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Sechs ehrenamtliche Rettungsdienstler teilen sich die Schichten auf der mit Spenden finanzierten, 100 PS starken BMW R 1200 RT. Foto: BRK-Motorradstreife Würzburg
Sechs ehrenamtliche Rettungsdienstler teilen sich die Schichten auf der mit Spenden finanzierten, 100 PS starken BMW R 1200 RT. Foto: BRK-Motorradstreife Würzburg

Rotes Kreuz appeliert: Rettungsgasse schon bei stockendem Verkehr!

Mit dem Beginn der bayerischen Sommerferien werden auf den Autobahnen wieder zahlreiche Staus erwartet. Deshalb appelliert das Rote Kreuz an die Autofahrer, bereits bei stockendem Verkehr eine Rettungsgasse zu bilden. Nur so können Einsatzkräfte schnellstmöglich Hilfe leisten.

Laut DRK-Bundesarzt Prof. Dr. Peter Sefrin wird der durchschnittliche Zeitverlust wegen fehlender Rettungsgassen auf bis zu fünf Minuten geschätzt. „Für einen Patienten, der reanimiert werden muss, kann dann jede Hilfe zu spät sein“, warnt Prof. Sefrin.

So wird die Rettungsgasse gebildet:

Die Fahrzeuge auf dem linken Fahrstreifen fahren ganz nach links, alle anderen weichen so weit wie möglich nach rechts aus. Wichtig ist, die Gasse bereits bei stockendem Verkehr zu bilden und auch dauerhaft freizuhalten. In engen Baustellenbereichen, wo keine Gasse gebildet werden kann, sollte man versetzt fahren.

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Zahlreiche Einsatzkräfte waren im Einsatz. Foto: Pascal Höfig

Zahlreiche Einsatzkräfte waren im Einsatz. Foto: Pascal Höfig

Hundert Meter zu Fuß zur Unfallstelle

BRK-Rettungsdienstleiter Jens-Uwe Greiner erinnert sich an einen Unfall auf der A3 bei Heidingsfeld im Juni: „Zum Teil mussten die Sanitäter die Rettungswagen stehen lassen und mehrere hundert Meter zu Fuß zur Unfallstelle laufen, mit umfangreicher Ausrüstung und bei sommerlicher Hitze“.

Einige Autos und Gespanne hatten erst beim Herannahen der Einsatzfahrzeuge begonnen, zu rangieren, und sich dabei dann verkeilt. „Für die Kameraden ist das auch psychisch eine schwere Belastung, zu wissen, dass Verletzte dringend auf Hilfe warten, aber man kommt nicht hin“ schildert Greiner weiter.

BRK-Motorrad fährt Streife auf den Autobahnen

Bis zum Ende der Sommerferien ist die BRK-Motorradstreife jedes Wochenende auf den Autobahnen A3, A7 und A81 unterwegs. Die ehrenamtlichen Sanitäter halten mit ihrer 100 PS starken BMW R 1200 RT Ausschau nach verletzten und hilfsbedürftigen Menschen.

Alarmiert wird der Fahrer von “ Rotkreuz Würzburg 17/1″ über Funk von der Integrierten Leitstelle, vor allem bei Verkehrsunfällen, bei denen die wendige Maschine oft deutlich vor dem Rettungsdienst ankommt und lebensrettende Hilfe leisten kann. Zur Ausrüstung des mit Blaulicht ausgestatteten und aus Spenden finanzierten Motorrades gehören medizinisches Gerät, Spielzeug für kleine Reisende und Kartenmaterial zur Beratung der von ihren Navis entnervten Autofahrer.

Neben der Versorgung von Patienten gehören vor allem Betreuungsaufgaben zum täglichen Geschäft der Rettungsfahrer. „Hin und wieder führen wir auch Familien wieder zusammen, wenn die Oma oder der Enkel an der Rastanlage vergessen wurde“, berichtet Günther Gradl, Leiter der BRK-Motorradstreife.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des BRK-Kreisverband Würzburg.

 

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