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ZF-Gebäude in Schweinfurt. Foto: Pascal Höfig
ZF-Gebäude in Schweinfurt. Foto: Pascal Höfig

ZF-Mitarbeiter unterstützen Bedürftige weltweit mit 220.000€

Seit knapp 15 Jahren bündelt ZF sein humanitäres Engagement im gemeinnützigen Verein ZF hilft e.V. – der Verein bietet den Mitarbeitern des Konzerns die Möglichkeit, Überstunden oder Teile ihres Gehalts auf unkomplizierte Weise für wohltätige Zwecke zu spenden. Auch die ZF-Mitarbeiter in Schweinfurt beteiligen sich daran. Dabei fließen alle Erträge zu 100 Prozent in die verschiedenen Hilfs- und Bildungsprojekte des Vereins – denn die Verwaltungskosten trägt der Betrieb. Das Konzept stößt auf großen Anklang: Seit seiner Gründung konnte „ZF hilft.“ über 12 Millionen Euro an Spendengeldern sammeln.

100 Jahre – 100 Schulen

Die bisher größte Spendenaktion in der Vereinsgeschichte initiierte „ZF hilft.“ anlässlich des hundertjährigen Jubiläums des Konzerns im Jahr 2015. Unter dem Titel „100 Jahre – 100 Schulen“ startete der Verein den Auf- und Ausbau von 100 Bildungsstätten in Armutsregionen rund um den Globus. Das Projekt setzte sich aus drei Säulen zusammen: Zum einen plante „ZF hilft.“ in Zusammenarbeit mit der „Stiftung UNESCO – Bildung für Kinder in Not“ (heute: „YOU Stiftung – Bildung für Kinder in Not“) den Neubau von 30 Schulen in den Slums von Bangladesch, Indien und Sierra Leone.

Für bessere Bildungssituation

Gemeinsam organisierten die langjährigen Partnerorganisationen auch Schulungen für junge Lehrer und bessere Unterrichtsmaterialien für 70 verschiedene Bildungseinrichtungen in China, Mexiko, Nepal und Peru sowie auf den Philippinen. In einem dritten Teilprojekt kooperierte „ZF hilft.“ mit der internationalen Hilfsorganisation „World Bicycle Relief“, um Schüler in 100 Gemeinden in Sambia und Südafrika mit Fahrrädern zu versorgen. Im Fokus stand hier die Verbesserung der Mobilität, denn gerade in abgelegenen Dörfern sind zweistündige Fußmärsche als Schulweg keine Seltenheit.

Fahrräder erleichtern Schülern in 100 Gemeinden in Sambia und Südafrika den Schulweg. Bild: World Bicycle Relief

Fahrräder erleichtern Schülern in 100 Gemeinden in Sambia und Südafrika den Schulweg. Bild: World Bicycle Relief

Wenn „100 Jahre – 100 Schulen“ Ende Dezember nach knapp vier Jahren Laufzeit ihren Abschluss findet, hat die Aktion ihr ursprüngliches Ziel weit übertroffen: Anstatt der ursprünglich geplanten 30 wurden insgesamt 85 Schulen neu errichtet oder modernisiert. Mehr als 17.000 Kinder an bereits bestehenden Schulen profitieren von besseren Ausbildungsbedingungen, über 4.000 Schüler konnten sich über ein neues Fahrrad freuen. Die gesamte Spendensumme belief sich auf 4,2 Millionen Euro. Die UBS Optimus Foundation stockte die von „ZF hilft.“ gesammelten 2,4 Millionen Euro noch einmal um rund 1,8 Millionen Euro auf.

Mobilität schafft Bildung

„100 Jahre – 100 Schulen“ ist nur eines von vielen Projekten:“ die Mobilität als wichtigen Faktor einer gut ausgebauten Bildungsinfrastruktur fördert. Damit knüpft der Verein auch an die Initiative #MobilityLifeBalance an, mit der ZF konsequent den Menschen in den Mittelpunkt stellt: Mobilität ist kein Selbstzweck, sondern muss dazu beitragen, unsere Lebensqualität zu steigern – beispielsweise, indem sie den Zugang zu Bildung und nachhaltiger Entwicklung in der Dritten Welt erleichtert.

Daher setzt „ZF hilft.“ seine Zusammenarbeit mit „World Bicycle Relief“ im Projekt „Mobilität für alle“ fort. Bis 2022 wollen die beiden Organisationen in Simbabwe jährlich 800 Fahrräder ausliefern und damit die Region Hwange in Sachen Bildung, Gesundheitsversorgung, Wirtschaft und Umwelt mobil machen. Die Fahrräder verkürzen Kindern den Schulweg, ermöglichen Krankenpflegern eine schnellere medizinische Versorgung ihrer Gemeinde und sind zudem ein umweltfreundliches Transport- und Verkehrsmittel. Das Gesamtbudget liegt bei rund 490.000 Euro.

