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Kinderspielplatz an den Wehranlagen. Foto: Dominik Ziegler
Kinderspielplatz an den Wehranlagen. Foto: Dominik Ziegler

Rauchverbot an Spielplätzen: Wie ist die Lage in Schweinfurt?

In Schweden sowie in einigen deutschen Bundesländern wurde das Rauchen an Spielplätzen gesetzlich verboten, dies berichtet das ZDF. Zigarettenstummel, die auf deutschen Spielplätzen liegen bleiben, stellen ein großes Problem dar. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) fordert schon seit längerem ein Rauchverbot an Spielplätzen, dies berichtet rauch-frei.info. Allein im Jahr 2008 wären laut Informationen des DKFZ nämlich nur in Berlin 900 Zigarettenstummeln von Kindern verschluckt worden. Doch wie problematisch ist die Lage in Schweinfurt und was wird dagegen unternommen?

Gefahr durch Vergiftung

Eine weggeworfene Zigarette stellt einerseits nicht nur für die Umwelt, sondern andererseits auch für die Kinder ein großes Risiko dar. Nimmt ein Kind einen Zigarettenstummel in den Mund, kann das verheerende Folgen auslösen. Das Verschlucken eines Zigarettenstummels kann lebensgefährlich werden, da die toxischen und krebserregenden Stoffe zu Vergiftungserscheinungen führen können. Noch schlimmer wird es laut rauch-frei.info, wenn die Stummeln feucht bzw. nass sind, da sich die Inhaltsstoffe noch besser lösen können.

Symbolbild Rauchen. Foto: Dominik Ziegler

Symbolbild Rauchen. Foto: Dominik Ziegler

Auch deswegen haben schon einige Gemeinden und Bundesländer in Deutschland den Zigaretten auf Spielplätzen den Kampf angesagt. Laut dem ZDF besteht in den Bundesländern Bremen, Brandenburg, Saarland und Nordrhein-Westfalen bereits ein Rauchverbot an Spielplätzen. Auch in einzelnen Kommunen dürfe, so das ZDF weiter, nicht mehr auf Spielplätzen geraucht werden. Berlin soll demnächst ebenfalls folgen, obwohl es dort bereits ein Verbot in einigen Bezirken gibt. In Heidelberg ist das Verbot sogar schon seit 2005 in Kraft.

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Die Lage in Schweinfurt

Die Stadt Schweinfurt betreut 82 Spielplätze, auf denen es laut Aussage der Stadtverwaltung durchaus Probleme mit zurückgelassenen Zigarettenstummeln gibt. Bei den routinemäßig durchgeführten Kontrollen und Reinigungsarbeiten, die zweimal wöchentlich stattfinden, würden Zigarettenkippen und sonstiger Unrat entfernt.

Für 2020 sei seitens der Stadt eine einheitliche Beschilderung mit einem Rauch- und Alkoholverbot geplant. Grundsätzlich kontrolliere der Außendienst der Stadt Schweinfurt die städtischen Spielplätze im Rahmen seiner Streifengänge. Bei diesen werde, so die Stadt weiter, im erforderlichen Fall auch auf das Rauchverbot hingewiesen. Der Vollzug des Verbots sei aber insofern schwierig, da man die Verantwortlichen auf frischer Tat erwischen müsse. „Wichtiger ist daher eher die soziale Kontrolle, die durch das Verbot bewirkt wird“, heißt es abschließend.

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