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Die Luft da oben, ein Roman über das Erwachsenwerden und Anderssein. Foto: Pauline Keller
Die Luft da oben, ein Roman über das Erwachsenwerden und Anderssein. Foto: Pauline Keller

„Die Luft da oben“: Unterfränkin Pauline über ihren Debütroman

Pauline Keller, eine junge Studentin und Autorin aus Würzburg, hat bereits 2017 ihren ersten Roman veröffentlicht. In „Die Luft da oben“ schreibt sie über Selbstzweifel und den schwierigen Weg des Sich-selbst-Findens. Ihr Debütroman ist eine Mischung aus ernsten Themen, amüsanten Szenen und einer jungen, kräftigen Sprache. Sie hat uns im Interview erzählt, wie die Idee zum Buch entstanden ist und was sie mit Schweinfurt verbindet.

Schweinfurt City (SwC): Wie kamst Du zum Schreiben und woher hast Du die Idee für deinen Debütroman genommen?

Pauline: Ich kann gar nicht genau erklären, wie ich dazugekommen bin, den Roman zu schreiben. Es war so eine Bauchsache: Irgendwann saß ich am Computer und die Geschichte kam einfach aus mir heraus. Wenn ich es mir recht überlege, sind bei mir die wirklich wichtigen Entscheidungen meist aus dem Bauch heraus getroffen. Zwar bin ich wie Lena, die Hauptperson meines Romans, ein professioneller, organisierter „Zerdenker“, der alles von vorne und hinten, oben und unten, rechts und links … durchgrübelt, aber wenn es darauf ankommt, ist doch mein Bauch zur Stelle und sagt mir, was richtig ist.

SwC: Um was geht es in deinem Buch?

Pauline: „Die Luft da oben“ erzählt von der Suche nach dem eigenen Weg und vom größten Gegner, den ein junger Mensch haben kann: sich selbst. Wegen ihrer Größe ist die 25-jährige Lena für alle die lange Latte. Lena lacht zu den Sprüchen und Spötteleien. Wie sehr es sie verletzt, soll keiner sehen. Was sollte sie auch sagen? Mehr und mehr beginnt Lena, sich selbst zu verachten. Ihre 1 Meter und verfluchten 82 Zentimeter zu hassen. Sie versucht, sich unter weiten Klamotten zu verstecken, knickt die Schultern ein und würde am liebsten so tief in sich hineinkriechen, bis sie sich aufgelöst hat. Eines Tages jedoch wird Lena zu einem Klassentreffen eingeladen … und was sie dort erfährt, verändert alles. Allmählich erwacht Lenas eigene Stimme in ihr und sie setzt zum Rundumbefreiungsschlag an …

„Die Luft da oben“ ist eine Geschichte über Selbstzweifel und die Spuren, die die Worte der Mitmenschen hinterlassen können, eine feinfühlige und doch manchmal schmerzhaft direkte Geschichte über das Erwachsenwerden, mit allen Konflikten, die dazugehören, und mit der Frage: Soll man sich verbiegen, um andere stolz zu machen, oder soll man einen Befreiungsschlag wagen und nach dem eigenen Glück suchen?

SwC: Denkst Du an eine Fortsetzung von „Die Luft da oben“ und gibt es Zukunftspläne?

Pauline: Vielleicht meldet sich mein Bauch ja noch einmal mit einer neuen Geschichte oder aber mit einer Fortsetzung rund um Lena. Ich selbst lese schließlich alles, was mir in die Finger gerät: von Shampoo- und Gesichtscreme-Etiketten, während ich im Bad stehe und mir die Zähne putze, über Biographien und Frauenromanen bis hin zu Klassikern. Zum Einschlafen steckt mir dann noch oft ein Hörbuch im Ohr.

SwC: Und zum Schluss die Frage: Was verbindet dich eigentlich mit Schweinfurt?

Pauline: Meine Verbindung zu Schweinfurt ist eine richtige Herzensverbindung, denn ich habe dort meinen Mann kennengelernt.

Der Roman „Die Luft da oben“ ist im Buchhandel oder online erhältlich (Taschenbuch, 244 Seiten, ISBN 978-3-7357-8062-1 oder E-Book, ISBN 978-3-7386-9045-3).

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