Busse zu mobilen Schulen umgebaut

Ein weiteres Beispiel für den humanitären Einsatz neuer Mobilitätskonzepte ist die Initiative „Mobile Quality Schools“: In Bangladesch wurden zusammen mit der YOU Stiftung zwei Busse zu mobilen Schulen umgebaut und übernimmt bis Ende 2020 die Kosten für Lehrer, Unterrichtsmaterialien, Fahrer und Kraftstoff. Die rollenden Klassenzimmer vermitteln rund 150 Slum-Kindern, die keinen Zugang zu adäquater Bildung haben, Grundkenntnisse in Sprachen, Mathematik und Naturwissenschaften. Seit Oktober 2018 steuert jeder Bus täglich drei oder vier verschiedene Stationen an.

Anfang 2004

Am Anfang stand eine der dramatischsten Naturkatastrophen der Neuzeit: An Weihnachten 2004 löste ein Erdbeben im indischen Ozean eine Reihe von Tsunamis aus, die rund 230.000 Menschen in den Tod rissen und 1,7 Millionen Einwohner der betroffenen Regionen obdachlos machten. Die Mitarbeiter reagierten mit einer überwältigenden Hilfsbereitschaft und spendeten insgesamt rund 450.000 Euro. ZF als Unternehmen hat diese Spendensumme auf eine Million Euro aufgerundet. Um diese enorme Summe besser verwalten und geeigneten Hilfsorganisationen zuführen zu können, gründete ZF den gemeinnützigen Verein. Seit seiner Gründung unterstützt dieser die Opfer von Naturkatastrophen, Epidemien, Hungersnöten und Konflikten weltweit. Neben der Nothilfe für Menschen in Krisengebieten liegt ein großer Schwerpunkt auf Schul- und Ausbildungsprojekten für Kinder in benachteiligten Gebieten.

Gesellschaftliche Verantwortung als Unternehmenswert

„ZF ist ein global tätiges und führendes Technologieunternehmen. Für uns bedeutet das: Mit einem weltweiten Zugang zu Märkten geht auch eine globale gesellschaftliche Verantwortung einher – und die nehmen wir sehr ernst“, sagt Sabine Jaskula, Vereinsvorsitzende und im Vorstand für das Thema Personal verantwortlich. „‚ZF hilft.‘ gibt uns die Möglichkeit, unser soziales Engagement zu bündeln und auf die

Projekte für nachhaltige Entwicklung

Zusätzlich zu verschiedenen laufenden Aktivitäten organisiert der Verein jedes Jahr eine Spendenaktion, bei der die Mitarbeiter an den deutschen ZF-Standorten ihre Überstunden oder Teile ihres Gehalts für einen konkret ausgewählten wohltätigen Zweck abgeben können. „Der Erfolg zeigt, wie sehr unseren Mitarbeitern humanitäre Themen am Herzen liegen“, erklärt Betriebsratschef Achim Dietrich, zweiter Vorsitzender. „Daher ist es uns wichtig, ihnen mit dem Verein einen einfachen und unkomplizierten Weg zu bieten, um diese Solidarität mit notleidenden Menschen auf der ganzen Welt zum Ausdruck zu bringen.“ Neben den Mitarbeitern spenden auch Kunden des Konzerns und ZF selbst regelmäßig.

Gegen das Leiden im Stillen

Im kommenden Jahr richtet „ZF hilft.“ das Augenmerk nun auf humanitäre Krisen, die von der Öffentlichkeit größtenteils übersehen werden: Denn auch wenn 130 Millionen Menschen weltweit jedes Jahr Opfer von Konflikten und Katastrophen sind, schaffen viele dieser Vorfälle es gar nicht erst in das öffentliche Bewusstsein. Für die Betroffenen hat das dramatische Folgen, denn ohne öffentliche Aufmerksamkeit fehlen oft auch die Ressourcen für Hilfsaktionen. In ihrer Studie „Suffering in Silence“ rückt die internationale Hilfsorganisation CARE daher jedes Jahr zehn Krisen in den Mittelpunkt, die keine Schlagzeilen machen, obwohl jeweils über eine Million Menschen betroffen ist. Mit seiner aktuellen Spendenaktion unterstützt „ZF hilft.“ Projekte in diesen Gebieten und setzt so ein Zeichen gegen das Leiden im Stillen.

Dieser Artikel beruht auf eine Pressemitteilung der ZF Friedrichshafen AG. 

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