Weinberge. Symbolbild: Dominik Ziegler
Weinberge. Symbolbild: Dominik Ziegler

Das finden die Schweinfurter positiv an der Corona-Zeit

Negative Nachrichten gab es zurzeit viele: Seit der Ausbreitung des Corona-Virus Anfang 2020 hält die Welt den Atem an. Der Alltag jedes Menschen verändert sich – Ausgangsbeschränkungen, Kontaktverbote, Veranstaltungen werden abgesagt, Einkaufen und Busfahren nur noch mit Maske und und und. Doch darf man im Leben nicht immer nur die negativen Seiten sehen. Warum sich nur darauf konzentrieren, wenn man auch die ganzen positiven Dinge wertschätzen kann?

Die Zahl der Genesenen steigt nämlich ebenfalls an, und auch gab es zuletzt viele Lockerungen und eine Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen. Dennoch haben wir Euch, die Schweinfurt City-Community, letzte Woche gefragt „Welche positiven Erfahrungen zieht Ihr aus der Corona-Zeit?“

Zu sich selbst finden

Dadurch, dass man nun nicht mehr so viel unternehmen darf bzw. kann, hat man auch viel mehr Zeit – also auch Zeit für sich selbst. Wenn man diese Zeit sinnvoll nutzt, kann dies viel bewirken – auch für die mentale Gesundheit. Susanne findet das ebenfalls und antwortet: „Man überdenkt das Leben und das ist etwas Gutes.“ Unter anderem auch durch die Entschleunigung. Termine werden abgesagt – die Welt steht still. Allgemein hat man in dieser Zeit viel mehr Möglichkeiten Sachen zu erlernen, für die man davor keine Zeit hatte.

Die Ausrede „Ich hab keine Zeit“ gilt jetzt nicht mehr. Egal, ob ein neues Hobby, ein neues Buch anfangen, wieder mal mehr Sport machen oder abends ein Bad nehmen – Zeit für sich bewirkt Wunder. So meint auch Graziella „Massig Zeit um kreativ zu sein„. Das bestätigt auch Maria: „Man nimmt sich viel mehr Zeit für Spaziergänge in der Heimat„.

Bäume pflanzen im Homeoffice

Die Menschen werden außerdem achtsamer – besonders der Natur gegenüber. So betrachtet man den Weinberg beim Spaziergang ganz anders, als zuvor. Man schätzt jeden Sonnenuntergang wert und genießt diesen. Außerdem nimmt man nicht mehr alles als selbstverständlich! Das findet auch Tania: „Die Natur erholt sich, ich sehe Tiere draußen, die hab ich in freier Wildbahn und live noch nie gesehen.

Symbolbild Blumenwiese. Foto: Dirk Flieger

Symbolbild Blumenwiese. Foto: Dirk Flieger

Fürsorgliche Mitmenschen

Manche, die den Glauben an die Menschheit schon verloren haben, werden nun überrascht sein. In der derzeitigen Situation bedarf es eines großen Zusammenhalts von allen Menschen. Sobald einer aus der Reihe tanzt, kommt es schon zu Komplikationen. Doch tatsächlich halten sich die meisten an die geltenden Vorschriften. Sie tragen Masken, halten Abstand, helfen einander. Auch Nachbarschaftsvereine wurden gegründet, um Menschen in Quarantäne und älteren Personen zu helfen, indem sie ihre Einkäufe erledigen. Das „Wir-Gefühl“ wird spürbar. Alle halten zusammen – egal, ob groß, klein, jung, alt, arm oder reich. Das Virus betrifft jeden und so halten auch alle zusammen.

Verbesserte Luft, weniger Verkehr

Aufgrund der derzeitigen Lage wurde auch fast der gesamte Flugverkehr flach gelegt, da Urlaube und weitere Reisen ins Ausland verboten sind. Durch die Ausgangsbeschränkung darf man zudem nur noch wegen eines triftigen Grundes nach draußen in die Stadt. Viele Angestellte arbeiten außerdem im Home-Office.

5 Tipps für’s Homeoffice

Das heißt, es herrscht viel weniger Verkehr auf den Straßen. Dadurch gelangen auch viel weniger Abgase in die Umwelt. Der CO2 Ausstoß sinkt und die Natur muss viel weniger leiden. So meint Tanja „Ich glaube, der Natur tut der Corona-Virus gut, sie kann sich von den Menschen erholen“ Auch im ÖPNV hat man gleichzeitig mehr Platz und muss sich nicht mehr neben den Nebenmann im Bus quetschen. Und der Weg zu Arbeit wird angenehmer. Da weniger Autos unterwegs sind, kommt es zu weniger Verkehrsbehinderungen. Zudem nimmt der Lärm ab, „Kein störender Motorrad Lärm“ antwortet Edith. Wie man sieht, gibt es auch Vorteile in dieser harten Zeit, wie die Schweinfurter finden.

Mehr Zeit für die Familie

Kindergärten und Schulen sind zu. Außerdem müssen viele Menschen von daheim aus arbeiten. Das bedeutet, dass sowohl Kinder, als auch Eltern mehr Zeit daheim verbringen. Man kann zusammen kochen, Brettspiele spielen, spazieren gehen, sich unterhalten und viele weitere Sachen zusammen unternehmen. Was kann es für die Kinder denn Schöneres geben, wenn die Eltern zu Hause sind und sich Zeit für die Familie nehmen? Die Familie ist und bleibt das wichtigste und besonders in Situationen wie diesen muss man zusammenhalten, finden die Schweinfurter. Auch Annette ist dieser Meinung: „Es ist schön in dieser Zeit zu sehen, dass es ruhiger auch geht…. wir genießen das Zuhause sein und jeder in unserer Familie ist entspannter.

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