Ver.di Warnstreik. Symbolfoto: Pascal Höfig
Ver.di Warnstreik. Symbolfoto: Pascal Höfig

Wieder Streiks im Schweinfurter Einzelhandel

Mehr als 5.000 Beschäftigte aus über 130 Betrieben im bayerischen Einzel- und Versandhandel beteiligten sich im Vorfeld der 2.Tarifverhandlung an Streikaktionen für mehr Wertschätzung bei Lohn und Gehalt und gegen die drohende Altersarmut, heißt in einer Pressemitteilung von ver.di.

Streiks bei Kaufland und H&M

„Das bisherige magere Angebot der bayerischen Arbeitgeber von 1,7 % in diesem Jahr und 1,2 % im Jahr 2020 bedeutet für die Beschäftigten im Einzelhandel eine Reallohnsenkung für die nächsten beiden Jahre und in Zukunft zunehmende Gefahr von Altersarmut“, so ver.di-Sekretär Peter König. Am heutigen Donnerstag, 4. Juli, wird deshalb auch wieder in Schweinfurt und Bad Kissingen gestreikt. Es wird Streiks bei Kaufland in Schweinfurt und Bad Kissingen sowie H&M Schweinfurt geben, eine gemeinsame Streikaktion ist für 10.15 Uhr vor dem Kaufland-Markt in Schweinfurt geplant.

Kauflandfiliale in der Hauptbahnhofstraße in Schweinfurt. Foto: Dirk Flieger

Kauflandfiliale in der Hauptbahnhofstraße in Schweinfurt. Foto: Dirk Flieger

Erneut Druck machen

„Es gibt seit Montag dieser Woche einen ersten Abschluss in Nordrhein-Westfalen im Einzelhandel, der deutlich über dem Angebot der bayerischen Arbeitgeber liegt. Deshalb machen wir erneut Druck für die kommenden Tarifverhandlungen in Bayern am 17. Juli. Wer Einzelhandelsbetriebe besitzt, wie der Kaufland Boss Herr Schwarz, kann damit sehr reich werden und es damit sogar auf Platz vier der vermögendsten Deutschen schaffen. Wer dagegen täglich die Gewinne im Handel erwirtschaftet, schaut in die Röhre. Schon jetzt ist es mit den Löhnen und Gehältern im Handel kaum möglich, große Reichtümer anzuschaffen, aber die Altersarmut ist durch die geringe Rente leider später für viele Beschäftigte bittere Realität“, so König weiter.

1 Euro mehr pro Stunde

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) geht mit einer Forderung von 1 Euro mehr in der Stunde bei Lohn und Gehalt und einer Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 100 Euro im Monat in die Tarifrunde. Im Kampf gegen prekäre Beschäftigung und den dramatischen Verdrängungswettbewerb im Einzelhandel, will die Gewerkschaft mit der Allgemeinverbindlichkeit der existenzsichernden Tarifverträge im Einzelhandel, Beschäftigte schützen und verbindliche Regeln für alle Konzerne und Unternehmen erreichen.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung von ver.di Bezirk Würzburg/Aschaffenburg.

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