Symbolbild Wohnen. Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Wohnen. Foto: Pascal Höfig

Wohnatlas: So viel kostet eine Eigentumswohnung in Schweinfurt

Mietpreise steigen und auch Eigentumswohnraum wird teurer: Bundesweit sind Kaufpreise für Eigentumswohnungen um ca. 10% gestiegen – so die Bilanz des „Postbank Wohnatlas 2020“. Was bedeutet das regional für Schweinfurt? Allgemein wurde es 2019 in Franken teurer, was den Kauf von Wohnungen betrifft, doch es gibt auch Ausnahmen.

Ca. 19 % teurer als im Vorjahr

In Schweinfurt ist ein besonders hoher Anstieg der Wohnungskaufpreise zu beobachten: Um satte 18,98 % ist der Quadratmeterpreis gestiegen. Im Jahr 2018 zahlte man hierfür noch durchschnittlich 2.117 €, ein Jahr darauf lag der Kaufpreis bei 2.510 €, so der Wohnatlas. Eine Wohnung mit einer Größe von 70 Quadratmetern kostete hiernach im Jahre 2019 durchschnittlich 175.700 € und damit rund 27.500 € mehr als im Vorjahr, im Landkreis sind es 2019 bei einem Quadratmeterpreis von 1.996 € nur rund 140.000 € bei gleichbleibender Größe. Auch hier ist Wohnraum teurer geworden, denn im Jahr 2018 lag der Kaufpreis pro Quadratmeter im Landkreis Schweinfurt noch bei 1.768 € – hier ein Anstieg von nur etwa 12,8 %.

Unangefochtene Spitze bleibt die Bezirkshauptstadt Würzburg: Als teuerste Stadt Unterfrankens sind die Kaufpreise hier um 10 % gestiegen. Während man im Jahr 2018 noch 3.007 € pro Quadratmeter zahlte, liegen der Durchschnittspreis pro Quadratmeter ein Jahr später bei 3.299 €. Auch die Mietpreise sind hier mit 10,43 € pro Quadratmeter ebenfalls verhältnismäßig hoch, so kostet eine Wohnung mit etwa 70 Quadratmeter umgerechnet 730 € Miete. Zum Vergleich: In der Stadt Schweinfurt sind es 7,37 € pro Quadratmeter und im Landkreis Schweinfurt nur durchschnittlich 6,56 €.

Franken allgemein unter dem Durchschnitt

Allgemein liegt die Region Franken mit durchschnittlich 2.335 € pro Quadratmeter noch unter dem bundesweiten Durchschnitt von 2.454 €, so ein Bericht von inFranken.de. Gesalzene Preise gibt es nach wie vor im Süden Bayerns: Allen voran mit der Stadt München als bundesweiter Vorreiter in Sachen Immobilienkaufpreisen (8.078,77 € pro Quadratmeter), befinden sich hier auch die teuersten Landkreise: Umgerechnet 6.127,15 € zahlt man beispielsweise im Landkreis Miesbach für einen Quadratmeter Wohnfläche, 6.079,85 € in Starnberg und 4.472,57 € in Erding. Teurer wird es nur in Nordfriesland in Schleswig-Holstein mit umgerechnet 6.452,41 € pro Quadratmeter.

Kaufpreise vereinzelt sogar gesunken

Wie der Wohnatlas der Postbank zeigt, steigen in Unterfranken die Kaufpreise aber nicht nur: In den Landkreisen Miltenberg und Rhön-Grabfeld ist der durchschnittliche Preis für eine Eigentumswohnung sogar gesunken. In Miltenberg lag der durchschnittliche Preis pro Quadratmeter 2018 noch bei 2.123 €, 2019 zahlte man nur noch 2.008 € – ein Minus von 1,66%. Noch weniger wurde es in Rhön-Grabfeld, denn hier sind die Preise sogar um 2.63 % gesunken.

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