Die junge Schweinfurterin zog von Schweinfurt nach Berlin um mit ihrer Musik durchzustarten. Foto: Kraans de Lutin.
Die junge Schweinfurterin zog von Schweinfurt nach Berlin um mit ihrer Musik durchzustarten. Foto: Kraans de Lutin.

Taia Dya: Als Musikerin von Schweinfurt nach Berlin

Taia Dya, mit bürgerlichem Namen Tarja Schmitt, ist 22 Jahre, Musikerin und kommt aus Schweinfurt. Vor einem Jahr hat sie den Schritt gewagt und ihre Heimatstadt am Main verlassen. Sie zog nach Berlin um mit ihrer Musik in Richtung Urban Pop voll durchzustarten. Mittlerweile hat sie ihre erste Single „Every Girl“ veröffentlicht. Warum sie sich entschieden hat nach Berlin zu ziehen und welche Ziele sie für die Zukunft hat, erzählt sie im Interview.

Vom Main an die Spree

Schweinfurt City (SwC): Hi Tarja! Stelle dich doch mal kurz vor: Wer bist du? 

Taia Dya: Hi! Ich bin Taia Dya, 22 Jahre und komme ursprünglich aus Schweinfurt. Ich bin dort geboren und aufgewachsen, lebe aber seit rund einem Jahr in Berlin. Im Moment bin ich hauptberuflich Musikerin und Songwriterin und lebe damit meinen Kindheits-/ Teenietraum.

SwC: Wie bist du zur Musik gekommen?

Taia Dya: Also irgendwie ist die Musik eher zu mir gekommen bzw. sie war einfach von Anfang an immer da. Das liegt vor allem daran, dass mein Papa und auch mein Stiefpapa beide Musiker sind, weswegen ich seit ich auf der Welt bin immer von Musik und Musikinstrumenten umgeben war. Ich denke, das hat natürlich schon dazu beigetragen, dass ich diesen Weg gegangen bin. Es hat mich einfach von Anfang an alles total fasziniert – wie man Songs schreibt, komponiert, Ideen, Gefühle in Worte fasst, das Singen und Instrumente spielen. Das wollte ich eben auch können und deshalb habe ich einfach mit elf Jahren angefangen, mir das selbst beizubringen und here I am, irgendwie hat’s geklappt!

SwC: Du bist 2018 von Schweinfurt nach Berlin gezogen, was hat dich zu diesem Schritt bewegt?

Taia Dya: Berlin ist einfach für junge Künstler der “place to be” in Deutschland. Hier sind die meisten Produzenten, Songwriter, Kreativen jeglicher Branche angesiedelt und man ist dadurch umgeben von Menschen, deren Herz für das Gleiche oder ähnliches schlägt, schon allein das bringt einen so viel weiter!! Das hat man in Orten wie Schweinfurt einfach weniger oder gar nicht und diese Welt ist furchtbar weit weg, deswegen habe ich mich einfach mitten rein gestürzt und bin mit dieser Entscheidung super happy und kann sagen, dass das für mich der richtige Schritt war!

Inspirieren lässt sich Taia Dya von vielen verschiedenen Musikern. Foto: Felix Groteloh

Inspirieren lässt sich Taia Dya von vielen verschiedenen Musikern. Foto: Felix Groteloh

In Schweinfurt „wenig Perspektiven für kreative Menschen“

SwC: Wer sind deine (musikalischen) Vorbilder?

Taia Dya: Da gibt es echt viele! Angefangen bei Johnny Cash und Dolly Parton, ABBA, über Taylor Swift, Lorde, Dua Lipa etc. ist da alles dabei. Ich bin jemand, der sich von Vielem inspirieren lässt und wenn mir ein Song gefällt, ist es mir auch wirklich egal, mit welchem Genre er etikettiert ist! Für mich muss Musik Spaß machen, Emotionen rüberbringen und auch hervorrufen. Das ist das, was ich daran auch so unfassbar liebe!

SwC: Was ist bzw. war immer dein Lieblingsort in Schweinfurt um Musik zu machen?

Taia Dya: Eigentlich mein Teenie-Zimmer. Hier habe ich unfassbar viele Songs geschrieben, über Erfahrungen, die ich in Schweinfurt gemacht habe. Als öffentlicher Platz würde ich sagen, auf jeden Fall der “Stattbahnhof”. Ich hatte dort einige Auftritte und die Menschen sind einfach offen für vieles, auch wenn es nicht so ihre Musik ist. Allgemein muss ich aber sagen, dass es in Schweinfurt leider nicht so rosig für Musiker aussieht. Das ist sehr schade, denn ich glaube, vor 20-25 Jahren war das noch anders.

Es wäre schön, wenn sich da für die jungen Musiker in Schweinfurt und Umgebung nochmal was tut! Ich hätte es damals bestimmt toll gefunden, irgendeinen Ort zu haben, an dem ich regelmäßig andere Musiker oder Kreative treffen hätte können, aber das gab es leider nicht!  Das ist einer der Gründe, warum ich nicht dort geblieben bin. Für Kreative gibt es dort leider wenig Perspektiven.

Selbstvertrauen als Schlüssel zum Erfolg

SwC: Was machst du in deiner Freizeit, wenn du nicht gerade Musik machst?

Taia Dya: Ich unternehme gerne was mit meinen Freunden, denn hier in Berlin ist echt immer was los! Also nicht nur Partymäßig, sondern wirklich in jedem Bereich. Es gibt immer was Tolles oder Neues zu entdecken, schöne Plätze, tatsächlich viel Natur! Im Moment also tatsächlich einfach leben und mich von dieser unfassbaren Vielfalt hier inspirieren lassen.

SwC: Was sind deine musikalischen Träume für die Zukunft?

Taia Dya: Auf jeden Fall in irgendeiner Form erfolgreich mit meiner Musik durchzustarten! “Every Girl” war ein kleines, nicht wirklich promotetes “Hallo” an die Welt. Aber ich habe so viele Songs und Ideen, das möchte ich so oder so mit der Welt teilen! Also stay tuned!

WE: Was möchtest du den Schweinfurt City-Fans noch mitgeben?

Taia Dya: Glaubt immer an eure Träume, kennt eure Stärken!! Das ist super schwer und natürlich geht man mit sowas Risiken ein, aber: wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Auch für mich war es nicht leicht, meine Comfortzone zu verlassen und vor allem meine Familie, meine Mama, die mich seit jeher mit meinem Traum unterstützt hat und an mich glaubt, zurückzulassen. Aber wenn ihr einen Traum habt und auch nur die Chance besteht, ihn ansatzweise zu erfüllen und leben zu können, dann “go for it”! Lebt eure Träume!!

Wer noch mehr von Taia Dya erfahren und ihre Musik hören will, der kann das auf Facebook, Instagram oder Spotify machen.

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