Familie mit Kindern. Symbolfoto: Pascal Höfig
Familie mit Kindern. Symbolfoto: Pascal Höfig

Alltagshelden gebraucht: Stadt sucht Pflegefamilien

Kinder und Jugendliche möchten in einer Familie leben, in der sie Zuwendung, Liebe und Geborgenheit finden. Leider haben aber nicht alle die Möglichkeit, bei ihren Eltern aufzuwachsen. Es gibt Situationen, in denen Eltern aufgrund vielschichtiger Probleme kurz- oder längerfristig nicht mehr in der Lage sind, die Erziehung und Betreuung ihres Kindes zu gewährleisten. Neben Unterstützung der Eltern muss dann vor allem für die Kinder eine geeignete Betreuungs- und Unterbringungsform gefunden werden. Die Stadt Schweinfurt sucht daher Alltagshelden, die Kindern ein liebevolles zu Hause geben können.

Vollzeit- oder Bereitschaftspflege

Es gibt dabei zwei Möglichkeiten der Pflege: die Vollzeit- oder die Bereitschaftspflege.Kinder, die von ihren Eltern auf absehbare Zeit nicht versorgt werden können, benötigen ein längerfristiges Zuhause bei Pflegeeltern. Eine Vollzeitpflege kann befristet sein oder, wenn eine Rückkehr des Kindes zu den Eltern nicht mehr möglich ist, auch bis zur Volljährigkeit des Kindes andauern. Eltern und Kind haben in dieser Zeit ein Recht auf Umgang.

In den Bereitschaftspflegefamilien werden Kinder und Jugendliche untergebracht, für die eine schnelle, unvorhergesehene Betreuung benötigt wird. Dies kann bei akuten Krisen in Familien notwendig werden. Die Kinder leben in der Pflegefamilie, bis eine geeignete Perspektive für sie gefunden wird. Eine Bereitschaftspflege kann somit wenige Tage oder auch mehrere Monate dauern.

Voraussetzungen

Um Pflegefamilie werden zu können, müssen bestimmt Voraussetzungen erfüllt sein. Pflegefamilien, die Kindern ein liebevolles Zuhause geben wollen, benötigen ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen, Belastbarkeit und Flexibilität. Sie sollten bereit sein, auch schwierige Situationen mit dem Pflegekind zu bewältigen. Neben ausreichendem Wohnraum und stabilen Einkommensverhältnissen sind genügend Zeit und vor allem auch Toleranz im Umgang mit Familien und Kindern mit einem anderen sozialen Hintergrund erforderlich. Wichtig ist außerdem die Bereitschaft zu Kontakten mit der Familie des Kindes und zur Zusammenarbeit mit dem Jugendamt.

Unterstützung von der Stadt

Neben den Erwartungen, die an eine Pflegefamilie gestellt werden, darf diese aber auch von der Stadt Schweinfurt Unterstützung in folgender Form erwarten:

Die Mitarbeiterinnen des Pflegekinderdienstes stehen den Pflegefamilien in beratender Funktion zur Seite. So erhalten Pflegefamilien umfangreiche Informationen über die Besonderheiten eines Pflegeverhältnisses und Hilfestellung bei Ihrer Entscheidungsfindung ein Kind aufzunehmen. Dabei wird schon im Vorfeld darauf geachtet, dass Kind und Pflegeeltern gut zueinander passen.

Nach der Aufnahme eines Kindes in der Familie vermittelt der Pflegekinderdienst zwischen Pflegefamilie und Herkunftsfamilie.
Darüber hinaus werden Fortbildungen und Seminare angeboten. Pflegefamilien erhalten außerdem Pflegegeld (darin enthalten ist der Unterhalt für das Kind und eine Anerkennungspauschale), sowie einen Beitrag zur Rentenversicherung.

Bei Interesse stehen die Ansprechpartnerinnen des Pflegekinderfachdienstes der Stadt Schweinfurt sehr gerne zur Verfügung:

  • Andrea Oestreicher Telefon: 09721 51-7855
  • Silke Vahlensieck-Lindner Telefon: 09721 51-7856
  • Jessica Eichhorn Telefon: 09721 51-7857
  • Alexandra Paulus Telefon: 09721 51-7858

E-Mail: pflegeeltern@schweinfurt.de

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Stadt Schweinfurt.

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