meine Geschichte an und das ist nun schon sieben Jahre her. Seitdem habe ich sehr viele praktische Erfahrung sammeln dürfen, neue Techniken gelernt und bis ins Details perfektioniert und habe meinen eigenen Stil mit illustrierten Tortendekorationen entwickelt.

Aus Fotos werden Tortendekorationen. Foto: Anita Heilmann

Aus Fotos werden Tortendekorationen. Foto: Anita Heilmann

SwC: Wie lange bist du jetzt schon Zuckerbäckerin und machst du es hauptberuflich?

A: Ich beschäftige mich mit voller Leidenschaft schon seit Jahren mit interessanten Kuchen- und Tortendekorationen und dem Backen allgemein. Aber seit Oktober 2018 mache ich es auch hauptberuflich. Ich biete aber keine fertigen Torten an, nur die Beratung und meine handbemalten Tortenaufleger. Mein Geschäftskonzept ist auf DIY ausgerichtet, ich stelle die Dekoration für andere „Backfeen“ und Mamis her, die auch gerne Torten verzieren und eine kreative Kuchendekoration schätzen.

SwC: Hast du dir das alles selbst beigebracht?

A: Ja, das habe ich. Ich komme von einem ganz anderen Bereich, ich bin eigentlich Akademikerin und keine ausgebildete Konditorin. Dementsprechend musste ich sehr viel recherchieren und üben. Ja, das Zauberwort ist definitiv üben. Es ist bekanntlich noch kein Meister vom Himmel gefallen und das merkte ich zu Beginn selbst. Aber mit viel Geduld und Ausdauer wird man mit der Zeit erfahren und langsam zum Profi.

Wo findet Anita wohl ihre Inspiration? Foto: Anita Heilmann

Wo findet Anita wohl ihre Inspiration? Foto: Anita Heilmann

SwC: Was sind die Schwierigkeiten bei deiner Art, eine Torte zu dekorieren?

A: Tortenaufleger zu gestalten ist nicht so schwierig. Dort malt man fast wie auf Papier. Allerdings ist hier sehr viel Talent und freihändiges Zeichnen gefragt, wenn ich Portraits auf Tortenaufleger übertrage. Noch schwieriger ist es, direkt auf eine Torte zu malen. Meine Hand und Augen ermüden da sehr schnell. Ich muss immer wieder Pausen einlegen. Das Bemalen von sehr kleinen Flächen erfordert auch sehr viel Geduld, da braucht man eine sehr ruhige Hand und wenn man sich dort vermalt, ist das Beheben von Fehlern wirklich kompliziert.

SwC: Woher nimmst du deine Inspirationen für all die Tortendekorationen?

A: Ja, das werde ich öfter gefragt und jedes Mal fällt mir es schwer, eine Antwort darauf zu geben. Ich habe mich nämlich noch nie ideenleer gefühlt. Mich inspiriert nämlich alles. Farben, Blumen, gutes Essen, ein Spaziergang, die Natur, Jahreszeiten, Anlässe oder auch mal ein Gespräch.

Ich habe eher große Schwierigkeiten, Brainstorming zu machen. Das hat bei mir noch nie funktioniert, mich hinzusetzen und zu überlegen. Dann fällt mir garantiert nichts ein, wenn ich es so sehr erzwingen möchte. Ich finde, Kreativität ist eine Gabe, das lässt sich nicht so einfach steuern.

Aufwendig gestaltet sie auch Candybars. Foto: Anita Heilmann

Aufwendig gestaltet sie auch Candybars. Foto: Anita Heilmann

SwC: Was machst du sonst in deiner Freizeit am Liebsten? Bist du hier auch so künstlerisch unterwegs?

A: Eher weniger. Meine Freizeit verbringe ich am liebsten mit meiner kleinen Familie. Aber ich probiere, auch Zeit für mich alleine zu schaffen und meiner anderen Leidenschaft, dem Sport, nachzugehen. Der Sport war schon immer mein Ausgleich zum Alltag und das fast jeden Tag. Ich stehe jeden Tag um 4 Uhr auf, nur um Sport zu machen und meinen Tag fit starten zu können.

SwC: Was sind deine Lieblingsorte hier in Schweinfurt?

A: Ich mag den Baggersee, die Wehranlage und den Waldspielplatz sehr gerne. Alles, wo ich mich mit der Natur verbunden fühle und meine Kinder Spaß haben können, entspannt mich. Und nicht zu vergessen: ich liebe jedes Café in der Stadt, da ich ja sehr gerne mit Freunden ein Kaffeepäuschen einlege.

SwC: Was magst du unseren Lesern abschließend noch mit auf den Weg geben?

A: Ich weiß, das hört man so oft: Erfolg ist harte Arbeit. Aber das ist wirklich so. Harte Arbeit zahlt sich irgendwann aus, man darf nur nicht den Mut verlieren, weiterzumachen. Auch wenn manchmal alles schwierig erscheint. Es gibt nämlich nichts schöneres, wie wenn du deinen Traum lebst – tue also alles dafür, dass er wahr wird!

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