Zeitumstellung von 3.00 Uhr auf 2.00 Uhr Foto: Bettina Bocskai
Zeitumstellung von 3.00 Uhr auf 2.00 Uhr Foto: Bettina Bocskai

„Tick, Tack“: Es wird wieder an der Uhr gedreht

Am Sonntag, den 27.10.19 dürfen wir in diesem Jahr schon das zweite Mal unsere Uhren umstellen. Von 3.00 Uhr in der Früh wird die Uhr um eine Stunde von der Sommerzeit auf die mitteleuropäische Zeit (MEZ) – im Volksmund Winterzeit – zurückgestellt. Damit wird der Sonntag in Schweinfurt zu einem entspannten 25-Stunden-Tag. Endlich mal bisschen mehr Zeit um alles zu erledigen – oder um auszuschlafen.

Ende der Zeitumstellung

Doch nur wenige denken euphorisch über die Zeitumstellung, so auch die EU-Kommission. Eigentlich hat EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker ein Ende der Zeitumstellung noch in diesem Jahr in Aussicht gestellt. Das braucht nun ein bisschen mehr Zeit als gedacht. Künftig sollen alle Staaten selbst entscheiden können, ob sie dauerhaft Winter- oder Sommerzeit wollen.

Mehrheit für Abschaffung

Nichtsdestotrotz will man einen „Zeit-Flickenteppich“ vermeiden, weshalb sich die Staaten intern und untereinander abstimmen müssen. Bis 2021 soll die Zeitumstellung abgeschafft sein. Das wäre der Wunsch von vielen Bürgern und Bürgerinnen. Bereits vor einem Jahr führte die Europäische Union eine Umfrage zur Abschaffung der halbjährlichen Zeitumstellung durch. Die EU-Kommission erhielt 4,6 Millionen Antworten, drei Millionen kamen allerdings aus Deutschland.

Mehr Energie sparen?

Doch wieso gibt es überhaupt die Zeitumstellung? Der ursprünglich wichtigste Grund: Mehr Tageslicht nutzen und weniger Energie verbrauchen. Allerdings gibt es kaum Beweise dafür, dass wir dadurch tatsächlich umweltfreundlicher leben. Das bestätigt auch das Büro für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag. In einer Analyse kamen sie zu dem Ergebnis, dass die energetischen Aspekte kaum ins Gewicht fallen.

Tipps und Tricks

Nichtsdestotrotz müssen wir zumindest dieses Jahr noch das Beste aus der Zeitumstellung herausholen. Viele leiden unter einem gestörten Schlaf-Wach-Rhythmus, unter Tagesmüdigkeit und Konzentrationsstörungen. Dennoch gibt es ein paar Tricks, wie man sich auf die Zeitumstellung vorbereiten kann.

Beispielsweise ist es hilfreich seine Routinen langsam an die neue Zeit anzupassen. Für die jetzige Winterzeit kann es helfen, wenn man schon ein paar Tage vor der Umstellung etwas früher ins Bett geht, damit sich der Schlafrhythmus gut einstellen kann. Ein langer Spaziergang am Abend hilft zudem besser einschlafen zu können. Nach der Umstellung, sollte darauf geachtet werden, dass man die nächsten Tage etwas entspannter angeht. Am besten keine Termine auf den frühen Morgen oder späten Abend stellen. So ist es einfacher für den Körper mit der neuen Zeit zurechtzukommen.

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