Dr. med. Dr. med. dent Markus Tröltzsch aus Ansbach. Foto: Dr. med. Dr. med. dent Markus Tröltzsch
Dr. med. Dr. med. dent Markus Tröltzsch aus Ansbach. Foto: Dr. med. Dr. med. dent Markus Tröltzsch

Tipps zum richtigen Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes

Bereits seit Beginn der Corona-Pandemie sind Schutzmasken in den Fokus gerückt und seit dem eine allgemeine Maskenpflicht in Geschäften und dem ÖPNV in Bayern gilt, sind die Mund-Nasen-Bedeckungen aus dem Schweinfurter Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Sogenannte Community-Masken besitzen mittlerweile fast alle Bürger, doch ist auch jedem bewusst, wie man diese richtig anwendet? Dr. med. Dr. med. dent. Markus Tröltzsch, Arzt und Zahnarzt aus Ansbach, gibt Tipps zum korrekten Tragen im Alltag.

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Korrektes Aufsetzen

Wie setzt man eine Maske nun richtig auf? Der Mundschutz wird an den zwei Gummibändern über die Ohren gezogen, anschließend nach unten über das Kinn und nach oben über die Nase gezogen. Dann wird der Drahtbügel an die Nase angepasst, sofern die Maske einen Bügel hat. Der Mund-Nasen-Schutz sitzt dann richtig, wenn er den Bereich von Mund und Nase vollständig bedeckt und unter das Kinn greift. Auch bei einem erneuten Aufsetzen einer bereits gebrauchten Maske sollte auf diese Punkte geachtet werden.

Korrektes Absetzen

Nach dem Einkauf oder der Fahrt mit dem Bus kann der Mundschutz dann auch wieder abgesetzt werden. Doch was ist hier zu beachten? Dr. med. Dr. med. dent. Tröltzsch gibt folgende Tipps: Vor dem Absetzen sollten die Hände gewaschen und/oder desinfiziert werden. Dann die beiden Gummizüge hinter den Ohren ergreifen und nach vorne entfernen. Die Vorderseite der Maske sollte nicht berührt werden! Den Mundschutz dann so weit es geht nach vorne führen, bis eine Kontamination ausgeschlossen werden kann – auch hierbei sollte sie Vorderseite nicht berührt werden.

Sicheres Aufbewahren

Nach dem korrekten Abnehmen der Maske muss sie natürlich auch irgendwo aufbewahrt werden, sollte diese nochmals verwendet werden. Für unterwegs ist beispielsweise ein größerer Umschlag eine Einweglösung, im Auto bietet sich eine offene Kunststoffbox an, da hier die Mund-Nasen-Maske frischer Luft ausgesetzt ist und entsprechend trocknen kann. Darüber hinaus kann die Box regelmäßig desinfiziert und gereinigt werden. Auch für Zuhause eignet sich eine solche Box.

Bei der Lagerung sollte beachtet werden, dass die Außenseite der Maske, also die kontaminierte Seite, immer an der gleichen Stelle liegen muss. „Bei der Umschlag-Option sollte am besten die Seite, auf welcher der kontaminierte Bereich der Maske platziert ist, markiert werden. So ist die saubere Seite auf den ersten Blick erkennbar“, erklärt Dr. med. Dr. med. dent. Tröltzsch.

Sog. Community-Masken aus Stoff sollten zudem regelmäßig bei mind. 60 Grad gewaschen und gut getrocknet werden. Außerdem soll natürlich jeder seine eigene Maske tragen.

Maske unters Kinn klemmen?

Beim Gang durch die Stadt trifft man häufig auf Personen, die ihren Mund-Nasen-Schutz unter das Kinn geklemmt haben, um beim Gang ins nächste Geschäft Zeit zu sparen beim Aufsetzen. Doch Dr. med. Dr. med. dent. Markus Tröltzsch erklärt, dass genau dieses Vorgehen falsch ist. „Die äußere Seite der Maske kann kontaminiert sein. Daher muss jeglicher direkter Kontakt mit der äußeren Maskenoberfläche vermieden werden.“

Grundsätzlich reduziert jede Bedeckung von Mund und Nase die Ansteckungsgefahr mit SARS-CoV-2, so Tröltzsch. Doch es sollten keine Masken mit Ventil verwendet werden, da dadurch ungefiltert ausgeatmet und die Umgebung nicht geschützt werde.

Wie gut kennen sich Bürger mit dem Umgang aus?

Wie gut kennen sich Bürgerinnen und Bürger im Umgang mit einer Mund-Nasen-Bedeckung aus? Welche Fragen und Unsicherheiten beschäftigen sie im Hinblick auf Nutzung und Reinigung sogenannter Alltagsmasken? Dieser Frage ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) im Rahmen des COVID-19 Snapshot Monitoring (COSMO) der Universität Erfurt nachgegangen, das wöchentlich Wahrnehmung, Wissen und Verhalten von mehr als 1000 Befragten zu COVID-19 erhebt.

Die Studienergebnisse zeigen, dass sich jüngere Befragte deutlich weniger im Umgang mit Alltagsmasken auskennen als Ältere, obwohl beide Gruppen sie ähnlich häufig tragen. Geben die 18- bis 29-Jährigen zu 79 Prozent an, in der letzten Woche häufig oder immer eine Mund-Nasen-Bedeckung benutzt zu haben, so liegt der Anteil bei den über 65-Jährigen bei 83 Prozent.

Unsicherheit beim Tragen

Was die sachgemäße Anwendung angeht, sind sich 25 Prozent der 18- bis 29-jährigen Befragten nicht sicher, wie sie eine Maske tragen müssen, bei den über 65-Jährigen wissen nur 3 Prozent nicht ausreichend Bescheid. Die konkreten Unsicherheiten betreffen beispielsweise das richtige An- und Ausziehen (20 Prozent der jüngeren Befragten, 3 Prozent der Älteren) oder die gründliche Reinigung der Alltagsmasken (29 Prozent der Jüngeren, 7 Prozent der älteren Befragten). Die Frage, wie und wo die Mund-Nasen-Bedeckung vor und nach dem Tragen aufbewahrt werden sollte, können 36 Prozent der 18-bis 29-Jährigen nicht hinreichend beantworten, bei den über 65-Jährigen liegt dieser Anteil bei 8 Prozent.

Weiterhin zeigen die Studienergebnisse, dass sich Frauen im Umgang mit Masken sicherer fühlen als Männer. Während 22 Prozent der Männer nicht richtig wissen, wann die Maske gewechselt werden muss, liegt der Anteil bei den Frauen bei 13 Prozent.


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