Speednetworking für Flüchtlinge: Die IHK informierte über Ausbildung bei Fluchthintergrund. Foto: IHK
Speednetworking für Flüchtlinge: Die IHK informierte über Ausbildung bei Fluchthintergrund. Foto: IHK

IHK: Erfolgreicher Tag der Ausbildungschance

Auszubildende zu finden und zu binden ist für mainfränkische Unternehmen zu einer großen Herausforderung geworden. Wie
brisant die Situation ist, zeigt die Tatsache, dass die Zahl der registrierten IHK-Ausbildungsverträge in den letzten zehn Jahren aufgrund zunehmender Akademisierung und demographischer Effekte um 18,2 Prozent gesunken ist, so die IHK in einer Pressemitteilung. Firmen, die offene Ausbildungsstellen haben, und Jugendliche auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz zusammen zu bringen, das war das Motto des bundesweiten „Tages der Ausbildungschance“ der IHK-Organisation am 3. Juli 2019.

Rund 600 freie Ausbildungsplätze

Im Vorfeld des Aktionstages hatte die IHK Würzburg-Schweinfurt alle mainfränkischen Ausbildungsbetriebe nach offenen Stellen befragt. Das Ergebnis: Die IHK-Ausbildungsbetriebe in der Region stellen aktuell noch rund 600 freie Ausbildungsplätze zur Verfügung – in allen Branchen und Regionen. „Jedes dritte Unternehmen in der Region Mainfranken kann nicht mehr alle ausgeschriebenen Ausbildungsplätze besetzen. Das bedeutet gleichzeitig auch beste Chancen für Jugendliche, die noch eine Ausbildung beginnen wollen!“, erklärt Max-Martin W. Deinhard, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Würzburg-Schweinfurt.

Via Whats-App zum Ausbildungsplatz

Über eine Telefon-Hotline sowie per WhatsApp konnten sich interessierte Jugendliche am Aktionstag am 3. Juli nach aktuellen freien Ausbildungsstellen erkundigen. Die Resonanz der Teilnehmer auf den IHK-Aktionstag war durchweg positiv, vor allem der Messenger-Service wurde eifrig genutzt – mehr als 70 Anfragen zählte die IHK nur an diesem Tag.

Speednetworking für Flüchtlinge

Zusätzliches Potenzial sehen die mainfränkischen Betriebe laut einer IHK-Umfrage unter anderem in der Ausbildung von Geflüchteten. Dies bestätigen aktuell rund 200 registrierte IHK-Ausbildungsverträge von Personen mit Fluchthintergrund in Mainfranken. Aus diesem Grund organisierte die IHK im Rahmen des Aktionstages zusätzlich ein Azubi-Speednetworking für Geflüchtete. „Jungen Menschen mit Fluchthintergrund fällt besonders der Erstkontakt zu Unternehmen schwer. Sei es durch mangelnde Sprachkenntnisse oder Unsicherheit. An dieser Stelle möchten wir als IHK Brücken bauen, weil wir sehen, dass Geflüchtete ein signifikantes Potenzial für die mainfränkische Wirtschaft darstellen.“, betont Max-Martin W. Deinhard.

Diese Chance hat auch die IHK Würzburg-Schweinfurt selbst genutzt: „Unser erster Auszubildender mit Fluchthintergrund hat kürzlich seine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und nun eine Stelle in der IHK-Weiterbildung übernommen“, so Deinhard.

Jugendliche mit Fluchthintergrund nutzen Gelegenheit

Rund 25 Jugendliche mit Fluchthintergrund, die aktuell noch eine Berufsintegrationsklasse besuchen und noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, nutzten am Aktionstag die Gelegenheit, sich zehn Unternehmen aus Mainfranken sowie einer Berufsfachschule vorzustellen. Die IHK hatte im Vorfeld den Bedarf der Betriebe mit den Präferenzen und Kompetenzen der Bewerber abgeglichen, das Feedback der Betriebe und Bewerber war daher durchweg positiv. Wie die IHK mitteilt, hätten viele Bewerber sofort überzeugen können, ihnen stehen nun Praktikumsangebote und potenzielle Ausbildungsstellen in der Region zur Verfügung.

IHK bietet umfassendes Beratungsangebot

Zum Stand 30. Juni 2019 hat die IHK in Mainfranken 2.121 neue Berufsausbildungsverhältnisse registriert. Dieser Wert liegt 7,0 Prozent (160 Verträge) unter den Eintragungszahlen im Vorjahreszeitraum. Die Wirtschaftskammer steht interessierten Jugendlichen und Firmen auch über den Aktionstag hinaus beratend zur Seite. Darüber hinaus stehen die IHK-Ausbildungs- und Fachkräfteberater sowie ein Ausbildungsakquisiteur speziell für Geflüchtete für Rückfragen persönlich zur Verfügung. Zudem
können Jugendliche immer auch online auf der IHK-Lehrstellenbörse nach freien Ausbildungsplätzen suchen.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der IHK Würzburg-Schweinfurt.

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