Teamevent der Johanniter in Unterfranken beim Blaulicht-Bowling-Cup in der Extreme Bowling Area. Foto: Fotografie Georg Beyer
Teamevent der Johanniter in Unterfranken beim Blaulicht-Bowling-Cup in der Extreme Bowling Area. Foto: Fotografie Georg Beyer

Interview: FSJ’lerin Rosa berichtet aus ihrem Alltag

Schulabschluss… Und wie geht’s jetzt weiter? Diese Frage stellen sich viele Jugendliche, deren Abschluss kurz bevorsteht oder die gerade die Schule beendet haben. Fachoberschule, Studium oder Ausbildung, das sind meist die Optionen. Doch auch ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) bietet einige Vorteile. Man sammelt Berufserfahrung für die Zukunft oder kann die Wartezeit für den erhofften Studienplatz überbrücken. Außerdem macht sich beispielsweise das FSJ bei den Johannitern in Schweinfurt gut im Lebenslauf, wenn man in dieser Richtung zukünftig arbeiten möchte.

„Viele denken, dass das bloß verschwendete Zeit ist. Dabei kann man sich ein freiwilliges Jahr beispielsweise im Studium als Praktikum anrechnen lassen“, erklärt Stephan Pies, Personalleiter der Johanniter in Unterfranken.

Das bietet ein FSJ bei den Johannitern

Bei den Johannitern erhält man sogar eine monatliche Vergütung von rund 470 Euro, die Sozialversicherungsbeiträge werden vollständig übernommen und die Eltern erhalten weiterhin Kindergeld. Das FSJ kann man das ganze Jahr über beginnen und bis zum vollendeten 27. Lebensjahr absolvieren. Ist man 28 Jahre oder älter, kann der Bundesfreiwilligendienst gestartet werden, der mit einem freiwilligen sozialen Jahr gleichzusetzen ist.

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Weiterer Vorteil: Eine freie Urlaubsplanung ist möglich und es können umfangreiche Fortbildungen besucht werden, deren Kosten ebenfalls die Johanniter tragen. So kann man aus dem FSJ das beste rausholen. Stephan Pies dazu: „Im Rahmen unserer Fortbildungen wird nicht nur essentielles Fachwissen vermittelt, sondern auch Werte, da die Persönlichkeitsbildung bei uns einen hohen Stellenwert einnimmt“.

Rosa Maier absolviert momentan ein FSJ im Patientenfahrdienst der Johanniter. Foto: Johanniter

Rosa Maier absolviert momentan ein FSJ im Patientenfahrdienst der Johanniter. Foto: Johanniter

Interview: Eine FSJ’lerin berichtet

Wie so ein Arbeitstag bei den Johannitern aussehen kann und warum ein FSJ keine verschwendete Zeit ist, erzählt uns Rosa Maier (20). Sie ist mitten im FSJ bei den Johannitern.

Würzburg erleben (WE): Wie lange bist Du schon im FSJ?
Rosa: “Angefangen habe ich am 1. September 2018. Das FSJ geht ja ein komplettes Jahr, also für mich bis zum 31. August diesen Jahres. Ein gutes Dreivierteljahr ist schon rum.”

WE: Was hast Du vor dem FSJ gemacht?
Rosa: “Ich war zehn Jahre auf der Montessori Schule und habe im Sommer 2018 noch mein Abitur am Röntgengymnasium nachgeholt.”

Ein Arbeitstag im Patientenfahrdienst

WE: In welchem Bereich bist Du tätig?
Rosa: “Ich bin im Patientenfahrdienst tätig. Ich bin aber mittlerweile auch noch ehrenamtlich in der Sanitätsbereitschaft und im Rettungsdienst unterwegs. Hat sich so ergeben im Laufe des Jahres.”

WE: Wie sieht denn so ein Arbeitstag im Patientenfahrdienst aus?
Rosa: “Also bei mir ist es so: Ich habe eine feste Tour. Ich fahre einen jungen Mann mit Handicap, der immer in Begleitung einer Pflegekraft ist. Die beiden fahre ich zu seiner Schule, hole sie nachmittags wieder ab. Das ist eine Tour, die ich allein fahre. Wenn ich den jungen Mann abgesetzt habe, steige ich als Beifahrer auf das normale Patientenfahrdienstauto um. Mit einem Kollegen mache ich Verlegungsfahrten, Rehafahrten, Dialysefahrten. Wir fahren die Patienten zum Arzt oder auch von der Klinik nach Hause. Wenn der Dienstplan es zulässt bzw. wenn Luft ist, unterstütze ich auch im Innendienst, beispielsweise bei Abrechnungen.”

Teamgeist & Verantwortung im FSJ. Foto: Johanniter

Teamgeist & Verantwortung im FSJ. Foto: Johanniter

Viele Gründe für ein FSJ

WE: Was gefällt Dir am besten an Deinem Job?
Rosa: “An sich gefällt mir das Gesamtpaket sehr gut. Ich bin sehr froh, dass ich bei den Johannitern gelandet bin. Es ist ziemlich abwechslungsreich: Innendienst, Außendienst, eine feste Fahrt am Tag, mittlerweile eben auch der Rettungsdienst… Also ich bin in allem involviert. Und vor allem der Patientenkontakt: Man bekommt so viel zurück von den Menschen. Aber nicht nur von den Patienten, auch von den Kollegen wird man wertgeschätzt. Das Team ist halt einfach toll. Ich fühle mich gut aufgenommen hier. Da spielt es keine Rolle, dass ich ’nur‘ FSJ’lerin bin.”

WE: Wieso hast Du Dich für ein FSJ entschieden?
Rosa: “Also an sich war es so, dass ich nicht genau wusste, was ich nach dem Abitur machen möchte und ich wollte mir gerne einfach noch ein bisschen Zeit geben, um mich zu orientieren und Erfahrungen zu sammeln. Für mich war dann relativ schnell klar, dass es ein FSJ wird nachdem ich mich im Internet umgeschaut und mich mit Freunden unterhalten habe, die schon mal ein FSJ gemacht haben. Außerdem fand ich es gut, sich sinnvoll zu engagieren.”

Erste-Hilfe-Kurs bei den Johannitern. Foto: Johanniter Unterfranken.

Erste-Hilfe-Kurs bei den Johannitern. Foto: Johanniter.

Tätigkeitsbereiche in Schweinfurt

Für alle, die sich ein FSJ im Bereich Patientenfahrdienst eher weniger vorstellen können: In Schweinfurt ist man momentan auch in den Bereichen Rettungsdienst, Notrufdienst und Erste-Hilfe-Ausbildung auf der Suche nach Unterstützung. Weitere Infos gibt’s online auf der Webseite der Johanniter in Unterfranken.

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