Blick über Schweinfurt. Foto: Pascal Höfig
Blick über Schweinfurt. Foto: Pascal Höfig

Linke unterstützt Bürgerbegehren „Bezahlbar wohnen in Schweinfurt“

In den letzten Jahren habe sich in Schweinfurt auf dem Wohnungsmarkt für einkommensschwächere Bevölkerungsgruppen nicht viel getan – im Gegenteil: als Ergebnis der Untätigkeit des Oberbürgermeisters sei die Zahl der zur Verfügung stehenden Sozialwohnungen stark rückläufig, das kritisiert die Linke Schweinfurt in einer Pressemitteilung. Nach Meinung der Partei sei es an der Zeit gewesen, etwas dagegen zu unternehmen, so wurde am Mittwoch, 2. Oktober 2019 das Bürgerbegehren „Bezahlbar wohnen in Schweinfurt“ gestartet.

Bürgerbegehren unterstützen

Die Initiative von Frank Firsching, Jochen Keßler-Rosa, Elke Tober-Vogt, Sinan Öztürk, Karl-Heinz Körblein und Barbara Mantel hat bereits eine lange Vorgeschichte. Gab es doch schon verschiedene Anträge im Stadtrat der Stadt Schweinfurt, den Mangel an Sozialwohnungen zu beheben, was ja eine der Aufgaben einer Stadtverwaltung zur Daseinsvorsorge ist, so die Linke. Die Mitgliederversammlung des Kreisverband Schweinfurt hat deshalb einstimmig beschlossen, das Bürgerbegehren aktiv zu unterstützen.

Genügend freie Grundstücke

Schatzmeisterin Kerstin Reichert hob besonders hervor, dass mit den zur Verfügung stehenden Fördermitteln der Bau von neuen Wohnungen zu absolut günstigen Konditionen unverzüglich in Angriff genommen werden könne. Für die Unterstützung des Bürgerbegehrens wurde auch die notwendige Änderung des Finanzplans beschlossen, um die Initiative bei den weiteren Aktivitäten zu stärken, heißt es.

Für die Kreisvorstandsmitglieder Andrea C. Greber und Robert Striesow ist klar, dass die Frage des Wohnens nicht alleine dem Markt überlassen werden darf. Robert Striesow betont, dass die Frage nach passenden Grundstücken leicht zu beantworten ist. Es gäbe noch einige Freiflächen in Schweinfurt. Weiterhin könne die Stadt Schweinfurt Grundstücke dazu kaufen. Er zitierte den bayerischen Bauminister Hans Reichhart, der in einem Interview mit dem Spiegel feststellte, dass der Bau von Sozialwohnungen der beste Weg wäre, um dem massiven Anstieg der Mieten zu begegnen.

Wohnungen für’s Alter

Andrea C. Greber stellt die Notwendigkeit heraus, die Sozialwohnungen sowohl ökologisch nachhaltig als auch kostengünstig zu bauen. Auch gelte es, darauf zu achten, sie altersgerecht zu gestalten, damit die Bürgerinnen und Bürger möglichst lange darin wohnen bleiben können. Es könne ja nicht angehen, dass man im Alter eine Sozialwohnung nicht mehr nutzen könne, weil sie im dritten Stock ohne Aufzug nicht mehr erreichbar sei oder die Ausstattung den veränderten Bedürfnissen dieser Personengruppe nicht mehr entspräche, so die Kommunalpolitikerin. Auch der Aussage des Ministers „Der soziale Wohnungsbau ist die soziale Frage unserer Zeit und Garant für den gesellschaftlichen Frieden“ sei ohne Abstriche zuzustimmen, so Andrea C. Greber weiter.

Beteiligung an Sammeln der Unterschriften

DIE LINKE. Kreisverband Schweinfurt wird aktiv für dieses Bürgerbegehren werben und sich an Aktionen zum Sammeln der notwendigen Unterschriften beteiligen. Infostände gibt es an folgenden Tagen:

Freitag, 11. Oktober,15.30 Uhr-19.00 Uhr, Samstag, 12. Oktober, 10.00 Uhr-16.00 Uhr.
Freitag, 18. Oktober, 15.30 Uhr-19.00 Uhr, Samstag, 19.Oktober, 10.00 Uhr- 16.00 Uhr.
Freitag, 25. Oktober, 15.30 Uhr-19.00 Uhr, Samstag, 26. Oktober, 10.00 Uhr-16.00 Uhr.

Die Standorte werden rechtzeitig bekanntgegeben.

Dieser Artikel beruht auf eine Pressemitteilung der DIE LINKE. Schweinfurt. 

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