In Schweinfurt wurden beim Bau eines Parkhauses Siedlungsreste gefunden. Foto: Dirk Flieger
In Schweinfurt wurden beim Bau eines Parkhauses Siedlungsreste gefunden. Foto: Dirk Flieger

Auf Baustelle 7.000 Jahre alte Siedlungsreste gefunden

Wie lebten die Schweinfurter zu Beginn ihrer Siedlungsgründung? Dazu könnte es nun womöglich mehr Hinweise geben: Beim Bau eines Parkhauses in der Mainberger Straße ist man auf Siedlungsreste gestoßen, die teilweise etwa 7.000 Jahre alt sein sollen, so ein Bericht des BR.

Erste Siedler

Gürtelschnalle, Reitersporn und Keramikreste: Aus der Zeit von 5.000 v. Chr. und zwischen 600 und 1.200 n. Chr. sollen die Funde stammen, das berichtet der BR. Diese gehörten vermutlich den ersten „Schweinfurtern“, die sich vor vielen Jahren auf dem Gebiet der heutigen Stadt im Bereich der Mainberger Straße niedergelassen haben. Bei den älteren Resten handelt es sich wohl um erste sesshafte Bauern und Viehzüchter, welche die fruchtbaren Lössböden für den Ackerbau nutzten, heißt es weiter. Gefunden wurden im Detail unter anderem Feuersteine, Keramikscherben und Knochen, sogenannte Linearbankkeramik.

In Schweinfurt wurden beim Bau eines Parkhauses Siedlungsreste gefunden. Foto: Dirk Flieger

In Schweinfurt wurden beim Bau eines Parkhauses Siedlungsreste gefunden. Foto: Dirk Flieger

Gemauerter Keller gefunden

Weitere Reste können auch einem späteren Siedlungszeitalter zugewiesen werden: Seit dem 7. oder 8. Jahrhundert hatte sich Schweinfurt – damals noch ein Dorf – östlich der Altstadt bis zur Petersstirn ausgebreitet, heißt es weiter im Bericht. Im Mittelalter wurde dieses Gebiet schließlich aufgegeben und in die befestigte Stadt verlagert, so Informationen der Main-Post. Gefunden wurde außerdem ein aus der Zeit um 1200 stammender Keller, der aus Stein gemauert war und in der Vergangenheit einmal Teil eines Fachwerkhauses gewesen sein soll. Nach Sicherung der Reste soll es mit dem geplanten Bau des Parkhauses weitergehen.

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