Thomas Kästner, Geschäftsführer der Stadtwerke Schweinfurt GmbH (links), Oberbürgermeister Sebastian Remelé (mittig) und Alexander Förster, Geschäftsführer der Stadt- und Wohnbau GmbH (rechts) haben die Info-Tafel am 1. Oktober 2019 enthüllt. Foto: Esther Straub
Thomas Kästner, Geschäftsführer der Stadtwerke Schweinfurt GmbH (links), Oberbürgermeister Sebastian Remelé (mittig) und Alexander Förster, Geschäftsführer der Stadt- und Wohnbau GmbH (rechts) haben die Info-Tafel am 1. Oktober 2019 enthüllt. Foto: Esther Straub

Mieterstromprojekt in der Kreuzstraße eingeweiht

Unter „Mieterstrom“ versteht man die dezentrale Erzeugung von Strom aus Photovoltaikanlagen oder Blockheizkraftwerken (BHKW), der lokal an die Bewohner des Gebäudes bzw. des Quartiers geliefert wird. So erhalten auch die Bewohner von Mehrparteienhäusern, zumeist Mieter, die Möglichkeit an der Energiewende teilzuhaben. Genau solch ein Projekt wurde nun in Schweinfurt eingeweiht.

Projekt erfolgreich umgesetzt

Anfang des Jahres unterzeichneten die Geschäftsführer Thomas Kästner (Stadtwerke Schweinfurt GmbH) und Alexander Förster (Stadt- und Wohnbau GmbH Schweinfurt) einen Kooperationsvertrag, der den Grundstein für ein Mieterstromprojekt in Schweinfurt legte, heißt es in einer Pressemitteilung. Ausgewählt wurde hierfür das Wohnquartier in der Kreuzstraße 16 – 30 als eines von wenigen in Deutschland, wie die Main-Post berichtet. Nach einigen Umbauarbeiten an den Versorgungsleitungen und den Messeinrichtungen sowie der Installation einer Photovoltaikanlage (PV) samt Stromspeicher, welche die bereits vorhandenen Blockheizkraftwerke (BHKW) bei der Stromgewinnung sinnvoll ergänzen, konnte das Projekt erfolgreich umgesetzt werden.

Umweltfreundliche Stromerzeugung

Gemeinsam mit dem Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzenden der beiden Unternehmen, Sebastian Remelé, wurde dieses innovative Energieprojekt jetzt eingeweiht. Vor der Wohnanlage enthüllte Remelé eine Info-Tafel, an der Mieter und Passanten ab sofort die aktuelle Stromerzeugung aus PV und BHKW sowie den Füllstand des Batteriespeichers einsehen können. Das Projekt zeigt beispielhaft, wie vorhandene Dachflächen in Schweinfurt zur Stromerzeugung aus Sonnenenergie genutzt werden können und dass dies nicht ausschließlich Eigenheimbesitzern mit eigenem Dach vorbehalten ist. „Wir gestalten Klimaschutz in Schweinfurt und nehmen dabei auch diejenigen mit, denen die Möglichkeit verwehrt ist, selbst in umweltfreundliche Stromerzeugungsanlagen zu investieren“, freut sich Thomas Kästner.

Mieterstromprojekt als nächsten Schritt

Die SWG schafft es, als innovative Wohnbaugesellschaft die Attraktivität ihres Wohnraums weiter zu steigern, so heißt es in einer Pressemitteilung. „Schon seit Jahren übererfüllt die SWG bei Neubauten und Modernisierungsmaßnahmen gesetzliche Standards zur Energieeffizienz. Das Mieterstromprojekt Kreuzstraße ist der logische nächste Schritt“, zeigt sich der Geschäftsführer der Stadt- und Wohnbau GmbH, Alexander Förster, überzeugt.

Wohnungen von 1920

Die Werkswohnungen wurden der Main-Post nach um 1920-1922 erbaut und 1993 von der heutigen SWG gekauft. Dreiviertel der Mieter entschlossen sich für einen Abschluss mit den Stadtwerken und sparen so sowohl Geld als auch 266 Tonnen Kohlendioxid im Jahr ein, so die Main-Post weiter. Vor ein paar Jahren war im Bereich der Kreuzstraße ein lebendiges Quartier für Familien entstanden, welches nun auch im Bereich Stromgewinnung fortschrittlicher werden soll, jedoch wurde dies aufgrund von bürokratischen Hürden nicht schneller realisiert, wie die Main-Post berichtet.

- ANZEIGE -

AUCH INTERESSANT

mieterstromprojekt-in-der-kreuzstrae-eingeweiht-schweinfurt-city