Symbolbild WG-Zimmer - Foto: Nina Härtle
Symbolbild Zimmer Foto: Nina Härtle

Smart Living – So geht Klimaschutz durch IoT



Die Postmoderne ist ein postindustrielles Zeitalter und der technologische Fortschritt lässt sich wunderbar für den Klimaschutz nutzen. Insbesondere im Smart Home ergeben sich durch die Vernetzungsfähigkeit der einzelnen Dinge spannende Möglichkeiten. Auch deswegen ist Smart Living der Markt mit dem vielleicht größten Wachstumspotenzial in der Zukunft. Solche Smart Home Systeme vorzustellen und den Kunden dafür zu ermuntern, selbst Teil der grünen Wende zu werden und den eigenen ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich zu halten, wird Anliegen dieses Artikels sein.

Mit Smart Metering alles im Blick

Smart Metering ergibt im Vergleich zum alten Stromzähler deutliche Vorteile für das Energiesparen und wird deshalb auch in Schweinfurt in den nächsten Jahren flächendeckend eingeführt. Smart Metering bedeutet, jedes einzelne Gerät und dessen Stromverbrauch immer im Blick zu haben. Dies ermöglicht einen bewussteren Umgang mit Strom und hilft dabei, Stromfresser zu identifizieren. Dass man jederzeit alles im Blick hat, bringt auch den praktischen Vorteil, jederzeit dagegen steuern zu können.

Belohnungsystem für Klimaschutz – eine Idee für Schweinfurt?

Sitzt man beispielsweise gerade im Zug und schaut über das Smartphone auf den momentanen Energieverbrauch, kann man das vergessene Licht im Schlafzimmer bequem ausschalten. Manchmal ist dafür nicht einmal mehr eine Eingabe vonnöten, denn auch ein Sprachassistent nimmt Befehle entgegen und führt diese aus. Übrigens hilft ein Zentralschalter auch dabei, nicht zu sehr dem Standby-Modus zu vertrauen. Das System ist zwar per se stromsparend, verführt aber zum immerwährenden Betrieb. Eine genauere Smart Home Erklärung findet man hier.

Behutsam heizen für das Klima

Die Heizung macht den Löwenanteil des Energieanteils eines Haushalts aus. Nach Berechnungen des Fraunhofer Instituts lassen sich mit intelligenten IoT-Maßnahmen bis zu 40 Prozent an Stromkosten einsparen. Dies fängt mit einer Kopplung von Heizung und Fenster sowie Rollläden und Jalousien an. So regelt sich die Heizung beim Öffnen des Fensters automatisch herunter. Dasselbe passiert, wenn Rollläden oder Jalousien heruntergefahren werden. Besonders wichtig ist natürlich der Effekt, dass die Heizung durch das Smart Home automatisiert werden kann. So läuft sie nur auf Sparflamme, wenn alle auf der Arbeit oder im Urlaub sind, um rechtzeitig vor dem Eintreffen wieder auf Hochtouren zu kommen.

Jalousien & Rollläden als Wärmedämmer

Vor allem in älteren Häusern sollten Rollläden und Jalousien in ihrer Eigenschaft als Wärmedämmer nicht unterschätzt werden. Jalousien und Rollläden halten im Sommer die ärgste Hitze fern und speichern dafür die Wärme im Winter. Auch macht es bereits viel aus, veraltete Heizsysteme durch modernere zu ersetzen. Als energiesparend gelten beispielsweise innovative Wärmepumpen. Wer nicht gleich alles auf den Kopf stellen möchte, für den bietet der Markt genügend Möglichkeiten zum Nachrüsten mit einem spürbaren Mehrwert für das Klima.

Effiziente Lastenverteilung

Im Internet der Dinge (IoT) ist alles bekanntlich mehr oder weniger miteinander verbunden. Dies schafft Potenziale für eine Arbeitsteilung der einzelnen Geräte. Durch eine Lastenverschiebung ist es beispielsweise möglich, dass das Pedelec nachts Strom lädt und die Waschmaschine dann wäscht, wenn es besonders günstig ist. Die Wärmepumpen wiederum heizen den Warmwasserspeicher vorzugsweise nachts oder am Mittag auf, wenn zu viel Strom vorhanden ist. Natürlich sind alle Haushaltsgeräte mit den günstigsten Stromzeiten vertraut gemacht worden und entscheiden selbstständig, wann ihre Arbeit am günstigsten ist.

Stromsparen mit intelligentem Licht

Die intelligente Abstimmung der einzelnen Lichtquellen sorgt nicht nur für eine gemütlichere Atmosphäre im Haus, sondern leistet auch ihren Beitrag für das Stromsparen. Anstatt dass nach dem alten binären System zu viele Lampen im Haus brennen, stimmen sich im Smart Home die einzelnen Lichtquellen aufeinander ab. Sie erkennen beispielsweise mit ihren Sensoren die momentane Helligkeit und führen auf Knopfdruck nur so viel an Licht hinzu, dass der Idealwert erreicht, aber nicht überschritten wird. Auch die Lichtszenarien basieren auf einem solchen Feintuning.

Situationsgerechtes Licht durch Bewegungssensoren

Wer beispielsweise „gemütliche Lesestunde“ in seinen Smart Home Manager eingibt, der kommt in den Genuss seiner Leselampe. Alle anderen Lichtquellen schalten sich währenddessen ab. Auch Bewegungssensoren unterstützen die Einsparung von Energie, da das Licht nur situationsgerecht angeschaltet ist, während es sich nach einer Zeit der Inaktivität von selbst wieder ausschaltet. Mit Bewegungssensoren für das Licht ist das Problem der vergessenen Lampen überwunden.

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