Spielplätze & Co. bleiben ein Tabu. Foto: Dirk Flieger
Spielplätze & Co. bleiben ein Tabu. Foto: Dirk Flieger

Corona: Staatsregierung verhängt Ausgangsbeschränkung

In einer Pressekonferenz am Freitagmittag hat Ministerpräsident Söder weitere erhebliche Einschränkungen für das öffentliche Leben in Bayern bekannt gegeben. Es werde sich 1 zu 1 an die österreichischen Maßnahmen angepasst, dies wurde einstimmig beschlossen. Nötig wird die Ausgangsbeschränkung deshalb, weil sich noch zu viele Bürger nicht an die schon bereits bestehenden Regelungen halten. Auch in Schweinfurt gab es wutentbrannte Nachrichten, die sowohl an unsere Redaktion als auch an öffentliche Stellen herangetragen wurden. Zu lesen war stets, dass Spielplätze, Straßencafés und Co. weiterhin bevölkert wären und sich viele nicht an die Vorgaben halten würden.

Alle Infos zu Corona in Schweinfurt.

Somit gelten ab heute Nacht, 00.00 Uhr, für 14 Tage grundlegende Ausgangsbeschränkungen in ganz Bayern. Das öffentliche Leben wird heruntergefahren und es heißt „Zuhause bleiben“.

Was ist nun noch erlaubt?

Laut Ministerpräsident Markus Söder heißt es:

  • Es soll und kann weiterhin zur Arbeit gegangen werden. Jedoch werden alle Arbeitgeber nochmals daruf hingewiesen, dass auf Mindestabstände geachtet werden soll und wo es geht, Home-Office ermöglicht werden soll.
  • Die ärztliche Versorgung bleibt weiterhin gewährleistet. Physiotherapeuten sollen allerdings nur mehr in Notfällen aufgesucht werden, Logopäden, Ergotherapeuten u.ä. bleiben geschlossen.
  • In Alten- und Pflegeheimen und Behinderteneinrichtungen sind keine Besucher mehr erlaubt, ebenso in Krankenhäusern. Ausnahmen sind Sterbefälle; Eltern, deren Kinder im Krankenhaus behandelt werden; der Besuch des Vaters bei der Geburt eines Kindes.
  • Erlaubt ist die Begleitung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen.
  • Erlaubt ist die Begleitung Sterbender sowie Beerdigungen im engsten Familienkreis.
  • Erlaubt ist der Besuch bei Lebenspartnern, Alten, Kranken oder Menschen mit Einschränkungen (außerhalb von Einrichtungen) und die Wahrnehmung des Sorgerechts im jeweiligen privaten Bereich.
  • Die Lebensmittelversorgung bleibt wie bisher erhalten. Es wird keine Engpässe geben und es gibt KEINEN Anlass für Hamsterkäufe!
  • Banken bleiben geöffnet.
  • Frisöre,  Bau- und Gartenmärkte werden geschlossen.
  • Gastronomie wird geschlossen (Ausnahmen sind nur To Go-Angebote, Drive in-Angebote, Lieferdienste).
  • Sport im Freien und spazieren gehen ist weiterhin erlaubt, allerdings nur alleine oder mit Familie oder dem Hund. Treffen in größeren Gruppen sind untersagt!

Die kompletten Maßnahmen und Begründungen der Staatsregierung im Wortlaut.

Ministerpräsident Söder, sowie Wirtschaftsminister Aiwanger, Gesundheitsministerin Huml und Innenminister Herrmann appellieren nochmals eindringlich an die Bevölkerung, zu Hause zu bleiben und nur bei einem triftigen Grund das Haus zu verlassen. Weitergehende Maßnahmen seien sonst denkbar, so Söder. Auch werde sich für die vernünftigen durch die neuen Maßnahmen nicht viel ändern, jetzt sei aber auch der Rest der Bevölkerung gefragt. „Es geht um den Schutz von uns allen! Bitte ernst nehmen!“, so der Ministerpräsident.

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