Seit Monaten streiken Schüler auf der ganzen Welt gegen die Klimapolitik. Am 22. Februar wurde das erste Mal in Schweinfurt gestreikt. Foto: Dirk Flieger.
Seit Monaten streiken Schüler auf der ganzen Welt gegen die Klimapolitik. Am 22. Februar wurde das erste Mal in Schweinfurt gestreikt. Foto: Dirk Flieger.

Fridays for Future: Auch Schweinfurt nimmt an Online-Demo teil

Am Freitag, den 24. April 2020, findet der fünfte globale Klimastreik von Fridays For Future statt. Anders als bei den vergangenen Aktionstagen werden diesmal allerdings keine Menschenmassen auf den Straßen für Klimagerechtigkeit protestieren: Aufgrund der Corona-Pandemie ruft Fridays For Future zu alternativen, gesundheitlich unbedenklichen Protestformen am Freitag auf.

Online-Demo mit Musik-Programm

Anstelle des normalen Streikprogramms wird ab 12:00 Uhr auf YouTube eine Online-Demo mit Musikprogramm und Redebeiträgen von internationalen Klimaaktivistinnen und Scientists For Future übertragen. Unter anderem wird Katja Riemann mit Erik Marquardt über die Situation der Geflüchteten auf Lesbos reden und Eckhardt von Hirschhausen mit Pflegepersonal die aktuelle Lage in Krankenhäusern aufgreifen. Musikalische Unterstützung bekommen sie von Giant Rooks, Mogli und Clueso, der im Livestream seine neue Single „Tanzen“ released.

“Sowohl die Klimakrise als auch die Coronakrise lassen sich nicht national lösen. Wir brauchen bei beidem internationale Maßnahmen. Die Klimakrise macht aber auch in der Corona-Pandemie keine Pause. Deswegen werden wir am 24. April wieder weltweit Klimagerechtigkeit einfordern“, sagt Pauline Daemgen aus Berlin.

Auch Schweinfurt beteiligt sich

Auch die Unterstützer aus Schweinfurt können sich mit Hilfe einer Aktion beteiligen. Fridays for Future Schweinfurt ruft via Instagram (@fffschweinfurt) dazu auf, Bilder zu schicken, wie man beispielsweise ein Plakat hochhält oder auf eine andere Weise demonstriert. Diese Bilder werden dann in der Story des Kanals hochgeladen. Zum Schutz von Risikogruppen hatten die Aktivistinnen und Aktivisten ihren Protest seit März ins Netz verlegt und rufen zum #NetzstreikFürsKlima auf. Auf der Karte auf der Website können sich zudem alle Streikenden mit Foto und Standort eintragen.

„Branchen der Zukunft“

“Menschenleben müssen endlich über Profite gestellt werden. Für eine langfristige Krisenbekämpfung hin zu einer zukunftsfähigen Wirtschaft und Gesellschaft brauchen wir nachhaltige Antworten auf die Coronakrise. Anstatt mit der Einführung von Autoprämien und der Förderung veralteter Energieträger krampfhaft an der Vergangenheit festzuhalten, müssen die Branchen der Zukunft – ‘systemrelevante Jobs’ in Pflege, Einzelhandel und ÖPNV genauso wie erneuerbare Energien oder nachhaltige Landwirtschaft – gestärkt aus der Krise hervorgehen”, sagt Jakob Springfeld aus Zwickau.

Der Artikel basiert auf einer Pressemitteilung der Bewegung „Fridays for Future“. 

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