Luchs Rufus aus dem Wildpark an den Eichen. Foto: Dirk Flieger
Luchs Rufus aus dem Wildpark an den Eichen. Foto: Dirk Flieger

Wildpark Schweinfurt: Luchs „Rufus“ ist tot

Der Wildpark in Schweinfurt hat einen Star verloren: Wie die Stadt mitteilt, musste „Rufus“, der im März 2018 als „dickster Luchs“ Deutschlands Berühmtheit erlangt hatte, bereits am 13.03.2020 nach längerer Krankheit eingeschläfert werden. Er wurde fast 15 Jahre alt.

Altersbedingte Herzschwäche

Der Luchs litt bereits seit Monaten aufgrund einer altersbedingten Herzschwäche an einer Dyspnoe, heißt es weiter. „In den letzten Lebenstagen verschlechterte sich sein Zustand, trotz intensiver veterinärmedizinscher Behandlung, dramatisch“, so die Pressemitteilung der Stadt Schweinfurt. Letzten Endes entschloss sich die Parkleitung dazu, nach Rücksprache mit den behandelnden Tierärzten, ihn von seinem Leid zu erlösen.

US-Restaurantkette „warb“ mit Luchs Rufus

Der Luchs schaffte es letztes Jahr sogar in die New York Times: Da er zeitweise mit 48 Kilogramm sehr übergewichtig war – mittlerweile hatte er abgenommen – wurde ein Bild von Rufus für ein Werbe-Meme verwendet, mit dem Spruch „me with a belly full of wings wondering if I should order fried Oreos too“. Die Aussage spielte auf das Angebot einer in Texas und Louisiana ansässigen Restaurantkette an, dort gibt es hauptsächlich Hähnchen, Chicken Wings und Co.

Das Übergewicht von Rufus hing mit einer Kastration sowie einer Separierung in Folge eines Bruchs des Mittelfußknochens zusammen – das Tier hatte schlichtweg weniger Bewegung. Außerdem bediente sich Rufus nach Aussagen des Wildparks gerne am Essen der Luchsfamilie. Trotz Übergewicht galt er Anfang 2019 aber als gesund: Wie auch jedes Tier im Wildpark, wurde er medizinisch immer überwacht und versorgt.

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