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Blick über Schweinfurt. Foto: Pascal Höfig
Blick über Schweinfurt. Foto: Pascal Höfig

Bürgerbegehren für bezahlbaren Wohnraum

Mit steigender Einwohnerzahl sind in Schweinfurt auch mehr Wohnungen notwendig – auch für Menschen, die sich keine Eigentumswohnung oder ein Haus leisten können. Für diese gibt es immer weniger bezahlbaren Wohnraum, so ist die Zahl der Sozialwohnungen stark gesunken. Dieses Problem geht jetzt das Bürgerbegehren „Bezahlbar Wohnen in Schweinfurt“ an , von Frank Firsching, Jochen Keßler-Rosa, Elke Tober-Vogt, Sinan Öztürk, Karl-Heinz Körblein und Barbara Mantel initiiert.

Mehr Sozialwohnungen bis 2026

In einem Antrag an die Stadt sollen bis 2026 mindestens 600 neue Wohnungen für wirtschaftlich schwächere Bürger geschaffen werden. „Diese Sozialwohnungen können durch die Stadt Schweinfurt selbst, ihre Tochter SWG, die Hospitalstiftung oder durch Dritte finanziert und errichtet werden“, heißt es auf der Homepage des Bürgerbegehrens.

Entwicklung des Immobilienmarktes in Schweinfurt

Seit Jahren werden nur neue Eigentumswohnungen errichtet, im Bereich Sozialwohnungen tue sich hier seit zehn Jahren nichts, und das trotz der hohen Nachfrage, so die Initiatoren des Bürgerbegehrens. Die Anzahl der Sozialwohnungen habe sich seit 1999 halbiert, heute seien es nur noch 2.929 Wohnungen, wobei die Zahl noch weiter sinken werde, erklärt die Initiative. Dabei wird sie sich allerdings nicht gegen Eigentumswohnungen ausgesprochen, sondern es werden Lösungen gefordert für die, die sich diese nicht leisten können.

Unzumutbare Zustände

Aus dem Sozialbericht von 2017 sei auch schon hervorgegangen, dass sich die kritische Wohnungssituation nicht verleugnen lasse, wie beispielsweise Anzeigen wegen Mietwucher zeigen, so die Main-Post. Unzumutbare Zustände der Wohnungen wie Schimmelbefall und „Bruchbuden“ seien außerdem keine Seltenheit, heißt es weiter. Die Wohnungen sollen demnach laut Bürgerbegehren bedarfsgerecht gebaut werden.

Mietwohnung oder Sozialwohnung?

Der Unterschied zur Mietwohnung liegt bei einer Sozialwohnung darin, dass die Mietpreise sich hier aus den Kosten für Bau und Finanzierung der Wohnung berechnen und nicht ohne Gründe der Kostensteigerungen und nur unter strengen gesetzlichen Regelungen erhöht werden dürfen. Diese Sozialbindung wird allerdings nach einigen Jahren aufgelöst, sodass die Wohnungen zu „normalen“ Mietwohnungen umgewandelt werden.

3.000 Unterschriften bis Dezember

Bis Dezember sollen nun 3.000 Unterschriften gesammelt werden, um das Bürgerbegehren zu einem Bürgerentscheid zu machen, wie die Main-Post berichtet.

Zur Unterschriftensammlung

Damit würde sich dann auch der Stadtrat beschäftigen müssen – Hauptziel des Bürgerbegehrens. So müsse sich eine Kommune auch für die Interessen der Bürger einsetzen, wie Initiator Jochen Keßler-Rosa in einem Bericht der Main-Post sagt.

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